Rudolf Koch

Rudolf Koch

Corona – dieses Wort ist aktuell allgegenwärtig und macht uns alle betroffen. Auch an Schwaney und unseren Veranstaltungen zum Dorfjubiläum geht dieses Thema und seine erheblichen Folgen nicht spurlos vorbei.
So sind wir sehr traurig und müssen euch mitteilen, dass die kommenden Veranstaltungen im Interesse und zum Schutz der Menschen auf Basis der von der Regierung verfügten Vorgabenabgesagt werden.

Dazu zählen zunächst folgende Veranstaltungen:
22.03.2020 Taizé-Gottesdienst fällt aus
27.03.2020 Jugend-Vereinsturnier fällt aus
01.05.2020 112 % Feuerwehr und Neubürgerempfang fällt aus
Die Segnung und Vorstellung des neuen Feuerwehrfahrzeugs findet ggfls. zu einem späteren Zeitpunkt statt.
15./17.05.2020 Theateraufführung der KFD in der Schützenhalle
Die Theateraufführungen der KFD werden auf einen späteren Termin verschoben. Die bereits erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite: www.kfd-schwaney.de
Für die weiteren Veranstaltungen ab Juni 2020 müssen wir abwarten, wie sich die Gesamtsituation in Deutschland entwickelt. Wir halten euch durch weitere Mitgliederinformationen, aber auch über die Internetseiten www.schwaney.de, www.heimatverein.schwaney.de, die Facebook-Seite „Schwaney“ sowie über Instagram unter „schwaneymeineheimat“ auf dem Laufenden.
Unsere dringende Bitte: Helft mit, dass diese Krisensituation von uns allen gemeistert wird und wir hoffentlich bald wieder zur Normalität zurückkehren können! Haltet euch an die Vorgaben der Regierung, bleibt zu Hause und bestärkt eure Familienangehörigen darin! Helft denen, die Hilfe in diesen Tagen benötigen! 

 

Denn nur gemeinsam sind wir dieser historischen Aufgabe gewachsen. Vereint und mit Zuversicht werden wir es schaffen.
Für unsere Heimat, für unsere Vielfalt, für unsere Zukunft. Bleibt gesund und passt aufeinander auf!
Euer Vorstand der Heimat- und Vereinsgemeinschaft Schwaney e.V. 

Samstag, 21 März 2020 10:32

Pfarrer Georg Kersting zur Coronakrise

Liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden unseres Pastoralen Raumes An Egge und Lippe,

der Corona-Virus ist auf dem Vormarsch. Die energischen Maßnahmen, die Weiterverbreitung des Virus einzudämmen, haben binnen weniger Tage unser Land und unser Leben verändert. Die allermeisten Mitbürger haben für die getroffenen Anweisungen Verständnis. Nicht wenige verunsichert die neue Situation und sie haben Angst. Als Christen ist hier unser Glaube gefordert. Bei allen Einschränkungen des kirchlichen Lebens, lade ich ein, den Herausforderungen mit Gottvertrauen und Entschlossenheit zu begegnen. Unser Erzbischof spricht uns in dieser schwierigen Lage in einer Videobotschaft Mut zu.

