Freitag, 07 November 2014 01:00

Ortsheimat – und Gemeindeheimatpfleger Rudolf Koch seit 25 Jahren im Amt

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Bereits seit 25 Jahren ist Rudolf Koch ehrenamtlich als Ortsheimatpfleger seiner Eggegemeinde Altenbeken tätig. In der Ratssitzung vom 19. April 1989 war er seinerzeit vom Gemeinderat zum Heimatpfleger und Chronisten gewählt worden. Am 05. Mai 1989 wurde Rudolf Koch vom damaligen Kreisheimatpfleger Hans Kohlenberg zum Ortsheimatpfleger Altenbekens ernannt. Kurz darauf wurde er auch zum Gemeindeheimatpfleger gewählt. Seit Februar 1995 ist Rudolf Koch auch stellvertretender Kreisheimatpfleger.
Sein Berufsweg führte Rudolf Koch zur Eisenbahn, wo er bis zu seiner Pensionierung als Lockbetriebsinspektor tätig war. 1975 wurde er erstmals in den Rat der Gemeinde Altenbeken gewählt, dem er ohne Unterbrechung bis zur Kommunalwahl 2004 angehörte. Seit Beginn seiner kommunalpolitischen Tätigkeit gehörte er dem Bau- und Umweltausschuss an, davon zehn Jahre als Vorsitzender.
Von 1989 bis 2004 war Koch stellvertretender Bürgermeister. In dieser Eigenschaft führte er auch die erste offizielle Delegation in die französische Partnerstadt Betton.
Im Archiv des Hobbyfotografen lagern mehrere tausend Fotos, die er nutzt, um die Ereignisse seiner Heimat zu dokumentieren. Viele heimatkundliche Beiträge, veröffentlicht in verschiedenen Publikationen, stammen aus seiner Feder. Dazu kamen Bilderausstellungen über historische Begebenheiten. Bis Ende 2002 führte Rudolf Koch über 14 Jahre eine umfangreiche Ortschronik in drei Bänden. Mehrere Fest– und Jubiläumsschriften und heimatkundliche Bücher hat er verfasst oder er beteiligte sich als Mitautor. Zu den Themen gehören die Geschichte der SPD in Altenbeken, 100 Jahre Bankgeschichte der Volksbank Altenbeken, Altenbeken, Buke, Schwaney in „Alten Ansichten“, die Geschichte der Juden in Altenbeken während der Naziherrschaft, 250 Jahre Bürgerschützenverein Altenbeken, Bildstöcke, Wegekreuze und Denkmäler in Altenbeken, die Altenbekener Museumslokomotive 044-389, Straßennamen in Altenbeken, Buke und Schwaney, sowie „Der Rehbergtunnel wird 150 Jahre alt“.
Unübersehbar sind auch die von ihm oder auf seine Initiative in der Gemeinde aufgestellten Mahnmale, Gedenk- und Erinnerungssteine wie zuletzt im Jahre 2004 beim 140. Tunneljubiläum und 2007 ein Gedenkstein für die ermordeten jüdischen Mitbürger/Innen in der Dorfmitte. Sein Augenmerk gilt aber auch der Unterhaltung und Restaurierung von Kulturdenkmälern wie dem Bahnwasserwerk am Sommerberg, der früheren optischen Telegrafenstation auf dem Rehberg sowie der Bildstöcke und Wegekreuze. Auch die Pflege der Dampflokomotive am Eggemuseum der Baureihe 044, an deren Kauf er als damaliger Schriftführer der Gewerkschaft der Lokführer (GdL) maßgeblich beteiligt war, liegt ihm sehr am Herzen. Über 25 Jahre seiner Freizeit hat er mit seinen Kollegen geopfert, dieses Kulturdenkmal der Nachwelt zu erhalten. Rudolf Koch ist Mitglied in fast allen Vereinen, seine besondere Liebe gehört dem Schützenverein. Während seiner 60jährigen Mitgliedschaft hat er mehrmals Prinzenwürden errungen. Bereits 1954 war er Jungschützenkönig und 1963 war er Schützenkönig. Für seine Verdienste erhielt er das silberne Verdienstkreuz und im Jahr 2000 den Hohen Bruderschaftsorden.
Im vergangenen Jahr erhielt Rudolf Koch eine besondere Ehre. Er wurde vom Landrat Manfred Müller für sein langjähriges herausragendes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.



 
Gelesen 1345 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 24 Dezember 2014 19:11