Kriegerehrenmal auf dem Alten Friedhof restauriert

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Zur Historie:

Das Kriegerehrenmal auf dem alten Friedhof wurde am 1. August 1922 errichtet und am 6. August 1922 feierlich eingeweiht Es wurde von den Bildhauern Gebrüder Braun hergestellt und kostete in der damaligen Inflationszeit die stolze Summe von 90 000 Mark. In der Gemeindechronik wurde vermerkt: „Zur Deckung der Restschuld, die durch das Kriegerdenkmal entstanden ist, schenkte der Deutschamerikaner Hoeschen 14 Dollar - dieses sind 42 000 Mark“. Errichtet wurde das Ehrenmal für die 54 Altenbekener, die im Krieg 1914/18 gefallen sind. Ihre Namen sind auf der Ost - und Westseite eingemeißelt. Ferner erinnert es an die zwei gefallenen Soldaten des Krieges 1870/71, deren Namen auf der Rückseite eingemeißelt wurden.

Auf der Vorderseite lesen wir:

Deutscher entblösse Dein Haupt,

Du stehst an heiligem Orte,

Namen gemeisselt in Stein,

Verkünden gewaltige Worte.

Helden gefallen im Ringen,

um Deutschlands Ehre und Sein,

Nie wird Ihr Name verklingen

Geheiligt soll er uns sein. 1914 - 1918.

Auf der Rückseite ist wie folgt eingemeißelt:

Gebrüder Braun 1922

Ferner die Widmung:

Ihren gefallenen Mitbürgern,

die dankbare Gemeinde Altenbeken.

Viele Jahre wurde jedoch wenig zur Unterhaltung dieses Denkmals getan. Nach dem 2. Weltkrieg 1939/45 wurde es sogar als Zielscheibe von übermütiger Soldaten der Besatzungsmacht missbraucht, die hier ihre Schießübungen machten. Auch bei den Bombenangriffen erhielt es einige Splitter und den Rest besorgten die Bombeneinflüsse. Ende 1992 wurde das denkmalgeschützte Mahnmal auf Beschluss des Rates zum Preise von 10 000 DM restauriert. Nun wurde es in diesen Tagen (Mai 2017) wieder von Schmutz befreit und auch das Umfeld wurde gesäubert. In jedem Jahr zum Auftakt des Schützenfestes wird zum Gedenken der Toten von der Sankt Sebastian Schützenbruderschaft ein Kranz niedergelegt.

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