Die getroffenen Maßnahmen haben allerdings weitreichende Auswirkungen auf das kirchliche Leben in unseren Pfarrgemeinden. Die Pfarrheime sind geschlossen. Das Leben der Vereine und Gruppen kommt in den nächsten Wochen zum Erliegen. Zunächst bis zum 19. April (Weißer Sonntag) finden darüber hinaus keine öffentlichen Gottesdienste in unseren Kirchen und Kapellen statt. Auch die Kar- und Ostertage können wir nicht in gewohnter Form feiern. Zum persönlichen Gebet bleiben unsere Kirchen zur gewohnten Zeit geöffnet. Hier liegen, wie gewohnt, auch weiterhin die Pfarrnachrichten aus. Am Fernsehen und über www.pr-ael.de kann man zu Hause Gottesdienste mitfeiern. Die Kirchenglocken unserer Kirchen werden täglich um 19:30 Uhr läuten und alle Zuhause zum persönlichen Gebet einladen. Über die Homepage des Bistums und des Pastoralen Raumes gibt es in der nächsten Zeit vermehrt Angebote zum Geistlichen Leben in der Fasten- und Osterzeit. Ich lade herzlich ein, wer für solche Angebote Ideen und Material hat, uns diese zukommen zu lassen. Die Priester werden in der kommenden Zeit in „privater Form“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit täglich die Heilige Messe feiern. Die für diese Zeit in den Pfarrbüros abgegebenen Messintentionen werden gehalten. Sie finden diese Intentionen für jeden Tag ohne Angabe einer bestimmten Kirche in den aktuellen Pfarrnachrichten. Natürlich können Intentionen auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Nehmen Sie dazu Kontakt mit dem Pfarrbüro auf. Die Pfarrbüros sind weiterhin zu den bekannten Zeiten besetzt, stehen aber wegen der Infektionsgefahr nicht für den Publikumsverkehr offen. Nehmen Sie per Brief, Telefon oder Internet Kontakt zu unseren Pfarrsekretärinnen auf.

Besonders einschneidend ist, dass die Feier der Erstkommunion und der Firmung nicht zu den festgelegten Zeiten stattfinden können. Dies wird auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Näheres muss noch überlegt werden. In einer sehr persönlichen Videobotschaft drückt unser Erzbischof Hans- Josef Becker sein Bedauern aus, dass die schönen religiösen Feste nicht in der nächsten Zeit stattfinden können. Taufen und Trauungen können nur im allerkleinsten Kreis (Täufling, Eltern, Paten bzw. Brautleute und Trauzeugen – und jeweils Zelebrant) stattfinden. Hier empfiehlt sich in der Regel eine Verlegung auf einen späteren Zeitpunkt. Krankenkommunion und Krankensalbung sind möglich, sollten aber auf wirklich dringende Spendungen reduziert werden. Die Priester, Gemeindereferenten und Helferinnen bei der Krankenkommunion sind gerne bereit, telefonisch Kontakt zu den Alten und Kranken aufzunehmen und diesen Kontakt zu halten. Wer dies wünscht, melde sich bitte in den Pfarrbüros. Der Empfang des Bußsakramentes (Beichte) ist weiterhin möglich in der Form des Beichtgesprächs. Wer dies wünscht, möge sich bitte im Pfarrbüro oder direkt bei einem Priester melden. Einschneidende Veränderungen gibt es bei den Beisetzungen. Sie können nur im kleinen Kreis direkt am Grab stattfinden. Seelenämter in den Kirchen und Trauerfeiern in den Friedhofskapellen können zur Zeit nicht stattfinden. Seelenämter können aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus wirksam einzudämmen, sollen alle möglichst auf soziale Kontakte verzichten. Dies trifft manche von uns besonders. Vielleicht benötigen Ältere Hilfe beim Einkaufen. Bei den Tafeln werden Lebensmittelspenden knapp. Wir laden ein, wer Hilfe braucht und wer Hilfe geben kann, sich in den Pfarrbüros zu melden. Wir werden versuchen, bei Bedarf etwas zu organisieren.

Die Coronakrise ist eine große Herausforderung, die wir versuchen wollen, menschlich und geistlich zu bewältigen. Wir begegnen unseren Ängsten, erleben mitunter leichtsinniges oder auch übervorsichtiges Verhalten, müssen uns neu organisieren, haben aber vielleicht auf einmal wieder mehr Zeit, weil Termine ausfallen und entwickeln aus der Situation heraus neue Eigenschaften und Fertigkeiten. Ich wünsche uns, dass wir alle diese Zeit gesund und wohlbehalten überstehen und dass wir uns bei aller räumlichen Distanz als Gemeinschaft verstehen, die einander im Blick hat.

