Pfarrer i. R. Geistlicher Rat Hubertus Wiedekingfeierte sein Goldenes Priesterjubiläum in seiner alten Wirkungsstätte Altenbeken

geschrieben von  Rudolf Koch
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Am Sonntag, dem 22. August 2010 feierte der langjährige Pfarrer der HL. Kreuz Gemeinde Altenbeken sein Goldenes Priesterjubiläum. Geboren wurde der Jubilar am 6. Dezember 1934 in Ottenhausen (Kreis Höxter) Hier verbrachte er auf dem Bauernhof seines Vater seine Kindheit, besuchte ab 1941 die Volksschule und sein weiterer Bildungsweg war die Realschule Steinheim, das Leopoldinum in Detmold, wo er Ostern 1955 sein Abitur ablegte. Sein Studium der Philosophie und Theologie absolvierte er von 1955 bis 1960 in Paderborn, München und Innsbruck. Seine Priesterweihe empfing er im hohen Dom zu Paderborn am 22. Juli 1960 durch den damaligen Erzbischof Dr. Lorenz Jäger.  Wechselnde Pfade, Schatten und Licht! Alles ist Gnade. Fürchte dich nicht! Dieses Dichterwort – so steht es in seiner Einladung – sieht er für die 50 Jahre der priesterlichen Pilgerjahre Das Jubiläum wurde um 10,00 Uhr in einem Dankgottesdienst in seiner langjährigen Wirkungsstätte in der hl. Kreuz Kirche gefeiert. Sein priesterliches Wirken war sehr vielseitig: Nach der Priesterweihe war er 3 Jahre als Vikar in der Pfarrei St. Elisabeth zu Lippstadt tätig. Von Januar 1964 führte ihn sein Glaubensweg ins Siegerland. Neben seiner Tätigkeit als Berufsschulpfarrer an den Kreisberufsschulen, war er zur gleicher Zeit als Subsidiar in St. Martin Wilnsdorf, St. Michael Siegen und St. Martin Netphen zuständig. Ferner war er Religionslehrer an der Pflege – und Pflegevorschule des Marienhospitals und Gefängnisseelsorger der JVA Siegen. Als Kolping - Bezirkspräses , Bezirkskaplan der Christlichen Arbeiterjugend, sowie als Präses des Jung-KKV ( Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung) in Siegen füllte Wiedeking leitende Positionen aus. Am 15. August 1982 wurde er als Pfarrer in Hl. Kreuz Altenbeken eingeführt. Seine Aufgaben waren in all den Jahren hier zahlreich: Als allseits beliebter Seelsorger betreute er ca. 3000 Pfarrangehörige. Den älteren und behinderten Menschen in den beiden Seniorenheimen stand er als Priester hilfreich zur Seite. Als Präses stand er allen kirchlichen Vereinen in der Pfarrgemeinde vor. Schützen, Frauengemeinschaft, Caritas, Kirchenchor, Schönstattfamilie, Kolping und KAB. Sowohl in den kirchlichen als auch in den weltlichen Vereinen fand sein gern gehörtes Wort bei Ansprachen, Festreden und öffentlichen Veranstaltungen aufmerksame Zuhörer. Unter seiner Leitung wurden der Kindergarten St. Helena errichtet und der Kindergarten Hl. Kreuz ständig modernisiert. Der gesamte Innenraum der neugotischen Pfarrkirche erhielt eine neue Ausmalung, die holzgeschnitzten Hochaltäre und die anderen Sakralgegenstände wurden restauriert; Orgel und Kirchenbänke wurden dabei gründlich überholt. Eine neue Heizungsanlage wurde installiert. Der Kreuzweg erstrahlt nun wieder in seiner historischen Ausstattung. Auch die Kreuzkapelle in der Nähe des Viaduktes wurde in seiner Amtszeit innen und außen renoviert. Zahlreiche Pilgerfahrten führte er mit seinen Pfarrangehörigen im In – und Ausland durch. September 2004 trat der beliebte Geistliche nach mehr als 22 Jahre segensreichen Wirken mit Ereichung der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand. Mit einem „großen Zapfenstreich“ wurde er seinerzeit von den örtlichen Vereinen verabschiedet. Sein priesterliches Wirken hat er natürlich noch nicht aufgegeben. Er wohnt heute in Blomberg und ist als Subsidiar im Pastoralverbund Lippe Süd tätig In den vielen Jahren als Priester, hat der Hobbypilgerer auch immer Zeit für seine große Leidenschaft, das Wandern gefunden. „ Von den zehn Teutoburger Waldwegen habe ich bereits acht erwandert“, so der Jubilar. Er ist seit 28 Jahren Mitglied des Altenbekener Eggegebirgsvereins und so wird er auch noch die letzten zwei Teutoburger Waldwege meistern, genau so, wie er die 50 Jahre als Priester auf dem Pfad Gottes gegangen ist.

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