Historie

Eine Geschichte zum Nachdenken ... aus der guten alten Zeit. Wenn man alte Akten in Stadt – oder Gemeindearchiven sichtet, dann stößt man unwillkürlich auch auf Vorgänge, die aus heutiger Sicht skurril erscheinen. Zum Beispiel die Akte des Amtes Lippspringe: Trunkenbolde betreffend ............. So liest man dann mit Datum vom 15. Januar 1897, dass auf Vorladung bei der Amtsverwaltung in Lippspringe der Mauerer XY erschien, der eine dem Trunke ergebene Person sei und „dieserhalb“ ernstlich ermahnt wurde. Weiter heißt es…
Vielfältige Spuren hat der 2. Weltkrieg - auch in der Altenbekener Natur - hinterlassen. Wo in einem 85 Meter langen U-förmigen Luftschutzstollen bei Bombenangriffen auf den Bekeviadukt Schutz gesucht wurde, fühlen sich inzwischen mehrere Feldermausarten sehr wohl, dass der Bunker zu den besonderen Schutzgebieten Europas zählt. Er ist zum Naturschutzgebiet "Egge Nord" eingestuft, welches 3100 Hektar umfasst. Nur wenige Altenbekener kennen diesen Stollen, dessen Zutritt in Kriegszeiten verboten war. In der Nähe war eine Flugabwehr mit Flakgeschützen stationiert und viele…
Im Sommer 1965 - also vor 50 Jahren - waren viele Gemeinden im Kreisgebiet Paderborn/ Büren von Hochwasser betroffen. Auch die damals eigenständige Gemeinde Schwaney blieb nicht verschont. Unser damaliger Heimatpfleger und Chronist Heinz Küting schrieb dazu in der Chronik: „Bis zum 15. Juli konnten für das erste Halbjahr höchsten drei Wochen warme und sonnige Witterung verzeichnet werden. Am Mittwoch gab es ein längeres, mittelschweres Gewitter mit schauerartigem Regen. Am Donnerstag folgte ein neues Gewitter mit heftigen Regenschauern. Am Freitagmorgen…
Am 23. Juni 1915 - also vor 100 Jahren - starb der 1. Pfarrer der HL. Kreuz Gemeinde Altenbeken Heinrich Bokel. Sein Geburtsort ist Eikeloh - heute ein Ortsteil von Erwitte im Kreis Soest - ein Dorf mit ca. 500 Einwohnern. Am 31. Dezember 1845 wurde er hier als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Nach dem Besuch der heimischen Grundschule ging er anschließend zum Gymnasium nach Rietberg und zum Theodonarianum Paderborn. Dann studierte er in Paderborn und Münster Theologie. Am 21.…
Das Bild zeigt die Unterzeichnung der Kapitulation - Urkunde. Endlich befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Als der Krieg zu Ende war, befanden sich in Altenbeken noch viele Kriegsgefangene und Fremdarbeiter. Sie hatten nun durch den Einmarsch der Amerikaner ihre Freiheit zurück erhalten. Um sich Lebensmittel und Kleidung zu beschaffen waren Einbrüche an der Tagesordnung. Auch Überfälle auf offener Straße waren an der Tagesordnung. Gerne wurden auch alleinstehende Bauerhöfe und sonstige Gebäude heimgesucht. Die deutsche Bevölkerung durfte daraufhibn…
Die Familie Struck in Altenbeken feiert in diesem Jahr Jubiläum. Die Hofstelle wird 325 alt. An der Stelle des ehemaligen Bauernhofes wurden schon im 16. Jahrhundert Eisensteine verhüttet. Auf dieser Singerschicht baute dann im Jahre 1690 der Bauer Johann Busch ein Bauernhaus in Fachwerkbauweise. Durch Heirat der Hoferbinnen änderte sich der Nachname über die Jahrhunderte. 1730 in Claes. dann Brockmann im Jahre 1867 und dann schließlich 1905 in Struck. Heute betreibt der Hoferbe Hubertus Struck keine Landwirtschaft mehr, sondern auf…
