Die Bahnhofsgebäude in Altenbeken aus dem Jahre 1898 wurden jetzt abgerissen. Die Gebäude verfielen immer mehr.

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Das  erste Bahnhofsgebäude aus heimischen Sandstein wurde mit der Fertigstellung des Rehbergtunnels im Jahre 1864  fertiggestellt.  Dieses Empfangsgebäude wurde unter Denkmalschutz gestellt und wird auch noch von verschiedenen Bahnbediensteten,der Bahnhofsmission, etc. genutzt.
Im Jahre 1898 ließ die preußische Staatsbahn neben dem Empfangsgebäude, optisch dazu passende Neubauten errichten, um weitere Räumlichkeiten für das Dienstpersonal zu schaffen. Auch die Post war in früheren Jahren dort unterbracht. Es waren eine Kantine mit Küche eingerichtet sowie Büros, Unterrichts – und Sozialräume .
Nachdem im Laufe der letzten Jahre die Dienststellen in Altenbeken aufgelöst worden sind, brauchte man diese Gebäude nicht mehr und sie verfielen. Die Decken kamen herunter, die Fenster und Türen verfaulten  .....es sah schlimm aus!! Es wurde nicht mehr investiert.
Vor über 5 Jahren hat man zum Schutz der Reisenden ein Gerüst hier aufgestellt und eine Abzäunung erstellt. 
Eine Unterschutzstellung auch dieser Gebäude war aus Sicht der Heimatpflege nicht mehr zu vertreten, da die Kosten einer Instandsetzung in keinem Verhältnis stehen.. Es blieb daher nur noch der Abriss, da auch schon Unfallgefahr bestand. Auf wiederholte Anfragen bei den zuständigen Bahnmanagern fehlte es aber an finanziellen Mitteln, um diesen Missstand zu beheben. Für die Gemeinde Altenbeken war dieses keine gute Visitenkarte mehr.
Nun kam ab 18. Januar 2011der Bagger, um die aus Backsteinen erbauten Nebengebäude abzureißen. Um den normalen Zugverkehr tagsüber nicht zu behindern, können diese aufwendigen Abbrucharbeiten nur Nachts durchgeführt werden. Am Tage wird dann der Schutt mit einem Waggon über die Gleise abtransportiert. Diese Arbeiten, die ca. 400.000 Euro kosten, wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
„Trotzdem ist auch Wehmut zu spüren, dass so ein Stück Altenbekener Heimat – und Bahnhofsgeschichte von über 100 Jahren dem Bagger zum Opfer fällt.“
Was nun mit der ca. 800 Quadratmeter großen  freigewordenen Flächen in Zukunft geschehen soll, konnte auch Martin Nowosad, Leiter des Bahnmanagements Ostwestfalen aus Bielefeld, noch nicht sagen.
Hoffen wir aber, dass der Bahnhof wieder eine echte Visitenkarte für Altenbeken und des Paderborner Landes wird.

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