Herzliche Grüße, auch im Namen des Pastoralteams, im Glauben und Gebet verbunden,

Ihr Pfarrer

Georg Kersting

Freitag, 20 März 2020 17:20

Das Corona - Virus

In der Presse und im Internet konnte man folgendes lesen, das mit großer Achtung auf dieser Heimatseite veröffentlicht wird:

"Das Corona-Virus stellt uns alle vor Herausforderungen und verändert unser Alltagsleben massiv. Sportvereine, Schulen und Kitas schließen, kulturelle Einrichtungen und Vergnügungseinrichtungen ebenso. Diese Herausforderungen treffen alle. Wir alle müssen unser soziales Leben einschränken, um das Virus einzudämmen.
Vor allem Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sind insbesondere vom Virus gefährdet und müssen ihren Bewegungsradius erheblich einschränken, wenn sie sich nicht unnötiger Gefahr aussetzen wollen.
Wir wissen, dass Schwaney ein funktionierendes soziales Umfeld hat und den meisten Betroffenen Familie, Freunde und Nachbarn helfen und die notwendigen Einkäufe organisieren. Keiner weiß jedoch, wie es in den kommenden Tagen und Wochen weitergeht und die Situation sich entwickelt. Umso mehr ist Solidarität und gemeinschaftliche Hilfe nötig.
Sollte es Menschen geben, die Unterstützung brauchen, wollen WIR diese als TuS "Egge" Schwaney gerne über eine EINKAUFSHILFE organisieren.

So funktioniert es:
1) Per Telefon unter: 0162 3855818 Bedarf anmelden (zwischen 11-13 Uhr)
2) Kontaktdaten (Name, Telefon, Adresse) nennen
3) Einkaufsliste aufgeben (Max. 50 Euro)
4) Geld bei Übergabe im Briefumschlag bereithalten"

Ps.: Hier gebührt den Organisatoren ein herzlicher Dank für ihr ehrenamtliches Engagement . Dieses ist keine Selbstverständlichkeit sich einzusetzen für Menschen , die Hilfe und eine Unterstützung brauchen.

Freitag, 06 März 2020 11:43

Bezirks - Jungschützentag in Altenbeken

Der Jungschützen - Tag in Altenbeken fällt auf Grund der Coronavirusentwicklung  aus. Hiermit folgen die Bruderschaften der Weisung der Landesregierung.

In Aachen haben der Nordrhein-Westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla einen ICE auf den Namen „Euregio Maas-Rhein“ getauft. Die Partnerschaft der Region Aachen mit Ostbelgien, den Provinzen Limburg, Lüttich und Limburg als Europaregion „Euregio Maas-Rhein“ ist seit 44 Jahren ein gelebtes Beispiel für grenzübergreifende Kooperation, die die Deutsche Bahn mit der Taufe des ICE zusätzlich würdigt

. Musikalisch begleitet wurde die Taufe durch das Bahn-Orchester Altenbeken, welches eigens zu dieser Veranstaltung nach Aachen gereist ist.

„Unsere Züge verbinden die Menschen quer durch Europa. Rund 150 europäische Städte sind mit der Bahn direkt von Deutschland aus erreichbar. Mit dem Namen ‘Euregio Maas-Rhein‘ symbolisiert dieser ICE das Zusammenwachsen Europas. Die ICE 3 sind unsere schnellsten Züge - und zwischen Berlin und München ebenso unterwegs wie zwischen Frankfurt und Amsterdam, Brüssel und Paris,“ so DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Der ICE „Euregio Maas-Rhein“ verbindet Köln und Brüssel in zwei Stunden.

Der Vorsitzende des Bahn-Orchesters Altenbeken Ferdinand Heinekamp überreichte dem Ministerpräsident NRW Armin Laschet ein Präsent. (siehe Bild)

Fotos: Wilfried Drewes

Am 22.Februar 2020 gedachten viele Bürgerinnen und Bürger der Toten des Bombenangriff vor 75 Jahren. Beim Gedenkstein am Stapelsberg, wo sich ein Eingang zum Luftschutzstollen befand, wurden mehrere Blumengestecke aufgestellt und Kerzen angezündet. Auch aus Nordhausen (Thüringen) war ein Ehepaar augereist, um ihrer Mutter und Geschwister zu gedenken. Diese sind beim Luftangriff ums Leben gekommen und ruhen auf dem Alten Friedhof. Hier sind auch ukrainische Arbeiter beigesetzt, die im Bunker ihr Leben lassen mussten. "Nie wieder Krieg", so steht auf der Tafel am Viadukt geschrieben.

