Die Altenbekenner Verbindungskurve

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Vor 60 Jahren wurde sie dem Verkehr übergeben und die Einweihung fand am 30. Mai 1958 statt.

Wegen Überlastung der Nord – Südstrecken u.a. zwischen Hannover – Eichenberg kam es zu erheblichen Engpässen im Zugverkehr. Es wurde deshalb eine Entlastung für die Strecke gesucht und man entschied sich, die Züge vermehrt in Richtung Kassel über Altenbeken zu leiten. Sehr umständlich erwies sich jedoch, dass die Züge im Bahnhof Altenbeken die Fahrtrichtung ändern mussten (Kopfmachen). Dieser umständliche Betriebsablauf veranlasste die DB eine eingleisige Verbindungskurve zwischen der Strecke Altenbeken – Kassel und dem Westportal des Rehbergtunnels hinter den Häusern am Hang des Sagetals zu bauen.

Im Jahr 1956 begann die DB dann mit den Vorbereitungen dieser Altenbekener Verbindungskurve (Gleis 200) und es wurden umfangreiche Bodenuntersuchungen vorgenommen. Auch mit den Eigentümern der Häuser musste verhandelt werden, denn verschiedene Dächer hatten noch Hohlziegel und mussten deshalb wegen Feuergefahr neu eingedeckt werden, denn die Züge wurden zu dieser Zeit noch überwiegend mit Dampflokomotiven befördert. Nachdem dann die Arbeiten ausgeschrieben waren, begann man am 18. Juni 1957 mit den Ausschachtungsarbeiten. Rund 115.000 cbm Fels und Bodenmassen mussten mit LKW, später auch mit Hilfe von Bauzügen u. a. nach Langeland, Buke und Kreiensen abgefahren werden. Der Aushub wurde u.a. zur Verstärkung von Bahndämmen und Aufschüttung ausgefahrener Forstwege verwendet. Sogar für die Trockenlegung und Höherlegung des Altenbekener Sportplatzes wurde das Steinmaterial verwandt. Es wurde mehr festerer Felsen vorgefunden, als man erwartet hatte. Doch trotz der schwierigen Bodenverhältnissen konnte die 1.147 Meter lange „Kurve 200“ oder „Abzweig 200“ genannte Gleisverbindung fristgerecht am 30. Mai 1958 – also vor 60 Jahren – dem Verkehr übergeben werden. Hierzu kam extra der Präsident der Bundesbahndirektion Hannover mit einen Sondertriebwagen angereist.

Für die Anbindung an die Streckengleise in Richtung Kassel und Hannover mussten die beiden Stellwerke Altenbeken Tunnel (At) und Altenbeken Süd (As) eingerichtet werden.

Zu erwähnen sei noch, dass in der Altenbekener Kurve nach der Inbetriebnahme verstärkt Lokpersonalwechsel stattfand. Hierzu hatte man extra mehrere kleine Unterkunftshütten aufgestellt, die mit Heizung und Telefonanschluss ausgerüstet waren. Vom nahen Bahnbetriebswerk war eine fußläufige Verbindung entlang der Gleise geschaffen worden.

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