Rudolf Koch

Rudolf Koch

Ida Kropff-Federath geb. Brünning wurde geboren am 10. Juni 1839 in Brakel und starb am

1. August 1918 - also vor 100 Jahren - in Olsberg.

Sie heiratete am 22. September 1863 den Besitzer der Olsberger Hütte Caspar Kropff, geb. am 16. Dezember 1835. Nach dem frühen Tod ihres Mannes am 14. Februar 1888 im Alter von 52 Jahren wurde sie Alleininhaberin der Olsberger Hütte und der Altenbekener Eisenwerke, sowie beträchtlichen Wald - und Grundbesitz.Im Jahre 1891 heiratete sic den Landrat des Kreises Brilon Hans Carl Federath. Er war geboren am 27. Oktober 1848 in Wehlau (Ostpreußen) Das Ehepaar wohnte in Olsberg, hatte aber in Altenbeken im Herrenhaus der Eisenhütte, dem heutigen Gasthaus Friedenstal - einen zweiten Wohnsitz. Hier verweilten sie oft für längere Zeit, wobei sie ein sehr gastliches Haus führten. Sowohl bei ihrer Belegschaft als auch bei der Altenbekener Bevölkerung waren die Federath wegen ihrer sozialen Einstellung sehr beliebt, denn viele Arme, Kranke und Waisen wurden von ihnen unterstützt.

Nach dem Tod ihres zweiten Mannes am 11. April 1914 bestimmte sie, dass ihr gesamtes Vermögen wohltätigen Zwecken zugeführt werden sollte und den Namen "Kropff-Federathsche -Stiftung" mit Sitz in Olsberg.

Diese besteht noch heute und betreibt dort u.a. ein Kinderheim. In Altenbeken gehörte hierzu der teilweise bewaldete 89 Ar große Mittelberg (Hüttenberg) gegenüber der Hüttenvilla. Damit die Stiftung auch wirklich der Altenbekener Bevölkerung zugute komme, wurde die Bedingung gestellt hier ein Krankenhaus zu bauen für unbemittelte Einwohner/Innen. Heute steht hier ein Senioren-Wohnheim, somit ist der Wunsch und die Bedingung der Stifterin in Erfüllung gegangen. In Altenbeken wurden auch Straßen nach ihnen benannt:

Federathweg und Caspar Kropffweg.

Zu ihren 100. Todestag wurde. an der Familiengrabstätte in Olsberg über das Leben, ihr soziales Engagement und das Wirken der "Gnädigen" Ida Kropff- Federath erinnert.

Ein Gebet wurde von Dechant Richard Steilmann gehalten und unter den Klängen der Blechbläser ein Kranz niederlegt.

Anschließend war eine Abschlussfeier im Historischen Gebäude, zu welcher der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Kropff-Federath'schen Stiftung geladen hatte.

Donnerstag, 19 Juli 2018 00:00

Partnerschaft Altenbeken - Betton 25 Jahre.

Seit 25 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Altenbeken und der französischen Stadt Betton. Nachdem die Vorgespräche in Frankreich unter Führung des damaligen stellv. Bürgermeister Rudolf Koch geführt worden waren, kam eine Delegation am 16. Juli 1993 an der Spitze der französische Bürgermeister Jean-Claude Heslot nach Altenbeken.

Am 17. Juli wurde dann im Museum in einem Festakt die Partnerschaftsurkunde von den Bürgermeistern Werner Niggemeier und Jan-Claude Heslot unterzeichnet

Er wohnte mit seiner Gattin im Hause Koch und selbstverständlich wurde im Garten die betronische Fahne gehisst. Gefeiert wurde an diesem Wochenende dieses Ereignis mehrfach, denn in Altenbeken war Schützenfest, und die französischen Gäste waren begeistert. Motor der Partnerschaft auf Altenbekener Seite war dann für viele Jahre Henriette Jost. Heute gibt es ein Partnerschaftskomitee mit Margret Wulf- Freitag, die im Oktober wieder mit einer Delegation in Betton weilt.

Sonntag, 24 Juni 2018 00:00

Schützenfest Altenbeken

Mittwoch, 20 Juni 2018 00:00

Die Währungsreform vor 70 Jahren.