Aus dem Nachlass der Familie Plaß, Obere Sagstraße wurden der Heimatpflege sehr alte Dokumente, Bilder etc. zur Verfügung gestellt. Sie sind es wert einer größeren Öffentlichkeit zur Einsicht vorgestellt zu werden. Zum Teil sind sie über 100 Jahre alt, wie man erkennen kann. Ausgestellt wurde dieses Dokument zur Kommunion an Franz Plaß aus einer Ur-Altenbekener Familie stammend. Der Text: ANDENKEN AN DIE ERSTE HEILIGE COMMUNION: FRANZ PLAß HAT DIE ERSTE HL: COMMUNION EMPFANGEN IN DER PFARR= KIRCHE ZU Altenbeken DEN…
Im Jahre 1919 hatte man in Altenbeken noch keine Sorgen, dass die Schule wegen Kindermangel geschlossen werden musste. Wie auf dem Gruppenfoto (von Familie Plaß) zu erkennen ist waren allein 63 "Knaben" in einer Klasse. In dieser Zeit wurden die Jungen und Mädchen noch getrennt unterrichtet. Da ist es nicht verwunderlich, dass Lehrer Johannes Altrogge (rechts im Bild) auch einmal den Rohrstock betätigen musste.
Am 4. April 1945 wurde Altenbeken von amerikanischen Soldaten eingenommen. Durch die unsinnige Verteidigungshaltung junger SS-Soldaten mussten drei Zivilpersonen ihr Leben lassen. Die Altenbekener Bevölkerung sehnte das Ende des Krieges herbei – hatte sie doch als wichtigen Eisenbahnknotenpunkt in den letzten Monaten des Krieges sehr leiden müssen. Der Viadukt, der Bahnhof und viele Wohnhäuser waren durch Bomben zerstört. Noch am 30. März 1945 um 17:20 Uhr erlebte Altenbeken – durch zwei Jagdbomber – seinen letzten und sechsten Angriff. Die Altenbekener…
Es ist nun 25 Jahre her, dass die Lilienhahn - Quelle neben der Schützenhalle im Driburger Grund von den Schützen der Bollerborn - Kompanie eingefasst wurde. Ein Findling mit Hinweisschild, das von Schützenbruder Eduard Klahold gestiftet wurde, erinnert an die Quelle, die im Eggewald entspringt. Das Bild zeigt die Einweihungsfeier mit dem damaligen Hauptmann Alfred Hüsken +(3.v.r.) mit seinen Vorstandskollegen. Rechts im Bild der Stifter Eduard Klahold. Das Egge - Wasser wird von vielen "Wasserholern" sehr geschätzt und es herrscht…
Der Viadukt und etwa die Hälfte der Häuser in Altenbeken war zerstört oder beschädigt – vor allem im Unterdorf! 116 Häuser mit 120 Wohnungen zu 15% 20 Häuser mit 28 Wohnungen zu 16 – 40% 12 Häuser mit 23 Wohnungen zu 41 – 60% 38 Häuser mit 51 Wohnungen über 60% Insgesamt waren 191 von 420 Häusern betroffen und 222 von 649 Wohnungen! Durch Altenbeken nimmt die Völkerwanderung nun zu. Züge von Paderborn endeten vorübergehend an einem provisorischen Bahnsteig vor…
Ein Zeitzeuge der damaligen Zeit war auch der Werkmeister beim Bahnbetriebswerk Altenbeken, Anton Niggemeier, der spätere Ortsheimatpfleger in Altenbeken. Er hat die Angriffe miterlebt und niedergeschrieben: Wörtliche Wiedergabe: Ein schwarzer Tag in der Geschichte Altenbekens.“ All zu leicht werden im wechselnden Geschehen unserer Tage die Drangsale und Nöte jener Zeit vergessen, als in den letzten Kriegsmonaten der Bombenkrieg über unsere engere Heimat hinweg raste. Manche Schreckenstage sind jedoch unauslöschlich in das Gedächtnis unserer Generation eingetragen. Ein solcher Tag war für…