Historie von Schwaney

Geschichte des Ortes Schwaney Geschichte des Ortes Schwaney

Schwaney kann auf eine mehr als 1000jährige Geschichte zurückblicken. Erstmalige Erwähnung fand der Ort unter der Bezeichnung "Ecwardeshusen" im Corveyer Samtregister um das Jahr 970. Anfang des 14. Jahrhunderts befanden sich nachweislich 10 kleine Siedlungen auf der Schwaneyer Gemarkung, die sich zum Schutz vor Überfällen zusammenschlossen. Der Paderborner Bischof Balduin sprach im Jahre 1344 von Suanecghe, aus dieser Bezeichnung entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte der Name Schwaney. Die Herkunft des Ortsnamens Suanecghe konnte bis heute nicht endgültig geklärt werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Bezeichnung aus zwei Begriffen aus der mitteldeutschen Sprache zusammensetzt. Er lässt sich wie folgt übersetzen: "Wasserloch am Bergrücken".

Gerade das Jahr 1344 war für Schwaney von großer Bedeutung. So erhielt der Ort das Stadtrecht und der Bischof ließ am östlichen Dorfausgang ein Wasserschloss bauen. Schon damals befand sich um die damals junge Stadt ein Wehrgürtel aus Mauer , Wall und Graben. Auch stammt aus dieser Zeit noch das Recht auf Deputatholz, so dass auch heute noch viele Schwaneyer ihr Holz aus dem Egge-Wald bekommen.

Schwaney verlor relativ schnell wieder Schloss und Stadtrechte. Bereits im Jahre 1409 wurde Schwaney wieder als Dorf bezeichnet. Ursache dürften Fehden und Kriege der damaligen Zeit sein und auch das Schloss fiel einen Brand zum Opfer.

Einfach hatten es die Schwaneyer nicht. Die Böden waren karg und die Ernte nicht üppig. Strenge lange Winter mit wasserreicher Schneeschmelze und sommerliche Unwetter zerstörten oft die Arbeit eines ganzen Jahres in kurzer Zeit. Auch von Seuchen und Epidemien blieb der Ort in früheren Jahren nicht verschont. Ebenfalls starben zahlreiche Bürger in den Kriegen der vergangenen Jahrhunderte.

Der letzte Großbrand im Mai 1895 veränderte das Ortsbild dramatisch. Neben der Kirche und der Pastorat fielen 42 Wohnhäuser, mehrere Scheunen und Schafställe den Flammen zum Opfer. Wie durch ein Wunder wurde niemand getötet. Die meisten Gebäude wurden neu errichtet, allerdings wurde bei der Planung auf eine Auflockerung des Dorfbildes geachtet.

Auf einer Bodenfläche von 30.938 qkm erstreckt sich der Ort Schwaney, davon ist ein großer Teil bewaldet. Dieser und der Eggewanderweg, der an Schwaney vorbei führt macht den Ort auch für Urlauber und Wanderer interessant.

Die höchsten Erhebungen in den Gemarkungen Schwaney`s sind der Brockberg mit 368 m und der Ziegen - und Klusenberg mit 395 m.

Seit der Kommunalreform im Jahre 1975 ist die bis dahin selbständige Gemeinde ein Ortsteil der Großgemeinde Altenbeken.

Historische Daten von Heinz Küting + früherer Ortsheimatpfleger Schwaney.