Rehberg – Tunnel seit dem 28. September 2013 wieder befahrbar. Sechsmonatliche Vollsperrung zur Sanierung des Bauwerkes wurde planmäßig beendet.

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Es war das 2. Mal, dass dieses wichtige Bauwerk eine Vollsperrung erfahren musste. Die erste war im Jahre 1905, als nach einem Wassereinbruch ein Stück Gewölbe herunter stürzte und einen Personenzug zum Entgleisen brachte. Es dauerte ein Jahr, bis der Tunnel wieder befahrbar war.

1 Zug

Durch den Rehbergtunnel fahren täglich ca. 120 Züge mit 4.500 Reisenden, sowie zusätzlich in der Regel ca. 50 bis 60 Güterzüge. In den sechs Monaten wurde der Oberbau (Schienen und Schwellen) erneuert und das Schotterbett vollständig ausgetauscht. Hierfür waren in dem 1632 Meter langen Tunnel 15.000 Tonnen Schotter erforderlich.
Ein weiterer Anlass war die notwendige Nachrüstung  der Sicherheitstechnik.
Hier wurden „die Anforderungen des Brand – und Katastrophenschutzes für Eisenbahntunnel“ angewandt.
Es wurde deshalb im Rehbergtunnel ein feuergeschützter Kabelkanal verlegt, der die Sicherheitsbeleuchtung speist.
Außerdem wurden eine Löschwasserleitung mit Entnahmestellen von 125 Meter Abstand eingebaut, die von den Löschwasser-Zisternen, welche auf den Rettungs-plätzen an beiden Portalen eingebaut sind, gespeist wird.
Außerdem sind Steckdosen (Elektranten), Fluchtwegkennzeichen und Tunnelfunk - Antennen für die Feuerwehr installiert.
Insgesamt investierte die DB – Netz – AG für die Sanierung des bedeutenden Eisenbahnknotenpunkts 22 Millionen Euro. Bis Februar 2014 stehen noch Rest-arbeiten an, die den Zugverkehr aber nicht beeinträchtigen. Es werden an beiden Portalen noch Rettungsplätze angelegt, ferner zwischen den Schwellen noch Gitterroste eingebaut.
Die Reisenden können sich auf jeden Fall freuen, dass der Schienenersatzverkehr nun eingestellt werden konnte, bei dem sie zwangsweise vom Zug in den Bus umsteigen mussten. Hiervon betroffen - so wurde bekannt gegeben bei der Wiedereröffnung des Tunnels -  waren 700.000 Fahrgäste.
Hierfür wurde den Reisenden ein großer Dank ausgesprochen.
Ulrich Conradi, Verbandsvorsteher des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter, wies auf die Bedeutung des Tunnels für den Schienenpersonennahverkehr hin.
„Ohne ihn sei ein funktionierender und nachfragegerechter Verkehr in Ostwestfalen – Lippe nicht vorstellbar.“

Tunneler

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