Am 18. Juni 1948 geben die Militärregierungen der Westmächte über alle Rundfunksender bekannt, dass am Sonntag, dem 20. Juni 1948 die Durchführung der Währungsreform stattfindet. Von der Bank Deutscher Länder werden die in den USA gedruckten und in Frankfurt eingelagerten Banknoten verteilt. Zunächst können nur 40,00 D –Mark „Kopfgeld“ umgetauscht werden. Weitere 20,00 DM wurden dann im August ausgegeben. Löhne, Gehälter und Mieten werden 1:1, Sparguthaben 10:1 umgewertet.

Kühe geben plötzlich wieder Milch, Kartoffeln wachsen wieder. Es ist wie Zauberei in diesem Sommer des Jahres 1948:

Von einem Tag zum anderen füllen sich die Schaufenster der Geschäfte wieder mit Waren. Die Leute stehen davor und wundern sich – besonders auch über die hohen Preise. Sie schimpfen über die Warenhortung, auf die Schieber und ihre „krummen Geschäfte“.

Im Kölner Karneval entsteht das Lied:

„Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Pinkepinke, wer hat soviel Geld“.

Bei der Währungsumstellung werden über Nacht die kleinen Sparer ihres Vermögens beraubt. Die Hälfte des Geldes wird zudem auf ein Festgeldkonto blockiert, davon werden später noch einmal 70% gestrichen. Besitzer von Sachwerten gehören zu den Gewinnern der Reform. Die „Hamsterfahrten aufs Land“ sind vorbei. Der Schwarzhandel ist Vergangenheit.

In der Sowjetischen Besatzungszone erfolgte die Währungsreform am 23. Juni 1948. Da das neue Geld noch nicht gedruckt ist, werden die alten Reichsmarkscheine zunächst mit Coupons beklebt. Die Bürger erhalten 70,00 Mark sofort ausbezahlt. Hier verbessert sich der Lebensstandart jedoch nicht wesentlich, da die Zwangsbewirtschaftung beibehalten wird.

In den Westländern entfällt die Preisbildung und Bewirtschaftung – Ludwig Erhard setzt die Marktwirtschaft durch.

Hier sehen wir einen 50-DM-Schein der neuen, in den drei Westzonen und in Westberlin gültigen Währung.

Völlig unerwartet ist am Freitag, 8. Juni 2018, unser Vorstandsmitglied und Heimatgebietsleiter Paderborner und Corveyer Land Horst-Dieter Krus im Alter von 68 Jahren verstorben.

Der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) und die regionale Heimat- und Kulturpflege verlieren mit Horst-Dieter Krus einen vielfältig ehrenamtlich engagierten Akteur, fachlich versierten Ratgeber und Initiator zahlreicher Projekte in der Region, der aufgrund seiner zurückhaltenden, bescheidenen Art, seines wachen Blicks und kritischen Geistes weit über die Grenzen seines Heimatortes Bellersen hinaus geschätzt wurde. Mit seinem Wirken prägte er die Kulturregion Kreis Höxter mit. Besonders am Herzen lag ihm die Weiterentwicklung der Ortschaft Bellersen, welche sich heute unter dem Leitgedanken „Natur und Kultur auf dem Dorf" als Tourismus-Musterdorf des Landes NRW präsentiert.

Als ehemaliger Kreisarchivar hat Krus nach seinem Studium der Geografie und Anglistik an der Universität in Göttingen fast ein Vierteljahrhundert als Gedächtnis der Verwaltung und der Geschichte im Kreis Höxter fungiert. Zuvor arbeitete er an verschiedenen ortsgeschichtlichen Projekten. Nicht nur in seiner beruflichen Tätigkeit als Archivar, sondern auch als Heimatforscher, Ortsheimatpfleger und Mitglied der Kreisbewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ ist er vielen Bürgerinnen und Bürgern in der Region bekannt. Krus war seit 1991 Mitglied des Redaktionsteams für das „Jahrbuch Kreis Höxter“.

