Neueinweihung des Schwarzen Kreuzes

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Ullner-Kreuz wurde neu eingeweiht Eggedenkmal wurde anlässlich des 200-jährigen Firmenjubiläums restauriert Wer über die Egge wandert, erblickt an der Stelle, wo der Europäische Fernwanderweg X1 E1 (Eggeweg) und der Kreiswanderweg Höxter-Nord, auch „Hildesheimer Weg“ genannt, sich kreuzen, ein Wegekreuz mit einer Sitzgruppe. Eine alte Überlieferung erzählt, dass hier zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges ein Köhler auf qualvolle Weise ermordet wurde. Um seine Schulden bezahlen zu können, habe er hier für die Altenbekener Eisenhütte Holzkohlen gebrannt. Eines Nachts hätte ihn eine Gruppe hessischer Marodeure überfallen, ausgeplündert, auf Holzscheite in Kreuzform aufgespießt und in einen rauchenden Meiler gestellt. Einige Tage später sollen Waldarbeiter den Köhler als „Schwarzes Kreuz“ verkohlt vorgefunden haben. Fromme Leute errichteten damals ein Holzkreuz, welches im Laufe der Jahre vermoderte. Es gibt dem Waldrevier seit dieser Zeit auch den Namen „Schwarzes Kreuz“. Der Eggegebirgsverein (Abteilung Paderborn) beschloss im Jahr 1921 auf Vorschlag ihres Vorsitzenden Gustaff Ullner (Bild), an dieser Stelle ein gusseisernes Kreuz zu errichten. Da der Eggefreund kurze Zeit später verstarb, machte es sich der Eggegebirgsverein zur Aufgabe, dem Wunsch des Verstorbenen nachzukommen und das Kreuz seinem Gedenken zu widmen. Der Sockel wurde vom Bildhauer Spalthoff hergerichtet und mit einer Widmung an Gustaff Ullner versehen. Die Baufirma Konrad Immig stellte das Kreuz am 24. August 1922 auf der Egge auf, woraufhin es dann am 17. September 1922 eingeweiht wurde. Auf eine Initiative des Altenbekener Ortsheimatpflegers Rudolf Koch wurde dieses bekannte Eggedenkmal nun vom Paderborner Großhandelsunternehmen Ullner u. Ullner anlässlich ihres 200-jährigen Firmenjubiläums restauriert. Gustaff Ullner zählte zu den früheren Inhabern des alteingesessenen Unternehmens und führte dieses durch die schwierigen Zeiten des ersten Weltkrieges. Mit Unterstützung der Firma VSF-Bau, Brakel, stiftete Ullner u. Ullner auch eine neue Sitzgruppe, die in unmittelbarer Nähe des Kreuzes aufgestellt wurde. „Die Restaurierung des Kreuzes haben wir vor allem dem Engagement unseres langjährigen Mitarbeiters Otto Wasserkort zu verdanken. Das Denkmal wurde von ihm auf der Egge abgebaut und in liebevoller Heimarbeit wieder hergerichtet“, so der Geschäftsführer Josef Bröckling. Auch der Forstverwaltung gebührt Dank für ihre Unterstützung. Bilder von der Feierstunde Fotos: Archiv-Heimatpflege Am Sonntag, dem 27. August 2006 fand um 15.00 Uhr im Rahmen einer Feierstunde die Neueinweihung dieses historischen Kreuzes statt. Wanderfreund und EGV-Mitglied Pfarrer i.R. Geistlicher Rat Hubertus Wiedeking vollzog den Weiheakt. Der Eisenbahn-Männer-Gesangverein und die Jagdhornbläser Altenbeken begleiteten die Feierstunde, an der auch mehrere EGV-Abteilungen teilnahmen. Etwa 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten sich zu der Feierstunde am Schwarzen Kreuz eingefunden (s.Bild).

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