Rudolf Koch

Rudolf Koch

Sonntag, 24 Juni 2018 00:00

Schützenfest Altenbeken

Mittwoch, 20 Juni 2018 00:00

Die Währungsreform vor 70 Jahren.

Am 18. Juni 1948 geben die Militärregierungen der Westmächte über alle Rundfunksender bekannt, dass am Sonntag, dem 20. Juni 1948 die Durchführung der Währungsreform stattfindet. Von der Bank Deutscher Länder werden die in den USA gedruckten und in Frankfurt eingelagerten Banknoten verteilt. Zunächst können nur 40,00 D –Mark „Kopfgeld“ umgetauscht werden. Weitere 20,00 DM wurden dann im August ausgegeben. Löhne, Gehälter und Mieten werden 1:1, Sparguthaben 10:1 umgewertet.

Kühe geben plötzlich wieder Milch, Kartoffeln wachsen wieder. Es ist wie Zauberei in diesem Sommer des Jahres 1948:

Von einem Tag zum anderen füllen sich die Schaufenster der Geschäfte wieder mit Waren. Die Leute stehen davor und wundern sich – besonders auch über die hohen Preise. Sie schimpfen über die Warenhortung, auf die Schieber und ihre „krummen Geschäfte“.

Im Kölner Karneval entsteht das Lied:

„Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Pinkepinke, wer hat soviel Geld“.

Bei der Währungsumstellung werden über Nacht die kleinen Sparer ihres Vermögens beraubt. Die Hälfte des Geldes wird zudem auf ein Festgeldkonto blockiert, davon werden später noch einmal 70% gestrichen. Besitzer von Sachwerten gehören zu den Gewinnern der Reform. Die „Hamsterfahrten aufs Land“ sind vorbei. Der Schwarzhandel ist Vergangenheit.

In der Sowjetischen Besatzungszone erfolgte die Währungsreform am 23. Juni 1948. Da das neue Geld noch nicht gedruckt ist, werden die alten Reichsmarkscheine zunächst mit Coupons beklebt. Die Bürger erhalten 70,00 Mark sofort ausbezahlt. Hier verbessert sich der Lebensstandart jedoch nicht wesentlich, da die Zwangsbewirtschaftung beibehalten wird.

In den Westländern entfällt die Preisbildung und Bewirtschaftung – Ludwig Erhard setzt die Marktwirtschaft durch.

Hier sehen wir einen 50-DM-Schein der neuen, in den drei Westzonen und in Westberlin gültigen Währung.

Völlig unerwartet ist am Freitag, 8. Juni 2018, unser Vorstandsmitglied und Heimatgebietsleiter Paderborner und Corveyer Land Horst-Dieter Krus im Alter von 68 Jahren verstorben.

Der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) und die regionale Heimat- und Kulturpflege verlieren mit Horst-Dieter Krus einen vielfältig ehrenamtlich engagierten Akteur, fachlich versierten Ratgeber und Initiator zahlreicher Projekte in der Region, der aufgrund seiner zurückhaltenden, bescheidenen Art, seines wachen Blicks und kritischen Geistes weit über die Grenzen seines Heimatortes Bellersen hinaus geschätzt wurde. Mit seinem Wirken prägte er die Kulturregion Kreis Höxter mit. Besonders am Herzen lag ihm die Weiterentwicklung der Ortschaft Bellersen, welche sich heute unter dem Leitgedanken „Natur und Kultur auf dem Dorf" als Tourismus-Musterdorf des Landes NRW präsentiert.

Als ehemaliger Kreisarchivar hat Krus nach seinem Studium der Geografie und Anglistik an der Universität in Göttingen fast ein Vierteljahrhundert als Gedächtnis der Verwaltung und der Geschichte im Kreis Höxter fungiert. Zuvor arbeitete er an verschiedenen ortsgeschichtlichen Projekten. Nicht nur in seiner beruflichen Tätigkeit als Archivar, sondern auch als Heimatforscher, Ortsheimatpfleger und Mitglied der Kreisbewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ ist er vielen Bürgerinnen und Bürgern in der Region bekannt. Krus war seit 1991 Mitglied des Redaktionsteams für das „Jahrbuch Kreis Höxter“.

