Heil´ge Agatha, Christi Braut: Dies Haus soll sein dir anvertraut! Schütz es vor Feuer und Brand,und das ganze Vaterland .Gibt uns auch einen heil´gen Sinn, Froh für Gott bis zum Tode hin!

geschrieben von 
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Die im Bildstock am Friedhof in Schwaney bis April 2011 eingestellte Statue ist im Laufe der Jahre durch Witterungseinflüsse beschädigt worden. Bei der Statue handelt es sich um ein Bildnis der heiligen Katharina von Alexandrien. Die Attribute Krone, Palmwedel und Buch sind beiden Märtyrerinnen zuzuordnen. Das Schwert ist jedoch ein Attribut der heiligen Katharina. Palmzweig, Rad und Schwert sind Attribute des Martyriums, die Krone ein Zeichen des Sieges über das Fleisch sowohl im Martyrium als auch in der gottgeweihten Jungfräulichkeit. In dem Schwaneyer Heimatbuch „Geschichte eines tausendjährigen Siedlungsraumes“ aus dem Jahre 1963 vom damaligen Ortsheimatpfleger Heinz Küting ist eine völlige andere Figur abgebildet. Hierbei handelt es sich wohl um eine Statue der heiligen Agatha. Der Verbleib ist nicht bekannt. Die Statue wurde aus Lindenholz von Josef Scherer, Birkenweg 10 geschnitzt. Die Initiative für die Beschaffung dieser stattlichen Figur ging vom ehemaligen Löschzugführer der Feuerwehr Schwaney, Johannes Striewe, Osttorstraße, 10 aus. Allen, die zum Gelingen beigetragen haben, herzlichen Dank. Die heilige Agatha hat sich in frühchristlicher Zeit für den Weg mit Jesus entschieden, was sie das Lebens kostete. Wir können durchaus sagen: sie war Feuer und Flamme für Christus und, wie ihr Name bedeutet, gut zu denen, die sie in Bedrohung um Hilfe anflehten. Auch die Feuerwehrleute bauen auf die heilige Agatha, wenn sie ihre gefahrvolle Aufgabe zu erfüllen haben. Am 2. Sonntag im Mai geht die Gemeinde Schwaney alljährlich die „Agatha-Prozession“. Im Hochamt weihte Pastor Frank Schäffer die neue Statue der heiligen Agatha. Im Rahmen der Prozession wurde sie im Bildstock eingestellt.

Gelesen 832 mal