Die alte Kapelle

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Wo des Dorfes Häuser enden
wo die hohe Brücke steht
zwischen moosbewachs’nen Wänden
sich im Bach ein Mühlrad dreht.
Wo der Sonne Strahlen sinken
hinter Wäldern geh’n zur Ruh
ihre letzten Grüße winken
einem alten Kirchlein zu.
Zwar vermisst man Raum und Größe
stolze Dome Pracht und Zier.
Baumesschatten deckt die Blöße
dieses kleinen Kirchleins hier.

Still und traut, so recht zum Beten
alle Unrast liegt so fern.
Generationen flehten
hier zu ihrem Gott und Herrn.
Auf der Straße rauscht das Leben
immer ruhlos, rastlos, laut.
Doch die frommen Pilger streben
zur Kapelle, still und traut.
Wenn wir uns’re Straßen wallen
durch das Leben groß und klein,
möge die Kapelle allen
immer Hort und Heimat sein.

Ein Gedicht über die alte Kreuzkapelle
vom früheren Ortsheimatpfleger
Anton Niggemeier

Gelesen 1533 mal