Die Abbenburg, wo Krus geboren wurde, hatte nachhaltigen Einfluss auf sein Wirken. Er beschäftigte sich intensiv mit den historischen Gegebenheiten im Kontext der Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff und teilte seine Erkenntnisse in verschiedenen Veröffentlichungen mit.

Daneben publizierte er Werke wie „Gärten und Parks im Kreis Höxter“, „Flüsse, Bäche, Auen im Kulturland Kreis Höxter“ und „Schützenfest und Schützenwesen“ wie auch verschiedene Heimatbücher sowie diverse Fachbeiträge im Kreisjahrbuch. Ferner sind seine Heimatbriefe und sein Libretto zum Musikrezitat „Der Winkelhannes“ zu erwähnen. Das Spektrum seines publizistischen Wirkens ist breit.

Neben seinen ehrenamtlichen Aktivitäten für den Westfälischen Heimatbund war Horst-Dieter Krus Beiratsmitglied im Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalen und im Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins Bellersen, um nur zwei weitere Funktionen herauszugreifen. Horst-Dieter Krus wird eine schmerzhafte Lücke in der Kultur- und Heimatpflege Westfalens hinterlassen. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Völlig unerwartet ist am Freitag, 8. Juni 2018, unser Vorstandsmitglied und Heimatgebietsleiter Paderborner und Corveyer Land Horst-Dieter Krus im Alter von 68 Jahren verstorben.

Der Westfälische Heimatbund e. V. (WHB) und die regionale Heimat- und Kulturpflege verlieren mit Horst-Dieter Krus einen vielfältig ehrenamtlich engagierten Akteur, fachlich versierten Ratgeber und Initiator zahlreicher Projekte in der Region, der aufgrund seiner zurückhaltenden, bescheidenen Art, seines wachen Blicks und kritischen Geistes weit über die Grenzen seines Heimatortes Bellersen hinaus geschätzt wurde. Mit seinem Wirken prägte er die Kulturregion Kreis Höxter mit. Besonders am Herzen lag ihm die Weiterentwicklung der Ortschaft Bellersen, welche sich heute unter dem Leitgedanken „Natur und Kultur auf dem Dorf" als Tourismus-Musterdorf des Landes NRW präsentiert.

Als ehemaliger Kreisarchivar hat Krus nach seinem Studium der Geografie und Anglistik an der Universität in Göttingen fast ein Vierteljahrhundert als Gedächtnis der Verwaltung und der Geschichte im Kreis Höxter fungiert. Zuvor arbeitete er an verschiedenen ortsgeschichtlichen Projekten. Nicht nur in seiner beruflichen Tätigkeit als Archivar, sondern auch als Heimatforscher, Ortsheimatpfleger und Mitglied der Kreisbewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ ist er vielen Bürgerinnen und Bürgern in der Region bekannt. Krus war seit 1991 Mitglied des Redaktionsteams für das „Jahrbuch Kreis Höxter“.

Die Abbenburg, wo Krus geboren wurde, hatte nachhaltigen Einfluss auf sein Wirken. Er beschäftigte sich intensiv mit den historischen Gegebenheiten im Kontext der Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff und teilte seine Erkenntnisse in verschiedenen Veröffentlichungen mit.

Daneben publizierte er Werke wie „Gärten und Parks im Kreis Höxter“, „Flüsse, Bäche, Auen im Kulturland Kreis Höxter“ und „Schützenfest und Schützenwesen“ wie auch verschiedene Heimatbücher sowie diverse Fachbeiträge im Kreisjahrbuch. Ferner sind seine Heimatbriefe und sein Libretto zum Musikrezitat „Der Winkelhannes“ zu erwähnen. Das Spektrum seines publizistischen Wirkens ist breit.

