Historie von Altenbeken

Urkunde Altenbeken von 1211 übersetzt Urkunde Altenbeken von 1211 übersetzt

Die erste urkundliche Erwähnung verdankt das Dorf dem Kirchenbann, der vor 1211 über die Einwohner von ALDEBEKENE verhängt wurde. (siehe Urkunde) Sie hatten dem benachbarten Klostergut Druheim (heute Kempen) großen Schaden zugefügt, weil die Mönche ihnen die Huderechte in den Wäldern streitig machten. Die bei der Schlichtung vom Fürstbischof zu Paderborn im Jahre 1211 ausgestellte Urkunde nennt erstmals den Namen „ALDEBEKENE“.

Man lebte hier also neben der Landwirtschaft auch vom Erzbergbau. Die erste Nachricht hierüber stammt aus dem Jahre 1392. Die Altenbekener Eisenindustrie war schon sehr bedeutend, wenn auch das Erz in einfachen Wolfsöfen und Luppenfeuern gewonnen wurde. Kirchlich gehörte Altenbeken zum Kloster Hardehausen , dem es vermutlich schon im Jahre 1140 bei der Gründung dieses Klosters zugeteilt worden war. Hiernach wurde dann das Dorf nach Neuenbeken (Beken) eingepfarrt und ab 1692 zum Pfarrdorfe Buke. Erst 1898 wurde Altenbeken selbstständige Pfarrei.

Im Jahre 1610 wurde in Altenbeken eine Eisenhütte errichtet und die Erzeugnissen gingen weit über die Grenzen des Paderborner Landes. Es wurden u. a. eiserne Öfen verschiedener Bauart und Größe gefertigt, die kunstvoll mit Wappen und Bildern verziert waren. In vielen Schlössern, Burgen, Klöstern und Edelsitzen der damaligen Zeit gaben die Öfen Zeugnis vom Fleiß und von der Tüchtigkeit der Altenbekener Former. Als um die Mitte des 19. Jahrhunderts die Eisenerzlager in Schweden entdeckt wurden, konnten die Erze aus der Egge nicht mehr konkurrieren und wurde 1877 eingestellt. Der Siebenjährige Krieg (1756 – 1763) und die Kriege Napoleons brachten viel Elend in das Dorf, das zu dieser Zeit etwa 500 Einwohner zählte. Einquartierungen, Durchzüge, Kontributionen und Seuchen führten dazu, dass viele Altenbekener hungern mussten und auch starben. Der sehnlichst erwartete Frieden am 25. 2. 1763 machte dem Elend ein Ende. 1803 wurde die weltliche Herrschaft der Bischöfe beendet und das Hochstift Paderborn wurde dem Königreich Preußen zugeteilt. Doch bald darauf wurde das Paderborner Land von den Franzosen besetzt und neu eingeteilt. Napoleon setzte seinen erst 23jährigen Bruder Jerome Bonaparte als König von Westfalen ein. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig (1813) wurde die macht Napoleons besiegelt und Deutschland wurde wieder von den Preußen regiert.

Das 19. Jahrhundert brachte dem Dorf durch den Bau der Eisenbahnen einen ungeahnten Aufstieg, so dass die Einwohnerzahl, die im Jahre 1800 noch 600 betrug , bis zum Jahre 1900 auf 1600 anstieg. Durch den Zuzug vieler Eisenbahner mit ihren Familien wuchs aus die Häuserzahl erheblich. Als Eisenbahnknotenpunkt erhielt Altenbeken eine besondere Bedeutung.