Vor 60 Jahren (1957) - wurde das Kalkwerk durch Sprengung beseitigt.

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Schon um 1800 wurde im Durbeketal von den Altenbekenern Kalk gebrannt. Besonders beim Bau der Eisenbahn und des heimischen Viaduktes war der Baukalk heiß begehrt. Man sieht also, dass dieses über 150 Jahre alte wuchtige Bauwerk Zeuge ist von der Güte des Altenbekener Kalkes.

Der Unternehmer Johann Moritz baute am Bollaes zwei Schachtöfen für die Herstellung von Bau - und Düngekalk. Wenige Jahre später vergrößerte er seinen Betrieb durch den Bau von weiteren Kalköfen durch die Errichtung einer Ziegelei. Viele Altenbekener waren hier beschäftigt und deren Nachkommen können sich noch an den 62 Meter hohen Kamin mit einen Durchmesser von 4,35 erinnern. Um die erforderlichen Baustoffe zu transportieren wurde 1903 sogar ein Gleisanschluss erstellt, der heute noch zu erkennen ist.

Das Altenbekener Kalk - und Zementwerk wechselte im Laufe der Jahrzehnte mehrmals den Besitzer und am 10. November 1949 wurde es stillgelegt. Bei der Versteigerung kaufte dann die Gemeinde das Werk mit allen Gebäuden und die dazugehörigen 60 Morgen Land für 20.000 Mark. Alle Bemühungen einen neuen Käufer zu bekommen, blieben erfolglos. Da der wuchtige Schornstein im Kriege beschädigt worden war und eine Gefahr für die nahe vorbei führende Eisenbahnstrecke bedeutete, wurde er später gesprengt.

Das Bürohaus ist heute noch vorhanden, von wo aus die Leitung organisiert wurde, die wohl fünf Generationen in Altenbeken einen Arbeitsplatz gaben.

Hier baute später u. a. der Maschinenfabrikant Anton Driller seinen Betrieb.

 

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