 

An diesem Tag heulten die Luftschutzsirenen mehrmals.

Es wurden zwei Angriffe auf Altenbeken geflogen.

Spezialbomben zerstörten den Viadukt. Viele Opfer waren zu beklagen.

Am 22. Februar 1945 – vor 75 Jahren - heulten die Luftschutzsirenen in Altenbeken mehrmals. Gegen 13,30 Uhr  wurde ein Angriff auf den Bahnhof geflogen. 12  angreifende

B – 26 Marauder Flugzeuge bombardierten den Westteil der Bahnhofsgebäudes. Weitere Zerstörungen wiesen auch die Gleisanlagen auf – schwere Dampflokomotiven waren von den Gleisen gerissen und ein Stellwerk war zusammengefallen. Auch in der Ortwaldstraße, Bahnhofstraße, Sagestraße, am Schwarzen Weg und Bokelweg waren mehrere Häuser eingestürzt oder schwer beschädigt. 10 Tote lagen unter den Trümmern und 100 Personen wurden verwundet. Als die Sirene um 15,09 Uhr Vorentwarnung gab, atmete man auf.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Um 15,36 Uhr gab es schon wieder Fliegeralarm. Die Altenbekener flüchteten wieder in die Keller und Eisenbahnunterführungen.

Seit dem 10. Februar 1945 war auch der Viadukt, der bei den Angriffen am 26. und 29. November 1944 zerstört worden war, wieder notdürftig befahrbar. Doch kaum war der erste Zug wieder über das notdürftig geflickte Bauwerk gedampft, wuchs die Angst in der Bevölkerung vor einem erneuten Angriff. Die Alliierten hatten zu diesem Zeitpunkt längst einen erneuten Angriff geplant, der das Schicksal des Beke – Viaduktes nun endgültig besiegeln sollte – und so kamen sie dann auch.

17 Lancaster – Bomber drehten am selben Tag ca. 16,00 Uhr von Westen her zum 2. Mal in das enge Beketal ein. Oberhalb der Bomber waren als Geleitschutz 59 Jagdflieger eingeteilt. Genau um 15,54 Uhr  brach ein gewaltiges Inferno los, als die erste 5,443 Tonnen schwere Tallboy - Bombe auf das angeschlagene Bauwerk herabstürzte. In regelmäßigen Abständen folgten weitere und mit erdbebenähnlicher Wirkung wurde auch das gesamte Gelände ringsum zerwühlt. Völlig zerschlagen wurden mehrere Brückenbögen.  Um 16,13 schlug die sechszehnte und letzte Riesenbombe am Viadukt ein.

Nur eine Lancaster – Maschine konnte die Bombe nicht wie vorgesehen, über den Viadukt ausklinken und warf sie auf den östlichen Ausgang des Rehbergtunnels, den sie jedoch nicht traf. (Der Trichter ist heute noch zu sehen).

