Montag, 29 April 2019 10:09

Telegraf auf der Egge

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Zur Erinnerung an die optische Telegrafenstation wurde am Standort auf dem Rehberg auf Initiative des Ortsheimatpfleger Rudolf Koch ein Erinnerungsstein aufgestellt Dieser wurde am 27. September 1992 zusammen mit der Abteilung des Altenbekener Eggegebirgsvereins Altenbeken eingeweiht. Der Standort wurde durch Nachgrabung genau ermittelt. Dieses wurde mit dem Beauftragten für Bodendenkmäler Prof. Hans Walter Wichert und Ortsheimatpfleger Rudolf Koch durchgeführt. Mauern, Ziegelreste und vor allem Reste von Solling – Dachsteinen wurden als Indiz für den Standort angesehen, der vorher mit Hilfe von Kantasterkarten sowie einer Karte des Forsteinrichtungswerkes aus dem Jahre 1833/34 im Forstamt Hochstift abgeklärt worden war. Heute liegt das Telegrafengrundstück am Rande eines Schutzgebietes, in dem Hohlwegbündel  und Bergbau - Pingen als Bodendenkmäler enthalten sind. Die Grundmauern  des Telegrafenhauses sollten allerdings durch Erweiterung des Schutzgebietes als Bodendenkmal mit erfasst werden. Um hierzu einen Beitrag zu leisten ist auf dem Rehberg in Altenbeken zusätzlich zu dem Erinnerungsstein später Hinweisschilder mit der Geschichte des Standortes aufgestellt worden. Zusätzlich weist ein von der Landstraße Altenbeken – Langeland sichtbares Schild auf den technikhistorischen  Punkt am Rehberg hin. Es lässt sich jetzt anschaulich erfahren, welche Leistung die Telegrafisten in der Zeit von 1833 bis 1849 erbringen mussten, die je Minute einmal die jeweilige Nachbarstation durch ein Fernrohr zu beobachten hatten. Auch die "Telegrafen-Bank" , die leider durchgefault war, wurde jetzt ersetzt und lädt zum Verweilen ein.

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