Spuren des Erzbergbau und der Eisenbahn in den Wäldern der Egge.

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Wenn man über die Landstraße in Richtung Langeland zum Eggekamm wandert, sieht man kurz vor der Höhe noch deutlich die sichtbare Halde des Antoniusschachtes, die diese Straße durchschneidet. In diesem Revier findet man noch heute viele Schächte und Halden des alten Bergbaus, die zum Teil schon vor 1600 entstanden sind. Die Wälder rechts und links des Eggeweges führen den Natur-freund in die Geschichte dieser Region. Er erfährt von Bahn – und Tunnelbau, Kohlenmeiler und Erzschürfstellen. Viele Erdvertiefungen ( Pingen genannt) erzählen von der Eisenindustrie in Altenbeken. Ein Findling erinnert an die „Tele-Grafen“ (s.Bild mit Prof. Wichert), die hier von 1833 bis 1849 ihren Dienst versahen. Eine Wanderung zu diesen historischen Stätten unternahmen jetzt Ortsheimat-pfleger Rudolf Koch und der Beauftragte für Bodendenkmäler Prof. Hans Walter Wichert. Vom Eisenbahnbau sind noch Betonplatten zu sehen, auf denen aus-gediente Dampflokomotiven aufgestellt um das eindringende Wasser aus den Tiefen des Schachtes zu pumpen. Diese waren vorher vom Bahnhof Buke in die Wälder der Egge mit Pferdekraft befördert worden. Auch Glashütten waren hier angesiedelt und die nahe Aa-Quelle versorgte die Arbeiter, Knappen, Telegrafisten und Forstleute mit dem kühlen Nass. Die unmittelbar Rehberg-hütte am Eggeweg lädt die Wanderer zu einer kurzen Rast ein. Im Walde in der Nähe des Bahnhofs Langeland erinnert ein Trichter von einer Tallboy -Bombe (heute ein kleiner Teich) an die Schrecken des letzten Krieges.

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