Pfarrer Heinrich Bokel vor 100 Jahren gestorben.

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Am 23. Juni 1915 - also vor 100 Jahren - starb der 1. Pfarrer der HL. Kreuz Gemeinde Altenbeken Heinrich Bokel. Sein Geburtsort ist Eikeloh - heute ein Ortsteil von Erwitte im Kreis Soest - ein Dorf mit ca. 500 Einwohnern. Am 31. Dezember 1845 wurde er hier als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Nach dem Besuch der heimischen Grundschule ging er anschließend zum Gymnasium nach Rietberg und zum Theodonarianum Paderborn. Dann studierte er in Paderborn und Münster Theologie. Am 21. März 1874 wurde er dann im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Der Kulturkampf zwischen Reichskanzler Otto von Bismarck und dem Papst Pius IV. ging scharf gegen die kath. Geistlichkeit vor. Er dauerte von 1871 bis 1878 und zwang den jungen Geistlichen erst in Eikeloh zu bleiben, da in dieser Zeit keine hl. Messen gefeiert werden durften und Priester verfolgt wurden. Nach dieser schlimmen Zeit wirkte er dann im Bistum Regensburg. Am 23. Dezember 1884 wurde er dann als Vikar nach Altenbeken versetzt. Zu dieser Zeit gehörte das Dorf noch zur Pfarrei St. Dionysius Buke. Als durch seine Bemühungen Altenbeken zu einer selbstständigen Pfarrei zu machen Erfolg hatten, ernannte ihn das Erzbistum Paderborn am 4. September 1894 zum ersten Pfarrer Altenbekens. Ihm ist es zu verdanken, dass die Gemeinde, welche durch den Eisenbahnbau an Einwohnern stark zugenommen hatte und die Alte Kirche am Anfang des Dorfes nicht mehr ausreichte, in der Dorfmitte die heutige HL. Kreuz Kirche zu bauen. Im Oktober 1905 war das Werk vollendet und konnte dann am 25. Oktober 1905 durch Bischof Dr. Wilhelm Schneider konsekriert werden. Ferner baute er ein neues Pfarrhaus (1907) und ein neues Jugendheim an der Kuhlbornstraße. Pfarrer Bokel starb nach segensreicher Tätigkeit am 23. Juni 1915 - also vor 100 Jahren - im Alter von 70 Jahren. Er wurde auf dem neuen Friedhof nahe der Kreuzkapelle - seiner ersten Wirkungsstätte als Vikar - zur letzten Ruhe gebettet. Zu Ehren dieses verdienten Pfarrers wurde auch eine Straße mit dem Namen Bokelweg nach ihm benannt.

 Das Bild zeigt: Vikar Heinrich Bokel bei der Alten Kirche und der Vikarie - dem Wohnsitz der Geistlichen um 1900. Mit im Bild: Küster Freitag und der spätere Pater Freitag als Kind .

 

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