Neben seinen ehrenamtlichen Aktivitäten für den Westfälischen Heimatbund war Horst-Dieter Krus Beiratsmitglied im Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalen und im Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins Bellersen, um nur zwei weitere Funktionen herauszugreifen. Horst-Dieter Krus wird eine schmerzhafte Lücke in der Kultur- und Heimatpflege Westfalens hinterlassen. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Samstag, 02 Juni 2018 00:00

In Buke wird Schützenfest gedeiert

Dienstag, 29 Mai 2018 00:00

Fronleichnam

Fest der höchsten Lieben,

wo der Herr im Sakrament

verlässt des Tabernakels Zelle,

Lob und Dank ihm ohne End.

Er durchwandert unsere Straßen,

die geschmückt mit Birkengrün,

Fähnlein flattern in dem Winde,

viele tausend Blumen blüh’n.

In geweihten Priesterhänden

funkelt golden die Monstranz,

in der Brotsgestalt verhüllet

ist der ewigen Gottheit Glanz.

Hell ertönt das Silberglöckchen,

feierlich der Glocken Klang,

Böllerschüsse dröhnen mächtig,

fromm ertönet Lobgesang.

Weihrauch erfüllt die Lüfte,

Frieden atmet die Natur,

Gott im Sakramente segnet

Menschen, Tiere, Feld und Flur.

Therese Beine, Schwaney 1958

Samstag, 26 Mai 2018 00:00

Die Altenbekenner Verbindungskurve

Vor 60 Jahren wurde sie dem Verkehr übergeben und die Einweihung fand am 30. Mai 1958 statt.

Wegen Überlastung der Nord – Südstrecken u.a. zwischen Hannover – Eichenberg kam es zu erheblichen Engpässen im Zugverkehr. Es wurde deshalb eine Entlastung für die Strecke gesucht und man entschied sich, die Züge vermehrt in Richtung Kassel über Altenbeken zu leiten. Sehr umständlich erwies sich jedoch, dass die Züge im Bahnhof Altenbeken die Fahrtrichtung ändern mussten (Kopfmachen). Dieser umständliche Betriebsablauf veranlasste die DB eine eingleisige Verbindungskurve zwischen der Strecke Altenbeken – Kassel und dem Westportal des Rehbergtunnels hinter den Häusern am Hang des Sagetals zu bauen.

Im Jahr 1956 begann die DB dann mit den Vorbereitungen dieser Altenbekener Verbindungskurve (Gleis 200) und es wurden umfangreiche Bodenuntersuchungen vorgenommen. Auch mit den Eigentümern der Häuser musste verhandelt werden, denn verschiedene Dächer hatten noch Hohlziegel und mussten deshalb wegen Feuergefahr neu eingedeckt werden, denn die Züge wurden zu dieser Zeit noch überwiegend mit Dampflokomotiven befördert. Nachdem dann die Arbeiten ausgeschrieben waren, begann man am 18. Juni 1957 mit den Ausschachtungsarbeiten. Rund 115.000 cbm Fels und Bodenmassen mussten mit LKW, später auch mit Hilfe von Bauzügen u. a. nach Langeland, Buke und Kreiensen abgefahren werden. Der Aushub wurde u.a. zur Verstärkung von Bahndämmen und Aufschüttung ausgefahrener Forstwege verwendet. Sogar für die Trockenlegung und Höherlegung des Altenbekener Sportplatzes wurde das Steinmaterial verwandt. Es wurde mehr festerer Felsen vorgefunden, als man erwartet hatte. Doch trotz der schwierigen Bodenverhältnissen konnte die 1.147 Meter lange „Kurve 200“ oder „Abzweig 200“ genannte Gleisverbindung fristgerecht am 30. Mai 1958 – also vor 60 Jahren – dem Verkehr übergeben werden. Hierzu kam extra der Präsident der Bundesbahndirektion Hannover mit einen Sondertriebwagen angereist.

