Vor 140 Jahren – am 19. Dezember 1872 - wurde die Hannover – Altenbekener – Bahn fertig gestellt

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Im 19. Jahrhundert waren alle Staaten in Deutschland bestrebt, viele Eisenbahnverbindungen zu schaffen. So auch das Königreich Hannover, welches zwar schon westwärts über Minden zum Ruhrgebiet und nach Köln sowie nordwärts nach Hamburg und ostwärts über Braunschweig und Magdeburg nach Berlin angeschlossen war. Ferner ging eine Strecke über Göttingen nach Kassel und Frankfurt. Nur der Südwestzipfel des Königreiches über die alte Rattenfängerstadt Hameln, Bad Pyrmont in Richtung Altenbeken mit Anschluss an die Preußisch Westfälische Staatsbahn musste noch das neue Verkehrsmittel entbehren.
So trat dann 1868 ein Comite’ unter der Leitung des Erblandmarschalls Grafen Münster zusammen, das den Bau der Hannover – Altenbekener (HAE) durch eine Aktiengesellschaft beschloss. Ihr wurde eine Beteiligung „durch einen erheblichen Betrag durch den Herrn Strousberg aus Berlin“ in Aussicht gestellt. Hier taucht zum erstmals für die HAE der Name des deutschen „Eisenbahnkönigs“ Henry Bethel Strousberg auf.

Eisenbahn

Nachdem die Durchführung der Strecke dann durch Staatsverträge mit den Herzogtum Braunschweig, mit den Fürstentümern Lippe, Waldeck ect. geregelt worden waren, erhielt die HAE auch von der Königlich, preußischen Regierung am 25. November 1868 die Konzession zum Bau dieser Eisenbahn - Strecke.(siehe Vertrag)

Tunnel794

Mit dem ersten Spatenstich wurde am 25. November 1868 bei Weetzen begonnen. Dann ging es in mehreren Etappen weiter und die Strecke bis Hameln konnte am 13. April 1872 eröffnet werden. Am 10. August 1872 war man in Steinheim angekommen und die restlichen 21 Kilometer bis Altenbeken schaffte man dann am 19. Dezember 1872.
Von der Hannover – Altenbekener Eisenbahn wurde dann im Rehbergtunnel, der von Anfang an für den lichten Raum zweier Gleise gebaut worden war, das 2. Gleis verlegt.

Tunnelportal1

Auf dem Bild ist zu erkennen, dass der Rehbergtunnel vor 1872 mit nur einen Gleis ausgestattet war. Es stammt also aus der Zeit vor 1872.
Ferner wurden in Altenbeken einige Dienstgebäude für das eigene Weichensteller- und Zugpersonal erstellt. Damit erwarb sie das Recht zum Mitbetrieb zwischen der Tunnelstation (Langeland) und dem Bahnhof Altenbeken.

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