Rudolf Koch

Rudolf Koch

Samstag, 13 Mai 2017 00:00

Neue Wege durch das Naturerbe.

In einem Kooperationsprojekt des Regionalforstamtes Hochstift und der Gemeinde Altenbeken entstanden sechs spannende Themen - Wanderwege, die nun in den ersten Maitagen 2017 eröffnet wurden.

Hierzu wurde eine Wandertafel am Forsthaus "Durbeke" aufgestellt und die Ausschilderung wurde vom Eggegebirgsverein Altenbeken übernommen.

Zur Historie:

Das Kriegerehrenmal auf dem alten Friedhof wurde am 1. August 1922 errichtet und am 6. August 1922 feierlich eingeweiht Es wurde von den Bildhauern Gebrüder Braun hergestellt und kostete in der damaligen Inflationszeit die stolze Summe von 90 000 Mark. In der Gemeindechronik wurde vermerkt: „Zur Deckung der Restschuld, die durch das Kriegerdenkmal entstanden ist, schenkte der Deutschamerikaner Hoeschen 14 Dollar - dieses sind 42 000 Mark“. Errichtet wurde das Ehrenmal für die 54 Altenbekener, die im Krieg 1914/18 gefallen sind. Ihre Namen sind auf der Ost - und Westseite eingemeißelt. Ferner erinnert es an die zwei gefallenen Soldaten des Krieges 1870/71, deren Namen auf der Rückseite eingemeißelt wurden.

Auf der Vorderseite lesen wir:

Deutscher entblösse Dein Haupt,

Du stehst an heiligem Orte,

Namen gemeisselt in Stein,

Verkünden gewaltige Worte.

Helden gefallen im Ringen,

um Deutschlands Ehre und Sein,

Nie wird Ihr Name verklingen

Geheiligt soll er uns sein. 1914 - 1918.

Auf der Rückseite ist wie folgt eingemeißelt:

Gebrüder Braun 1922

Ferner die Widmung:

Ihren gefallenen Mitbürgern,

die dankbare Gemeinde Altenbeken.

Viele Jahre wurde jedoch wenig zur Unterhaltung dieses Denkmals getan. Nach dem 2. Weltkrieg 1939/45 wurde es sogar als Zielscheibe von übermütiger Soldaten der Besatzungsmacht missbraucht, die hier ihre Schießübungen machten. Auch bei den Bombenangriffen erhielt es einige Splitter und den Rest besorgten die Bombeneinflüsse. Ende 1992 wurde das denkmalgeschützte Mahnmal auf Beschluss des Rates zum Preise von 10 000 DM restauriert. Nun wurde es in diesen Tagen (Mai 2017) wieder von Schmutz befreit und auch das Umfeld wurde gesäubert. In jedem Jahr zum Auftakt des Schützenfestes wird zum Gedenken der Toten von der Sankt Sebastian Schützenbruderschaft ein Kranz niedergelegt.

Dienstag, 09 Mai 2017 00:00

Firmung in Altenbeken.

Am Samstag, den 6. Mai 2017 spendete Weihbischof Berenbrinker in der Katholischen Pfarrkirche das Sakrament der Firmung. Dieses ist ein wichtiges Ereignis im christlichen Lebenskreis und wird meist im jugendlichen Alter gefeiert. In ihr übernimmt der Firmling das Taufversprechen, welches die Eltern bei der Taufe als Baby oder Kleinkind für ihn abgegeben haben. Mit dem Empfang dieses Initiationssakraments wird somit die Taufe vollendet und die Jugendlichen werden mit allen Rechten und Pflichten in die Gemeinschaft der Katholiken aufgenommen. Die Feier der Firmung kennzeichnet so in gewisser Weise auch den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben.

Das Bild zeigt die Firmlinge vor der Heiligkreuz-Kirche in Altenbeken mit Weihbischof Berenbrinker und Pfarrer Henneke.   Foto: Winfried Marx.

Ein historisches Kleinod, nämlich der über 80jährige Wasserbehälter am Sommerberg in der Eisenbahnergemeinde Altenbeken ist wieder auf Hochglanz gebracht. Hierüber freute sich besonders Ortsheimatpfleger Rudolf Koch, denn dieses Kulturdenkmal, welches vor ca. 20 Jahren von jugendlichen Arbeitslosen unter seiner Leitung restauriert wurde, musste dringend überholt werden. So erklärte sich der Maler Carsten Husemann und sein Mitarbeiter Astrit Dodaj bereit, diese Arbeiten unentgeltlich zu übernehmen. Der Ortsheimatpfleger hat das Umfeld hergerichtet, so dass es für Wanderer und Eisenbahnfreunde wieder ein Anziehungspunkt mit Blick auf den im Jahre 1864 erbauten Bahnhof geworden ist.

Das Bahnwasserwerk, welches im Jahr 1935 von der Deutschen Reichsbahn errichtet wurde, hatte die Aufgabe die Lokomotiven mit Kesselwasser zu versorgen, denn in der damaligen Dampflok – Ära waren täglich ca. 2 000 cbm Wasser nur für den Dampflokbetrieb erforderlich. Es wurden von hier aus die Stellwerke und Wohnhäuser an der Bahnstrecke in Richtung Paderborn versorgt. Auch der Bahnhof Neuenbeken und das Dorf selbst sind mit Wasser beliefert worden, dafür hat man längst des Viaduktes eine Wasserleitung angelegt. Das Innere des Hochbehälters ist in zwei Kammern aufgeteilt: 11,40 Meter Tiefe X 7,40 Breite und einer Höhe von 3,50 Meter = 600 Kubikmeter Fassungsvermögen.

