Am 28. Januar 1998 - also vor 20 Jahren - wurde der Eggetunnel angeschlagen

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Kaltes Wetter und Schneetreiben herrschte beim Anstich in der Egge.

ein Bericht von: Rudolf Koch, Ortsheimatpfleger Altenbeken

Als die Deutsche Bahn AG die Strecke Paderborn - Altenbeken - Kassel ausbaute, wurde mit massiven Baumrodungen der Bau des Eggetunnels begonnen, dann begannen die Erdarbeiten und es waren von dem Verkehr der Baufahrzeuge besonders die Dörfer Asseln, Lichtenau und Scherfede betroffen. Die Querung der Egge war ein Teil der Ausbaustrecke, die bereits im Bundesverkehrswegeplan 1985 enthalten war und nach der deutschen Vereinigung im Jahre 1989 hatten die Ost - Westverbindungen im gesamten Deutschen Schienennetz an Bedeutung gewonnen. Die Planungen warfen eine ganze Reihe Problemzonen auf, denn die Strecke durchschneidet die zusammenhängenden Waldgebiete der Egge, tangiert ein landschaftsorientiertes Erholungsgebiet und verläuft in der Nähe des lokal bedeutsamen Biotops „Glasewasser“ und der Wasserschutzzonen II und III eines Wasserwerks. Im Zuge der Planungen wurde die Tunnelstrecke von zunächst 550 Meter auf 2 880 Meter verlängert und hierdurch wurde in vielen Bereichen die Natur geschont.

Am 28. Januar 1998 - also vor 20 Jahren - wurde bei Schneetreiben und kalten Wetter im Staatsforst Neuenheerse der Tunnel im Beisein von vielen Bürgerinnen und Bürgern, sowie der Lokalprominenz angeschlagen. Mit drei Hornsignalen wurde die erste Sprengung angekündigt. Dann ruhte die ganze Aufmerksamkeit auf den Sprengmeister Jürgen Jendel, der die ersten Sprengladungen im Fels der Egge zündete. Zuvor hatte Tunnelpatin Margarita Stempel den Arbeitern einen guten Verlauf gewünscht und die beiden Geistlichen Hermann Josef Sander und Christoph Röthemeier hatten auf der Baustelle einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert, in dessen Verlauf auch zwei Barbara - Figuren gesegnet wurden. Eine von ihnen hat ihren Platz dauerhaft im neuen Tunnelbauwerk gefunden. Die maximale Breite des Tunnels beträgt 12,73 Meter, die Maximalhöhe 10 Meter. und die Teuftiefe beträgt an der höchsten Stelle 58 Meter. Bei den Planungen für diesen Neubauabschnitt „Eggequerung“ hat die Deutsche Bahn AG besonders die Belange des Natur - und Umweltschutzes berücksichtigt. In den Einschnitten südlich des Tunnels wurden Stützmauerwerke angeordnet, um die Inanspruchnahme ökologisch besonders wertvoller Flächen zu reduzieren.

Die Bilder im Anhang zeigen:  

Am 28.Februar 1998 wurde im Staatsforst Neuenheerse der Tunnel angeschlagen. Das Bild zeigt die erste Sprengung im Fels der Egge

Es wurde ein Gottesdienst abgehalten und die Babara Figuren gesegnet.

Im Bild auch der damalige Bürgermeister Müller und Landrat Wansleben.

Viele Gäste waren gekommen trotz Schneetreiben.

Fotos: Rudolf Koch

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