Das Alten- und Pflegeheim "Haus zur Egge" in Altenbeken wurde am 30. Juni 2016 geschlossen

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Dieses Haus gehörte in früheren Jahren zur Frankschen Eisenhütte und diente als Lagerhaus. Im Jahre 1935 kaufte der Unternehmer Willi Walecki das Grundstück mit dem Altbau und nutzte es als Wohnhaus. In einen Nebengebäude errichte er eine "Lackfabrik". Diese musste aber wegen starker Geruchsbelästigung später geschlossen werden. Als die Familie dann nach Paderborn verzog, vermietete er dieses Haus und es wurde hier im Jahre 1959 ein offizielles Kneip - und Kurheim eingerichtet. 1964 kaufte dann eine Frau Reinel die Immobilie und eröffnete in dem Haus eine Gaststätte und Hotel . Nach Schließung des Gastbetriebes wurde es als Altenheim für sieben bis acht ältere Bewohner umgerüstet. Im Jahre 1980 erwarben dann die Eheleute Siegfried und Monika Chrobasik das Haus, bauten es um und richteten hier 1982 eine Pflegeabteilung für sieben Schwerstpflegebedürftige ein und betreuten durchschnittlich etwa 13 bis 15 Heimbewohner. Dann ist das Haus 1985 an den staatlich anerkannten Altenpfleger und diplomierten Heimleiter Wolfgang Freiberg und seiner Ehefrau verkauft worden. 3 Jahre später investierte die Familie Freiberg ca. 900.000 DM für weitere Umbauten und einen Anbau für zusätzlich 14 Betten, sodass dann ca. 33 ältere und pflegebedürftige Menschen hier betreut werden konnten. Eine parkähnliche, schöne Gartenanlage auf dem ehemaligen Hüttengelände, sowie Terrassen erlaubten den Heimbewohnern gemütliche Stunden im Freien. Im Jahre 1994 übernahm Familie Lynen dieses Alten - und Pflegeheimes, zuletzt wurde es von Sohn Stephan und seiner Gattin Therese geleitet. Das Haus hatte 32 Pflegeplätze, diese waren aufgeteilt in 16 Einzel - und 8 Doppelzimmer. Alle waren behindertengerecht eingerichtet und ermöglichten auch Rollstuhlfahrer/Innen komfortables Wohnen. Doch nun wurde es leider zum 30. Juni 2016 geschlossen und über 30 Voll - und Teilzeitkräfte verloren ihren Arbeitsplatz. "Gründe hierfür waren gesetzliche Auflagen baulicher Art , die bis zum 1. Januar 2018 realisiert werden mussten. Der Aufwand hierfür war aber wirtschaftlich nicht vertretbar, sodass eine Weiterführung als Alten - und Pflegeheim nicht möglich war", so der scheidende Heimatleiter.

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