Die Geschichte der beiden jüdischen Familien in Altenbeken.

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(v.l) Rudolf Koch, Ortsheimatpfleger, Claudius Rudolphi, Sparkassen – Geschäfts- Stellenleiter, Hermann Knaup, Hauptschulrektor, einige druckfrische Exemplare der Gedenkschrift wurden überreicht. (v.l) Rudolf Koch, Ortsheimatpfleger, Claudius Rudolphi, Sparkassen – Geschäfts- Stellenleiter, Hermann Knaup, Hauptschulrektor, einige druckfrische Exemplare der Gedenkschrift wurden überreicht.

Verfolgung und Leid jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger Altenbekens in der NS- Zeit wurde jetzt von Ortsheimatpfleger Rudolf Koch und der Historikerin Dr. Margit Naarmann in einer Dokumentation erarbeitet. Pünktlich zum 69. Jahrestag der Pogromnacht am 9. November 2007 übergab Rudolf Koch in der Aula der Altenbekener Hauptschule die ersten Exemplare der 38-seitigen Gedenk-schrift an die Schulen der Eggegemeinde. Er wünscht sich, dass damit im Unter-richt auch die lokale Geschichte aufgearbeitet werden kann. Der Rektor der Hauptschule Hermann Knaup erinnerte die Schülerinnen und Schüler bei der Übergabe der Dokumentation daran, dass mit der Pogromnacht vom 8. auf den 9. November 1938 das Fanal für die Judenverfolgung und den Genozid gewesen sei. Otsheimatpfleger Koch sagte, dass es wichtig sei, sich der Vergangenheit zu stellen, denn sonst könne man auch keine friedliche Zukunft gestalten. Er skizzierte das Schicksal der beiden jüdischen Familien Ikenberg und Süßmann. Von der Familie Ikenberg sind elf Angehörige ermordet worden, zwei Töchter überlebten den Holocaust. Der Familie Süßmann blieb ein ähnliches Schicksal erspart. Sie siedelten bereits 1936, zwei Jahre vor der Pogromnacht , nach Hamburg über, um von dort auszuwandern. Was viele Altenbekener gar nicht wissen: Nur ein Teil der Familie ist damals nach Amerika ausgewandert. Der Vater Moses Süßmann verstarb 1937 in Hamburg. Seine Frau Else und die Söhne Hans und Karl gelangten 1941 nach Barcelona. Hier starb die Mutter 1942 – die Söhne flohen dann allein nach Amerika. All diese Details sind in der Gedenkschrift auf-gearbeitet, die in den örtlichen Buchhandlungen und in der Sparkasse Pader-born zum Preis von 6 Euro erworben werden kann. Das Geldinstitut hat den 38 Seiten starken Band auch finanziell unterstützt. Ortschronist Hugo Düsterhus gestaltete das Layout. 

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