Donnerstag, 21 Februar 2019 14:35

Der 22. Februar ein Schicksalstag für Altenbeken

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Der 22. Februar - ein Schicksalstag für die Altenbekener Bürgerinnen und Bürger, denn nachdem der Viadukt notdürftig wieder hergerichtet und wieder befahrbar war, wurde ein erneuerter Angriff auf den Viadukt geflogen.

 16 Lancaster – Bomber drehten am 22. Februar 1945 gegen 16,00 Uhr von Westen her in das enge Beketal ein. Minuten später brach ein gewaltiges Inferno los, als 5,2 Tonnen schwere „Tallboys“ auf das angeschlagene Viadukt-Bauwerk herabstürzten und mit erdbebenähnlicher Wirkung das gesamte Gelände ringsum zerwühlten.. Eine der schweren Bomben traf die unter schwierigsten Umständen errichtete Stahlkonstruktion und zersplitterte sie regelrecht. Völlig zerschlagen wurden auch ein weiterer Brückenbogen. Damit war einer der wichtigsten Nachschubwege der deutschen Wehrmacht erneut unterbrochen.

Die verheerende Wirkung dieser Spezialbomben verursachten aber nicht nur Sachschäden.

Auch in einen Bunker unter dem Viadukt mussten 11 ukrainische Arbeiter, sieben junge Flakjunghelfer ihr Leben lassen, ein russischer Bergmann aus Russland verstarb an den Folgen . (heute steht hier ein Gedenkstein). Die Umgebung des Viaduktes bot wieder ein Bild der Verwüstung – die Alte Kreuz- Kirche war nur noch eine Ruine. Die Bombentrichter hatte einen Durchmesser von 30 Meter und waren 10 Meter tief.

 Im Dorf selbst in der Ortwaldstraße, Bahnhofstraße, Sagestraße, Bokelweg und am Schwarzen Weg waren mehrere Häuser getroffen worden. Zehn Tote lagen unter den Trümmern und über 100 wurden verwundet.

In den Abendstunden meldete der britische Rundfunk: “ Bomber eines Spezialkommandos zerstörten heute die Eisenbahnbrücke in Altenbeken. Damit wurde eine der wichtigsten Nachschubstrecken zur deutschen Westfront lahm gelegt“!

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