Die Abbenburg, wo Krus geboren wurde, hatte nachhaltigen Einfluss auf sein Wirken. Er beschäftigte sich intensiv mit den historischen Gegebenheiten im Kontext der Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff und teilte seine Erkenntnisse in verschiedenen Veröffentlichungen mit.

Daneben publizierte er Werke wie „Gärten und Parks im Kreis Höxter“, „Flüsse, Bäche, Auen im Kulturland Kreis Höxter“ und „Schützenfest und Schützenwesen“ wie auch verschiedene Heimatbücher sowie diverse Fachbeiträge im Kreisjahrbuch. Ferner sind seine Heimatbriefe und sein Libretto zum Musikrezitat „Der Winkelhannes“ zu erwähnen. Das Spektrum seines publizistischen Wirkens ist breit.

Neben seinen ehrenamtlichen Aktivitäten für den Westfälischen Heimatbund war Horst-Dieter Krus Beiratsmitglied im Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalen und im Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins Bellersen, um nur zwei weitere Funktionen herauszugreifen. Horst-Dieter Krus wird eine schmerzhafte Lücke in der Kultur- und Heimatpflege Westfalens hinterlassen. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Völlig unerwartet ist am Freitag, 8. Juni 2018, unser Vorstandsmitglied und Heimatgebietsleiter Paderborner und Corveyer Land Horst-Dieter Krus im Alter von 68 Jahren verstorben.

Der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) und die regionale Heimat- und Kulturpflege verlieren mit Horst-Dieter Krus einen vielfältig ehrenamtlich engagierten Akteur, fachlich versierten Ratgeber und Initiator zahlreicher Projekte in der Region, der aufgrund seiner zurückhaltenden, bescheidenen Art, seines wachen Blicks und kritischen Geistes weit über die Grenzen seines Heimatortes Bellersen hinaus geschätzt wurde. Mit seinem Wirken prägte er die Kulturregion Kreis Höxter mit. Besonders am Herzen lag ihm die Weiterentwicklung der Ortschaft Bellersen, welche sich heute unter dem Leitgedanken „Natur und Kultur auf dem Dorf" als Tourismus-Musterdorf des Landes NRW präsentiert.

Als ehemaliger Kreisarchivar hat Krus nach seinem Studium der Geografie und Anglistik an der Universität in Göttingen fast ein Vierteljahrhundert als Gedächtnis der Verwaltung und der Geschichte im Kreis Höxter fungiert. Zuvor arbeitete er an verschiedenen ortsgeschichtlichen Projekten. Nicht nur in seiner beruflichen Tätigkeit als Archivar, sondern auch als Heimatforscher, Ortsheimatpfleger und Mitglied der Kreisbewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ ist er vielen Bürgerinnen und Bürgern in der Region bekannt. Krus war seit 1991 Mitglied des Redaktionsteams für das „Jahrbuch Kreis Höxter“.

Die Abbenburg, wo Krus geboren wurde, hatte nachhaltigen Einfluss auf sein Wirken. Er beschäftigte sich intensiv mit den historischen Gegebenheiten im Kontext der Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff und teilte seine Erkenntnisse in verschiedenen Veröffentlichungen mit.

Daneben publizierte er Werke wie „Gärten und Parks im Kreis Höxter“, „Flüsse, Bäche, Auen im Kulturland Kreis Höxter“ und „Schützenfest und Schützenwesen“ wie auch verschiedene Heimatbücher sowie diverse Fachbeiträge im Kreisjahrbuch. Ferner sind seine Heimatbriefe und sein Libretto zum Musikrezitat „Der Winkelhannes“ zu erwähnen. Das Spektrum seines publizistischen Wirkens ist breit.

Neben seinen ehrenamtlichen Aktivitäten für den Westfälischen Heimatbund war Horst-Dieter Krus Beiratsmitglied im Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalen und im Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins Bellersen, um nur zwei weitere Funktionen herauszugreifen. Horst-Dieter Krus wird eine schmerzhafte Lücke in der Kultur- und Heimatpflege Westfalens hinterlassen. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Samstag, 02 Juni 2018 00:00

In Buke wird Schützenfest gedeiert

Dienstag, 29 Mai 2018 00:00

Fronleichnam

Fest der höchsten Lieben,

wo der Herr im Sakrament

verlässt des Tabernakels Zelle,

Lob und Dank ihm ohne End.

