Historie

Für die Bewachung der hiesigen Bahnanlagen in Altenbeken, besonders des Viaduktes und des Tunnels im 1. Weltkrieg, wurden 220 Soldaten vom Landwehr-Infanterieregiment aus Münster in Privathäusern einquartiert. Die Soldaten waren Tag und Nacht im Einsatz. Auch die Eisenbahnunterführungen wurden bewacht, wie hier am Hossengrund zu erkennen ist. Eine schöne Aufnahme zeigt die Soldaten mit einer großen Kinderschar vor der Eisenbahnbrücke. (siehe Bild)
Hier ein paar Fakten aus dem Jahre 1940. Auf Veranlassung des Ortsbürgermeisters wurde die Ortschronik dem Rektor Alfred Orlinski übertragen, da der frühere Chronist Lehrer Poschmann nach Schlagenthin (Westpreußen) versetzt wurde. Die Einwohnerzahl in Altenbeken ist als Folge des Krieges von 2 705 im Vorjahr auf 2 588 zurückgegangen, während die Zahl der Haushalte von 624 auf 637 anstieg. Das Standesamt verzeichnete für 1940 insgesamt 62 Geburten (29 männliche und 33 weibliche), 33 Sterbefälle, (20 männliche und 13 weibliche) 17…
Das waren noch Zeiten vor 70 Jahren, als der 2. Weltkrieg endlich beendet war. Autos gab es kaum und Kraftstoff war auch kaum zu bekommen. Ein interessantes Bild aus der Nachkriegszeit zeigt, wie man sich in der damaligen Zeit vor 70 Jahren - zu helfen wusste. Ja - heute löst so ein Foto ein leichtes Schmunzeln aus. Auch in Altenbeken waren diese Bilder anzutreffen.
Ein historisches Bild aus dem Nachlass von Sigmar Scepan zeigt seine Mutter in der Buchhandlung auf dem Altenbekener Bahnhof, die von Herrn Schraven betrieben wurde.
Eine Geschichte zum Nachdenken ... aus der guten alten Zeit. Wenn man alte Akten in Stadt – oder Gemeindearchiven sichtet, dann stößt man unwillkürlich auch auf Vorgänge, die aus heutiger Sicht skurril erscheinen. Zum Beispiel die Akte des Amtes Lippspringe: Trunkenbolde betreffend ............. So liest man dann mit Datum vom 15. Januar 1897, dass auf Vorladung bei der Amtsverwaltung in Lippspringe der Mauerer XY erschien, der eine dem Trunke ergebene Person sei und „dieserhalb“ ernstlich ermahnt wurde. Weiter heißt es…
Vielfältige Spuren hat der 2. Weltkrieg - auch in der Altenbekener Natur - hinterlassen. Wo in einem 85 Meter langen U-förmigen Luftschutzstollen bei Bombenangriffen auf den Bekeviadukt Schutz gesucht wurde, fühlen sich inzwischen mehrere Feldermausarten sehr wohl, dass der Bunker zu den besonderen Schutzgebieten Europas zählt. Er ist zum Naturschutzgebiet "Egge Nord" eingestuft, welches 3100 Hektar umfasst. Nur wenige Altenbekener kennen diesen Stollen, dessen Zutritt in Kriegszeiten verboten war. In der Nähe war eine Flugabwehr mit Flakgeschützen stationiert und viele…
Im Sommer 1965 - also vor 50 Jahren - waren viele Gemeinden im Kreisgebiet Paderborn/ Büren von Hochwasser betroffen. Auch die damals eigenständige Gemeinde Schwaney blieb nicht verschont. Unser damaliger Heimatpfleger und Chronist Heinz Küting schrieb dazu in der Chronik: „Bis zum 15. Juli konnten für das erste Halbjahr höchsten drei Wochen warme und sonnige Witterung verzeichnet werden. Am Mittwoch gab es ein längeres, mittelschweres Gewitter mit schauerartigem Regen. Am Donnerstag folgte ein neues Gewitter mit heftigen Regenschauern. Am Freitagmorgen…
Am 23. Juni 1915 - also vor 100 Jahren - starb der 1. Pfarrer der HL. Kreuz Gemeinde Altenbeken Heinrich Bokel. Sein Geburtsort ist Eikeloh - heute ein Ortsteil von Erwitte im Kreis Soest - ein Dorf mit ca. 500 Einwohnern. Am 31. Dezember 1845 wurde er hier als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Nach dem Besuch der heimischen Grundschule ging er anschließend zum Gymnasium nach Rietberg und zum Theodonarianum Paderborn. Dann studierte er in Paderborn und Münster Theologie. Am 21.…
Das Bild zeigt die Unterzeichnung der Kapitulation - Urkunde. Endlich befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Als der Krieg zu Ende war, befanden sich in Altenbeken noch viele Kriegsgefangene und Fremdarbeiter. Sie hatten nun durch den Einmarsch der Amerikaner ihre Freiheit zurück erhalten. Um sich Lebensmittel und Kleidung zu beschaffen waren Einbrüche an der Tagesordnung. Auch Überfälle auf offener Straße waren an der Tagesordnung. Gerne wurden auch alleinstehende Bauerhöfe und sonstige Gebäude heimgesucht. Die deutsche Bevölkerung durfte daraufhibn…
Die Familie Struck in Altenbeken feiert in diesem Jahr Jubiläum. Die Hofstelle wird 325 alt. An der Stelle des ehemaligen Bauernhofes wurden schon im 16. Jahrhundert Eisensteine verhüttet. Auf dieser Singerschicht baute dann im Jahre 1690 der Bauer Johann Busch ein Bauernhaus in Fachwerkbauweise. Durch Heirat der Hoferbinnen änderte sich der Nachname über die Jahrhunderte. 1730 in Claes. dann Brockmann im Jahre 1867 und dann schließlich 1905 in Struck. Heute betreibt der Hoferbe Hubertus Struck keine Landwirtschaft mehr, sondern auf…
Aus dem Nachlass der Familie Plaß, Obere Sagstraße wurden der Heimatpflege sehr alte Dokumente, Bilder etc. zur Verfügung gestellt. Sie sind es wert einer größeren Öffentlichkeit zur Einsicht vorgestellt zu werden. Zum Teil sind sie über 100 Jahre alt, wie man erkennen kann. Ausgestellt wurde dieses Dokument zur Kommunion an Franz Plaß aus einer Ur-Altenbekener Familie stammend. Der Text: ANDENKEN AN DIE ERSTE HEILIGE COMMUNION: FRANZ PLAß HAT DIE ERSTE HL: COMMUNION EMPFANGEN IN DER PFARR= KIRCHE ZU Altenbeken DEN…
Im Jahre 1919 hatte man in Altenbeken noch keine Sorgen, dass die Schule wegen Kindermangel geschlossen werden musste. Wie auf dem Gruppenfoto (von Familie Plaß) zu erkennen ist waren allein 63 "Knaben" in einer Klasse. In dieser Zeit wurden die Jungen und Mädchen noch getrennt unterrichtet. Da ist es nicht verwunderlich, dass Lehrer Johannes Altrogge (rechts im Bild) auch einmal den Rohrstock betätigen musste.