Die verheerende Wirkung dieser Spezialbomben verursachten aber nicht nur Sachschäden, sondern auch dieser Angriff forderte Menschenleben. Schon vor den früheren Angriffen hatte man damit begonnen, am Fuße der Brücke einen langen Luftschutzbunker in den Mühlenberg zu treiben. Dieser sollte vor allen den Arbeitern Schutz bieten, doch bei diesem Angriff wurde er zur tödlichen Falle. Die sich tief ins Erdreich bohrende Tallboy - Bombe mit ihrer gewaltigen Sprengkraft hielt der mit Eisenbahnschienen und Holz ausgebaute Grubenbau nicht stand. Der Stollenmund, der in einen 17 Meter hohen gewachsenen Fels getrieben war,  wurde vollständig zertrümmert und mit meterhohen Geröllmassen überdeckt. Sofort ging man mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln daran den Eingang zum Stollen freizulegen. Mit Hacke und Schaufel kämpften viele Freiwillige mehrere Tage und Nächte lang verzweifelt gegen das immer wieder hereinbrechende Gestein. Erst 11 Tage später gelang es, einen der Hohlräume freizulegen, wo man 18 Tote bergen konnte, darunter sieben junge Flakhelfer und elf ukrainische Arbeiter. Ein schwerverletzter  Bergmann aus Russland, der nach acht Tagen gefunden worden  war, wurde sofort ins Krankenhaus überführt, wo er jedoch nach vier Tagen verstarb.

Vorher berichtete er in allen Einzelheiten über das schlimme Schicksal der Eingeschlossenen, die bis zum Schluss auf ihre Rettung gehofft hatten, dann aber verhungert und verdurstet schließlich an Sauerstoffmangel gestorben waren. Er deute ferner an, dass noch mehr Menschen im Stollen verschüttet wären.

Die Opfer wurden auf dem Alten Friedhof beigesetzt, wo die ausländischen Arbeiter heute noch ruhen. Die Deutschen hat man nach Beendigung des Krieges in die Heimat überführt oder auf den Soldatenfriedhof in Böddecken umgebettet.

"Der Stollen am Stapelsweg trägt seit dieser Zeit den Namen "Todesstollen" und die Umgebung, wo diese Tragödie geschah, wird diesen Namen für alle Zeiten behalten, solange sich die Menschen an die grausamen Luftangriffe auf unser Heimatdorf erinnern", schreibt der frühere Ortsheimatpfleger Heinrich Neuhäuser +  in sein Heimatbuch.

Auch die Umgebung des Viaduktes bot ein Bild der Verwüstung – die Alte Kirche war nur noch eine Ruine. Die Bombentrichter hatte einen Durchmesser von 30 Meter und waren 10 Meter tief.

In den Abendstunden meldete der britische Rundfunk:“ Bomber eines Spezialkommandos zerstörten heute die Eisenbahnbrücke in Altenbeken. Damit wurde eine der wichtigsten Nachschubstrecken zur deutschen Westfront lahmgelegt“!

 

 

 

 
   

 

 

 

 

 

Donnerstag, 20 Februar 2020 14:28

Vor 75 Jahren in Altenbeken.

Der 22.Februar 1945 war für Altenbeken ein Schicksalstag. An diesem Tag heulten die Luftschutzsirenen in Altenbeken mehrmals.

Es wurden zwei Angriffe auf Altenbeken geflogen. Spezialbomben zerstörten den Viadukt, viele Opfer waren zu beklagen.

Auch der Schreiber dieser Zeilen kann sich noch gut an diese schimme Zeit vor 75 Jahren erinnern. Ausführlicher Bericht über diesen schlimmen Schicksalstag unter Historie.

 

Montag, 17 Februar 2020 10:05

Karneval im Bollerborn

Gründung und Entwicklung in all den Jahrzehnten. ( zum Teil aus verschiedenen Festschriften entnommen)

Schon im Jahre 1899 hatten sich die Bürgerinnen und Bürger am Fuße der Egge Gedanken darüber gemacht einen Eggegebirgsverein zu gründen. Am 6. Dezember des gleichen Jahres verschickte der Besitzer der Hotels "Teutoburger Hof" Ferdinand Daum einen Brief an die Altenbekener sich in eine Gründungsliste einzutragen. Als sich dann 73 Personen durch ihre Unterschriften  für dieses Vorhaben interessierten, wurde am 4. Februar 1900 eine Versammlung im Saal seines Hotels abgehalten und unter der Leitung  des Bahnassistenten Herrn Anton Moock wurde der Verein ins Leben gerufen. Der erste Vorstand bestand aus folgenden Personen:

Vorsitzender wurde Ferdinand Daum, Besitzer des Teutoburger Hofes, Vertreter des Vorsitzenden der Bauunternehmer Heinrich Wittmann, Schriftführer Lehrer Johannes Altrogge, Kassenführer Hauptlehrer Franz Scholand. Als Beisitzer wählte die Versammlung den Oberförster Steuber, sowie die Förster Thönies und Ludwig.