Für die Anbindung an die Streckengleise in Richtung Kassel und Hannover mussten die beiden Stellwerke Altenbeken Tunnel (At) und Altenbeken Süd (As) eingerichtet werden.

Zu erwähnen sei noch, dass in der Altenbekener Kurve nach der Inbetriebnahme verstärkt Lokpersonalwechsel stattfand. Hierzu hatte man extra mehrere kleine Unterkunftshütten aufgestellt, die mit Heizung und Telefonanschluss ausgerüstet waren. Vom nahen Bahnbetriebswerk war eine fußläufige Verbindung entlang der Gleise geschaffen worden.

Mittwoch, 16 Mai 2018 00:00

Pfingsten

Die Ortsheimatpflegerinnen und –pfleger vor der St. Michaelskirche in Kirchborchen, Bürgermeister Reiner Allerdissen (links), stellvertretender Landrat Vincenz Heggen (erste Reihe, 4. von rechts) und Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic (erste Reihe, 5. von rechts) (Foto: Romana Papenkordt, Kreis Paderborn)

In zwei kleinen Nebentälern der unteren Alme und nur durch einen Bergrücken getrennt, liegen die Dörfer Nordborchen und Kirchborchen. In Kirchborchen trafen sich jüngst auf Einladung von Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic rund 40 Heimatpflegerinnen und Heimatpfleger und Ortschronistinnen und -chronisten. Jedes Jahr im Frühjahr und Herbst tauschen sie sich aus und stellen sich gegenseitig ihre Heimatorte vor.
Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen und der stellvertretende Landrat Vinzenz Heggen betonten bei der Eröffnung, dass es wichtig sei, sich kontinuierlich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Nur so sei es möglich, einen klaren Blick auf die Zukunft zu bekommen. Sie bedankten sich bei allen Heimatpflegern und allen Ortschronisten für ihre Arbeit. Ortsheimatpfleger Konrad Lüke stellte den Anwesenden die Geschichte des Ortes vor. Kirchborchen habe seinen Namen der Kirche in seinem Zentrum zu verdanken. Für die umliegenden Orte wie Nordborchen, Alfen und den Gutsbezirk Hamborn war der Ortstteil einst kirchlicher Mittelpunkt und somit wurde der Name „Kirchborchen“ schon früh im Zusammenhang mit dem Dorf gebraucht. Davor trug der Ortsteil den Namen Südborchen - seiner südlichen Lage nach.Lüke führte die Gruppe zunächst durch die örtliche Kirche. 1015 ließ Bischof Meinwerk dort bereits eine Holzkirche errichten, die er dem Abdinghofkloster übergab. 1043 ließ Abt Wolfgang diese durch ein steinernes Gotteshaus ersetzen, das Bischof Rotho noch im selben Jahr dem heiligen St. Gallus weihte. Um 1200 entstand schließlich daraus die heutige romanische Kirche, die dem heiligen Michael geweiht wurde und seither den Namen St. Michael trägt. Willi Schmitz zeigte den Anwesenden anschließend das örtliche Heimatmuseum. Die Teilnehmer erlebten dort eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit mit vielen interessanten Museumsstücken. Diese zeigen unter anderem das Leben in den Haushalten in Kirchborchen um 1900. Die Heimatpfleger bestaunten außerdem alte Bilder des Dorfes, eine alte Schmiede, eine Schusterwerkstatt und eine ehemalige Schmiede.
Bei der anschließenden Tagung erfuhren die Ortsheimatpfleger und Ortschronisten Neues aus dem Bereich der allgemeinen Heimatpflege. Michael Pavlicic berichtete über derzeit aktuelle Themen, u.a. auch über die neue EU-Datenschutzverordnung.
Diese alljährlichen Tagungen dienen dazu, Wissen auszutauschen und Probleme und Anregungen zu besprechen.

Sonntag, 06 Mai 2018 00:00

Schützenfest Schwaney

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