Er durchwandert unsere Straßen,

die geschmückt mit Birkengrün,

Fähnlein flattern in dem Winde,

viele tausend Blumen blüh’n.

In geweihten Priesterhänden

funkelt golden die Monstranz,

in der Brotsgestalt verhüllet

ist der ewigen Gottheit Glanz.

Hell ertönt das Silberglöckchen,

feierlich der Glocken Klang,

Böllerschüsse dröhnen mächtig,

fromm ertönet Lobgesang.

Weihrauch erfüllt die Lüfte,

Frieden atmet die Natur,

Gott im Sakramente segnet

Menschen, Tiere, Feld und Flur.

Therese Beine, Schwaney 1958

Samstag, 26 Mai 2018 00:00

Die Altenbekenner Verbindungskurve

Vor 60 Jahren wurde sie dem Verkehr übergeben und die Einweihung fand am 30. Mai 1958 statt.

Wegen Überlastung der Nord – Südstrecken u.a. zwischen Hannover – Eichenberg kam es zu erheblichen Engpässen im Zugverkehr. Es wurde deshalb eine Entlastung für die Strecke gesucht und man entschied sich, die Züge vermehrt in Richtung Kassel über Altenbeken zu leiten. Sehr umständlich erwies sich jedoch, dass die Züge im Bahnhof Altenbeken die Fahrtrichtung ändern mussten (Kopfmachen). Dieser umständliche Betriebsablauf veranlasste die DB eine eingleisige Verbindungskurve zwischen der Strecke Altenbeken – Kassel und dem Westportal des Rehbergtunnels hinter den Häusern am Hang des Sagetals zu bauen.

Im Jahr 1956 begann die DB dann mit den Vorbereitungen dieser Altenbekener Verbindungskurve (Gleis 200) und es wurden umfangreiche Bodenuntersuchungen vorgenommen. Auch mit den Eigentümern der Häuser musste verhandelt werden, denn verschiedene Dächer hatten noch Hohlziegel und mussten deshalb wegen Feuergefahr neu eingedeckt werden, denn die Züge wurden zu dieser Zeit noch überwiegend mit Dampflokomotiven befördert. Nachdem dann die Arbeiten ausgeschrieben waren, begann man am 18. Juni 1957 mit den Ausschachtungsarbeiten. Rund 115.000 cbm Fels und Bodenmassen mussten mit LKW, später auch mit Hilfe von Bauzügen u. a. nach Langeland, Buke und Kreiensen abgefahren werden. Der Aushub wurde u.a. zur Verstärkung von Bahndämmen und Aufschüttung ausgefahrener Forstwege verwendet. Sogar für die Trockenlegung und Höherlegung des Altenbekener Sportplatzes wurde das Steinmaterial verwandt. Es wurde mehr festerer Felsen vorgefunden, als man erwartet hatte. Doch trotz der schwierigen Bodenverhältnissen konnte die 1.147 Meter lange „Kurve 200“ oder „Abzweig 200“ genannte Gleisverbindung fristgerecht am 30. Mai 1958 – also vor 60 Jahren – dem Verkehr übergeben werden. Hierzu kam extra der Präsident der Bundesbahndirektion Hannover mit einen Sondertriebwagen angereist.

Für die Anbindung an die Streckengleise in Richtung Kassel und Hannover mussten die beiden Stellwerke Altenbeken Tunnel (At) und Altenbeken Süd (As) eingerichtet werden.

Zu erwähnen sei noch, dass in der Altenbekener Kurve nach der Inbetriebnahme verstärkt Lokpersonalwechsel stattfand. Hierzu hatte man extra mehrere kleine Unterkunftshütten aufgestellt, die mit Heizung und Telefonanschluss ausgerüstet waren. Vom nahen Bahnbetriebswerk war eine fußläufige Verbindung entlang der Gleise geschaffen worden.

Mittwoch, 16 Mai 2018 00:00

Pfingsten

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