Es musste natürlich auch der Statuten - Entwurf beraten werden, der dann auch mit wenigen Änderungen beschlossen wurde.

Hier wurde sogar festgelegt, dass sich der Verein auch den Fremdenverkehr im Gebiet des Eggegebirges widmen soll. Hier sei es wichtig durch die Erstellung von Wegweisern, Aufstellung von Ruhebänken und Anlegen von Fußwegen und Rastplätzen Urlaubsgäste nach Altenbeken zu holen.

Schon bald nach der Gründung wurden dann gemeinsame Wanderungen in den Eggewäldern unternommen. Hier konnte man die "Schönheiten der Natur und der heimatlichen Fluren genießen", so steht es in den Jahresberichten. Der hiesige Lehrer Franz Scholand, der zu dieser Zeit auch das Amt des Ortsheimatpflegers ausübte, konnte auch viel über den Erzbergbau, der in heimischen Wäldern noch ausgeübt wurde, berichten.

Man sieht also, dass Heimatliebe bei Wanderungen, sowie auch Heimatabende in den Gründerjahren mit an erster Stelle standen. Auch in den folgenden Jahren hat der Eggegebirgsverein viele Aktivitäten gezeigt. Alles hier aufzuführen, kann in den

Jahresberichten nachgelesen werden, darum hier nur noch einige Daten:

1929 schufen Eggefreunde aus Altenbeken den Rastplatz am "Schwarzen Kreuz", welches bereits 1921 zu Ehren des Paderborner Eggefreundes Gustav Ullner hier aufgestellt worden war.

1936 wurde von der EGV Abteilung der Bedastein errichtet, der an den Eggepater Dr. Beda Kleinschmidt erinnert.

1940 schuf die EGV Abteilung zu Ehren des damaligen Heimatpfleger, Franz Scholand den Rastplatz "Scholandstein".

1941 erbauten EGV Wanderer die Schutzhütte am Rehberg.

1967 erfolgte der Bau Schutzhütte am Knochen und

1971 dann die Schutzhütte am Schwarzen Kreuz.

1980 wurde an der Max -u. Moritz Quelle im Driburger Grund ein Stein aufgestellt.

1992 wurde ein Erinnerungsstein in der Nähe der Rehberghütte errichtet. Er erinnert an die Telegrafenstation, die an dieser Stelle von 1834 - 1849 gestanden hat.

2000 wurde zum 100jährigen Vereinsjubiläum der EGV Abteilung ein Jubiläumsstein am Eggeweg aufgestellt.

2004 wurde am Panoramaweg V3 ein Jubiläumsstein oberhalb des Rehbergtunnels eingeweiht.

Mehrere Ruhebänke wurden im Laufe der Jahrzehnte errichtet, sowie Wanderwege ausgebaut und erneuert.

Der Verein hat zur Zeit 224 Mitglieder.

Die Vorsitzenden seit der Vereinsgründung;

1900 - 1903           Ferdinand Daum

1903 - 1921           Franz Scholand

1921 - 1922           Postsekretär Schäfers

1922 - 1926           Oberpostmeister Halbfas                                 

1926 - 1928           Bauinspektor Studt

1928 - 1932           Postmeister Winter

1932 - 1938            Lehrer Dissen

1938 - 1940            Lehrer Poschmann

1940 - 1961            Zahnarzt Dr. Schulze

1961 - 1965            Dr. Josef Rose

1965 - 1967            Josef Ridder

1967 - 1974           Martin Höxtermann

1974 - 1980             Heinrich Koch                                              

1980 -   2002            Heinz Altmiks

2002 -   ......             Manfred Schnelle

 

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