Das erste private Windrad in Altenbeken wurde vor 40 Jahren gebaut.

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Heute ist das Eggedorf von Windgiganten umgeben.

Wenn man heute über das Rühenfeld wandert, das sich oberhalb Altenbekens befindet, erblickt man zahlreiche Windräder. Der erste, der diesen Schritt wagte einen privaten Binnenland-Windpark zu bauen war Anton Driller, Inhaber eines Maschinenbaubetriebes in Altenbeken. Er hat als erster Privatinvestor den unternehmerischen Mut bewiesen, im Binnenland einen Windpark zu errichten.

Der patente Praktiker, der den Konstrukteursberuf von der Pike auf erlernte, errichte schon im Jahre 1978 - also vor 40 Jahren - eine Brümmer-Windkraftanlage, um damit seine Werkhalle zu beheizen - sie war also nicht netzgekoppelt. Seitdem hat der Wind den Maschinen- und Fahrzeugbauer nicht mehr losgelassen.

10 Jahre später, plante Anton Driller weitere Windräder in Altenbeken aufzustellen. Hierzu schien ihm das Rühenfeld gut zu eignen und er stellte hier einen Windmessmast auf. Das Ergebnis sprach für sich, denn in eine Höhe von zehn Metern wehte der Wind mit eine Geschwindigkeit von durchschnittlich fünf Meter pro Sekunde.

Daraufhin errichtete auch die Pesag ( Paderborner Elektrizitäts- und Straßenbahn AG ) am 16. Oktober 1990 hier ein Windrad zu Testzwecken.

Mit dem Wissen, welcher Wind auf dem Hügel bläst, besuchte Driller dann im Herbst 1991 die Windmesse in Husum, die in jenem Jahr zum zweiten Mal stattfand. Beim Nordex-Stand war er mehr als begeistert. und er entschied sich zum Kauf von vier 150- kW-Anlagen vom dänischen Hersteller. Die beiden Besitzer des Grundstücks auf dem Plateau konnte er auch schnell von seiner Idee begeistern und für einen Preis von monatlich 2,50 Mark pro Quadratmeter überließen sie ihm ihren Teil vom Rühenfeld für 35 Jahre. So standen ein halbes Jahr später vier Nordex N 27 mit 36 Meter hohen Gittermasten und 27 Meter großen Rotoren auf dem Rühenfeld in Altenbeken/Buke. (siehe Bilder im Anhang)

Am 29. Mai 1992 konnte mit einem großen Fest der erste privat betriebenen Windpark imBinnenland offiziellin Betrieb genommen werden.

Der damalige Landrat Joseph Köhler äußerte die Hoffnung, die beispielhafte Tat von Anton Driller möge Schule machen und setzte mit einen Knopfdruck zusammen mit Anton Driller die Windräder in Bewegung. (siehe Bilder im Anhang)

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