Foto: Winfried Marx

Die Bahn wird im Zeitraum vom 05. Mai bis 14. Juni eine Weichenerneuerung auf knapp 5.000 Metern zwischen Altenbeken und Paderborn durchführen. Es werden Gleise, Schwellen und Schotter erneuert. Aufgrund dieser komplexen Arbeiten bleibt die Strecke in beide Richtungen für den Zugverkehr gesperrt. Dieses hat auch Auswirkungen auf den Verkehr unseres Eisenbahnknotens Altenbeken in andere Richtungen wie nach Herford, Hannover, Höxter, Kassel und Göttingen. Es wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Also - ist der Bahnhof Altenbeken in dieser Zeit hauptsächlich durch regen Busverkehr erreichbar.

Auch dieses sollte auf dieser Heimatseite einmal festgehalten werden!

Montag, 01 Mai 2017 00:00

Der Mai ist gekommen

Der Löschzug Schwaney wird mit den Vereinen, sowie den Bürgerinnen und Bürgern am 1. Mai am Gemeindeplatz wieder den Maibaum aufstellen. Auch alle Schwaneyer, die einen Oldtimer Trecker besitzen, sind eingeladen. Es soll eine kleine Rundfahrt stattfinden mit anschließender Treckerschau.

Dienstag, 18 April 2017 00:00

Bahn-Orchester Altenbeken 1919 e.V.

Unter der Regie des Nahverkehrsverbundes (NPH) werden zwei Kleinbusse von 7,00 Uhr bis 20,00 Uhr zwischen beiden Kommunen pendeln. Das Projekt ist auf zwei Jahre befristet und kostet 293,000 Euro im Jahr. Betreiber ist das Verkehrsunternehmen "Go.on" - dessen Naturerbe - Bus fährt in Altenbeken den Heistermannweg, Sportplatz, Melmeke und Am Hammer an. Neben zentralen Haltepunkten wie die Ortsmitte in Bad Lippspringe oder den Bahnhof Altenbeken, sollen auch Naturliebhaber auf ihre Kosten kommen und zwar mit Fahrten zum Forsthaus Steinbeke, Forsthaus Durbeke, Andreaskloster und den Bekeviadukt.      Kosten: gesamte Linie 5,10 Euro - innerörtliche Fahrt 2,70 Euro.

 

Freitag, 07 April 2017 00:00

Heimatpflege tagte in Fürstenberg

Ihnen liegt die Natur- und Kulturlandschaft sowie das kulturelle Leben in den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Paderborn am Herzen: Den Ortsheimatpflegerinnen und – heimatpflegern sowie Ortschronistinnen und Ortschronisten aus dem Kreis Paderborn. Im Frühjahr und Herbst tagen sie auf Einladung von Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic, tauschen sich aus und stellen sich gegenseitig ihren Heimatort vor – diesmal ging es um den Bad Wünnenberger Stadtteil Fürstenberg.  Der stellvertretende Landrat Vincenz Heggen und Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther begrüßten über 50 Heimatpfleger in Fürstenberg und erklärten die Bedeutung der Heimatpflege für die Gesellschaft. Vincenz Heggen betonte, wie wichtig es für die Zukunftsfähigkeit ist, dass sich auch junge Menschen in der Heimatpflege ihres Ortes engagieren. Bernhard Nolte, Antonius Monkos und Clemens Henkel aus Fürstenberg führten die Heimatpfleger und Ortschronisten durch ihren Stadtteil. Sie berichteten, dass das Dorf und die Gemarkung Fürstenberg seit ihrer Gründung 350 Jahre lang zum Hochstift Paderborn gehörten und unter preußischer Verwaltung im 19. Jahrhundert dem Kreis Büren zugeordnet wurden.  Zur Führung gehörte auch das ehemalige Patrimonialgericht und Informationen über das Schloss des Grafen von Westphalen zu Fürstenberg.Das "alte" Fürstenberger Gerichtsgebäude des Grafen von Westphalen wurde im Jahr 1736 erbaut und repräsentiert die vom Mittelalter bis ins frühere 20. Jahrhundert geltende, frühere Zivil- und Kriminalgerichtsbarkeit des Paderborner Landes. Zwischen 1737 und 1848 wurden dort Zivil- und Kriminalfälle verhandelt. Besonders beeindruckt waren die Heimatpfleger und Ortschronisten vom Original-Gefängnisse mit seinen sieben Zellentrakten im Keller des Gebäudes. 

Nach der Besichtigung wurde die Tagung unter Leitung des stellvertretende Kreisheimatpflegers Rudolf Koch aus Altenbeken im Fürstenberger Jugendtreff mit allgemeinen Themen der Heimatpflege fortgeführt. Erik Beck, der wissenschaftliche Volontär des Kreismuseums Wewelsburg, informierte über seine Forschungen zur Publikation „Menschenschicksale“, die von Opfer und Widerstandskämpfer im Kreis Paderborn während des Zweiten Weltkrieges handeln soll.  

Jonas Eberhardt berichtete als  stellvertretende Leiter des Kreis- und Stadtarchivs Paderborn über die Aktivitäten der Anfang des Jahres zusammengelegten Archive.

Das Bild zeigt: Ortsheimatpfleger und Ortschronisten bei der Frühjahrstagung vor dem „Alten Gericht“ in Fürstenberg: oben Mitte v.l: stellvertretende Landrat Vincenz Heggen, Bürgermeister Christoph Rüther, stellv. Kreisheimatpfleger Rudolf Koch und Matthias Graf von Westphalen (Foto: Kreis Paderborn, Romana Papenkordt)

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