Vor 40 Jahren- am 5. Juni 1976 - wurde das Eggemuseum eröffnet.

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Zur Geschichte des Museums:

Das Altenbekener Egge – Museum wurde am 5. Juni 1976 mit viel Prominenz u. a. Heinrich Pohlmeier MdL, Landrat Köhler, Oberkreisdirektor Henke feierlich eingeweiht. „ Das hier ist kein Museum für Heizungsfachleute, was man angesichts der vielen Ofenplatten und Öfen vermuten könnte, sondern ein Museum, welches das Alltagsleben der Vergangenheit und auch des geistigen Lebens vergegenwärtigen soll. Ausgangspunkt war die Eisengewinnung und die Eisenverarbeitung“, so der damalige Geschäftsführer der Vereinigung Westfälischer Museen Dr. Siegfried Kesselmeier. Bis es soweit war, dass dieses Egge – Museum am Pfingstsamstag des Jahres 1976 endlich der Öffentlichkeit übergeben werden konnte, war viel Engagement und viel Geld und Geduld nötig. Der Grundstein wurde schon viele Jahre vorher gelegt, als der ehemalige Bürgermeister Heinrich Menne begonnen hatte, alten Hausrat, Werkzeuge, landwirtschaftliche Arbeitsgeräte, aber vor allem Ofenplatten und Gegenstände der früheren Altenbekener Eisenhütte zu sammeln. Als der Bauer Josef Driller den alten „Bessenhof“ aufgab und aussiedelte, erwarb die Gemeinde 1964 das alte Hofgebäude für 90 000 DM und hatte damit ein Domizil für das „Egge Museum“ gegründet. Mit den Erwerb war es natürlich nicht getan, denn es mussten noch erhebliche Umbauarbeiten durchgeführt werden.

Bis zur Eröffnung mussten über 1/2 Millionen DM ausgegeben werden. An den Kosten beteiligte sich der Kreis Paderborn und der Landschaftsverband Münster. In den folgenden Jahren mussten wieder erhebliche Mittel investiert werden. Das Dach wurde neu eingedeckt, die Fenster erneuert und die Außenfassaden neu gestrichen . Anfang der 90ger Jahren dienten die Nebenräume dieser kulturellen Einrichtung vorübergehend sogar als Wohnung für Aussiedler aus den osteuropäischen Ländern. Um die Attraktivität des Museums als Anziehungspunkt für Besucher zu festigen und zu erweitern wurden in den Jahren 1999/2000 wieder umfangreiche Arbeiten am „Egge Museum durchgeführt. Mit einem Kostenaufwand von 360.000 DM wovon 50% durch das EU- Programm „Leader II“ gefördert wurden, ist dann hier eine multifunktionelle Einrichtung entstanden. Hier fanden Kleinkunstveranstaltungen, Ausstellungen, Konferenzen und sonstige Aktivitäten statt. Auch die Eisenbahnfreunde haben hier ihr Domizil aufgeschlagen, um ein Stück Eisenbahnergeschichte zu präsentieren. Am 1. Mai 2000 wurde das Museum dann nach erfolgreicher Renovierung unter reger Beteiligung der Altenbekener Bürgerinnen und Bürger sowie der Europaabgeordneten Mechthild Rothe neu eröffnet. "Altenbeken hat jetzt eine Kulturstätte von überregionaler Bedeutung", so der Bürgermeister Wessels. Die Räume wurden vom ev. Pfarrer Pothmann und dem kath. Pfarrer Wiedeking eingesegnet. Doch als das Kulturbüro Altenbeken verließ, das von Carsten Hormes erfolgreich betrieben wurde, ist es still um das Altenbekener Ofenplatten - Museum geworden. Diese Kultureinrichtung , die mittlerweile in 14 Städten in der Region Kabarett und Musik veranstaltet, war eine Bereicherung für Altenbeken. Auf Beschluss des Gemeinderates ist hier nun ein gastronomischer Betrieb - die so genannten Museumsstuben - eingerichtet.

 Das Bild zeigt den alten Bessenhof - eingefügt sind Bauer Josef Driller (links) und Bürgermeister Heinrich Menne (rechts)

Gelesen 1520 mal