Ein Stück Geschichte aus der glanzvollen Zeit der Eisenbahn

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Ein Stück Geschichte aus der glanzvollen Zeit der Eisenbahn Hugo Düsterhus

Am 18. August 2004 wurde dem Bürgermeister der Gemeinde Altenbeken Hans Jürgen Wessels vom Ortsheimatpfleger Rudolf Koch das neu restaurierte Bahnwasserwerk am Sommerberg übergeben. Es wurde von der Deutschen Reichsbahn im Jahre 1935 errichtet und hatte die Aufgabe die Dampflokomotiven mit Kesselwasser zu versorgen. In der damaligen Dampflok – Ära waren in dieser Gebirgsgegend täglich ca. 2 000 cbm Wasser allein für den Dampflokbetrieb erforderlich. Gespeist wurde der Wasserhochbehälter hauptsächlich von der Apuhlquelle an der Hüttenstraße. Versorgt wurden von hier aus auch die Stellwerke und Wohnhäuser an der Strecke nach Paderborn. Auch der Bahnhof Neuenbeken und das Dorf selbst wurden von hier aus mit Wasser beliefert. Die Wasserleitung in Richtung Neuenbeken wurde lang des Viaduktes angelegt. Das Innere des Hochbehälters ist in zwei Kammern aufgeteilt: 11,40 Meter Tiefe X 7,40 Breite und einer Höhe von 3,50 Meter = 600 Kubikmeter Fassungsvermögen. Der Rat der Gemeinde Altenbeken hat beschlossen, diesen Wasserbehälter zu restaurieren, um ihn der Nachwelt zu erhalten. Besonders soll er an die Zeit erinnern, als die Eisenbahn in Altenbeken in voller Blüte stand. Diese Arbeiten werden von freiwilligen Helfern durchgeführt. Den Anfang machte die Jugendfeuerwehr, die das Mauerwerk im Zuge einer Übung reinigte. Den Haupteinsatz leisten aber Teilnehmer der Maßnahme „ Jump Plus“, in der jugendliche Arbeitslose über gemeinnützige Arbeit qualifiziert werden Sie werden vom Kreis Paderborn, der Arbeitsagentur und dem Technologie – und Berufsbildungszentrum organisiert. Die Eingangstür wurde von der Firma Berni Freienstein gestiftet. Die fachmännische Beratung der Malerarbeiten und die kostenlose Lieferung der Farben besorgte der Malermeisterbetrieb Markus Kraft. 
  
Die Leitung und Betreuung lag in den Händen von Ortsheimatpfleger Rudolf Koch. So dankte dann auch Bürgermeister Wessels den Helfern für das Engagement und betonte, dass dadurch die Gemeinde wieder ein Kleinod mehr habe. Wer das Bahnwasserwerk besichtigen will, möge sich bei Ortsheimatpfleger Rudi Koch melden.

Fotos: Heimatarchiv, Hugo Düsterhus

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