Vor 40 Jahren am 14. Oktober 1977 wurde die Museumslokomotive aufgestellt.

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Als die Restaurierungsarbeiten im Altenbekener Bahnbetriebswerk abgeschlossen waren, wurde eine Überführung zum jetzigen Standort organisiert. Ein direkter Transport war wegen der niedrigen Eisenbahnunterführungen nicht möglich. Sie musste deshalb erst per Schiene mit einer Elektrolok nach Paderborn Nord überführt werden, dieses geschah in den Morgenstunden des 14. Oktober 1977. Für das Personal des Ausbesserungswerkes war es das Ereignis des Jahres, als die Lokomotive an der Rampe eintraf und Lok und Tender auf einen Tieflader gezogen wurden.

Dann ging die "Reise" los und viele "Schaulustige" waren entlang der Route anzutreffen. Für die Lokomotive war es ein Triumphzug, als sie ihre letzte Fahrt unter den Viadukt nahm - war sie doch viele Kilometer auf der über 150 Jahren alten Beketalbrücke gefahren. Von Paderborn die Steigung hinauf, mit schwerer Last am Haken verbrauchte sie bei 1200 Tonnen Zuglast 2 - 3 Tonnen Kohle. Ja die Heizer mussten schon was leisten, aber heute hatte sie es besser, sie brauchte sich auf der Gebirgsstrecke nicht abquälen - heute wurde sie gefahren. Die 17 Kilometer auf zwei riesigen Tiefladern waren für die vielen Fotografen ein schönes Motiv. Gezogen von jeweils 400 PS starken Bundesbahnschleppern traten Lok und Tender den Weg auf der Straße über Benhausen und Neuenbeken nach Altenbeken an. Am Nachmittag, nach rund 90minütiger Fahrt, war das Ziel erreicht.

Hier wurde sie von einer großen Menschenmenge empfangen und unter den Klängen der Bundesbahn-Sozialwerk-Kapelle wurde sie auf die Schienen gezogen. Der Gemeinderat hatte sogar zu einen Umtrunk eingeladen - es wurde also richtig gefeiert.

Die Lokomotive wurde immer von der Initiative Museumslokomotive unter der Leitung von Ortsheimatpfleger Rudolf Koch gepflegt. Sie bestand zum größten Teil aus früheren Lokomotivführern, die noch in früheren Jahren "Dampfrösser" führten.

Im Jahre 2006 hat sich diese ehrenamtliche und fachkundige Vereinigung aufgelöst und die Lokomotive ist zur Zeit in einem schlechten Zustand. Die Freunde und pensionierten Lokomotivführer, die 30 Jahre diese Museumslokomotive gepflegt haben, wissen genau, welche Arbeiten verrichtet werden müssen, auch Material, wie Lampen, Schrifttafeln etc. sind noch vorhanden. Wie der Presse zu entnehmen war, wurde schon ein Gutachten erstellt, hier wurde mitgeteilt, dass der Tender mit einem Tieflader in das frühere Bahn-Betriebswerk überführt werden soll, um hier restauriert zu werden.

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