Rudolf Koch

Rudolf Koch

Dienstag, 07 April 2020 17:38

Pastoraler Raum an Egge und Lippe

Freitag, 03 April 2020 15:36

Nun beginnt die Karwoche

Die Altenbekener Bevölkerung sehnte das Ende des Krieges herbei – hatte sie doch als wichtigen Eisenbahnknotenpunkt in den letzten Monaten des Krieges sehr leiden müssen. Der Viadukt, der Bahnhof und viele Wohnhäuser waren durch Bomben zerstört. Noch am 30. März 1945 um 17:20 Uhr erlebte Altenbeken – durch zwei Jagdbomber – seinen letzten und sechsten Angriff. Die Altenbekener saßen wegen der ununterbrochenen Alarme Tag und Nacht in Kellern und Wasserdurchlässen oder flüchteten in den Eggewald. In den Abendstunden des 3. April 1945 fühlten sich die Amerikaner mit Panzerspähwagen bis zum großen Viadukt vor – zogen sich dann aber wieder zurück. In der Nacht zum 4. April geschah nichts – endlich hatte die Zivilbevölkerung etwas Ruhe. Morgens um 8:00 Uhr wurde auf dem Bahnhof der Betrieb eingestellt. – es fuhr kein Zug mehr. Gegen 10:00 Uhr setzte starkes Maschinengewehrfeuer im Westen ein und es schlugen einzelne Artilleriegranaten ein. Die Altenbekener Bevölkerung saß voller Unruhe in den Kellern, Bunkern und Wasserdurchlässen. Man sah vereinzelt deutsche Soldaten und Waffen-SS im Ort, die sich aber nach einem kurzen Gefecht in Richtung Bollerborn, Driburger Grund und auf die Höhen des Eggewaldes zurückzogen. Die Soldaten wollten Altenbeken verteidigen und insbesondere bei der „Alten Kirche“ die Straße unpassierbar machen, um den amerikanischen Panzern den Weg zu versperren. Der damalige Chronist Dr. Schulze schreibt wörtlich in die Kriegschronik: „Was sollen aber die wenigen SS-Leute und Soldaten ohne schwere Waffen gegen Panzer ausrichten? Jeder vernünftige Mensch muss doch einsehen, dass Widerstand zwecklos ist. Der Krieg ist für Deutschland verloren – dieses muss doch jeder einsehen. Was hat dieses Land noch zu erwarten?“  

Nachmittags gegen 15:00 Uhr rückten dann amerikanische Panzertruppen in den Ort vor. Die so genannten „Verteidiger“ zogen sich zurück – doch am kleinen Wasserbogen am Schützenweg, in dem viele Altenbekener Bürgerinnen und Bürger Schutz gesucht hatten, kam es zu Schießereien. Im nahe gelegenen Driburger Grund waren nämlich Soldaten und SS-Leute in Deckung gegangen und gefährdeten damit die Zivilbevölkerung, die sich dort versteckt hielten. Den Altenbekenern im Wasserdurchlass wurde befohlen, die weiße Fahne, die man schon gehisst hatte, einzuziehen.

 Als man sich darauf hin nach draußen wagte, um dem Befehl der SS-Soldaten nachzukommen, wurde der Eingang von einem amerikanischen Panzer beschossen. Hierdurch waren mehrere Verwundete und Tote zu beklagen.

Es starben die 17 Jahre alte Klara Koch und der 47 Jahre alte Johannes Kemper. Johannes Eusterholz, 51 Jahre, verstarb an den schweren Verwundungen zwei Tage später. (siehe Bilder)

Den jungen SS-Leuten wurden schwere Vorwürfe gemacht, weil sie mit ihrer Verteidigungshaltung die Zivilbevölkerung gefährdet hatten und an den Toten Schuld trugen. Es waren vorher auch schon Flugblätter verteilt worden, welche die Soldaten darauf hinwiesen ihren Widerstand aufzugeben. (siehe Flugblatt oben)  So mussten in Altenbeken kurz vor Kriegsschluss unschuldige Menschen ihr Leben lassen.  Den ganzen Nachmittag bis 18:00 Uhr sowie am nächsten Tag rollten schwere Panzer durch Altenbeken in Richtung Buke und Rehberg. Die amerikanischen Soldaten richteten in Altenbeken eine Orts -Kommandantur ein und ließen eine Besatzungstruppe zurück, die jeden Tag neue Bekanntmachungen anschlug. Mehrfach mussten die Häuser ganzer Straßenzüge für nachrückende Truppen geräumt werden. Wenn dann die Soldaten die Wohnungen wieder geräumt hatten, sah es schlimm aus!

Am 8. Mai 1945 um 0,00 Uhr schwiegen die Waffen in Deutschland – die Deutsche Wehrmacht hatte kapituliert. Der damalige Chronist Dr. Heinrich Schulze schreibt als Schlusssatz über die Kriegstage und dem Ende in die Kriegschronik:                                                                                                       

 " Hoffen wir, dass nie wieder Krieg über die nächsten Generationen hereinbricht!"

"Vom Paradies zum Baumfriedhof", so kann man in diesen Märztagen 2020 in der Zeitung von Heimatfreund Kurt Blaschke lesen. Dieses klänge zwar verrückt, aber es ist so. Wo man noch im vergangenen Jahr auf dem Egge - oder Grünen Weg zwischen Altenbeken und Kempen vornehmlich durch teils hohe schattige Nadelwälder wandern konnte , bietet sich hier nach den Baumfäll - Aktionen  ein schlimmes Bild. (siehe Fotos). Der zuständige Revierförster Andreas Bathe gibt auch den Restbeständen, die bereits deutlich gekennzeichnet sind, wenig Überlebensschanzen. So werden wir es noch erleben, dass der Eggekamm bis auf  vereinzelte Buchenbestände für längere Zeit entwaldet sein wird. Besonders auch der Grüne Weg präsentierte sich in der Vergangenheit immer als "grünes Paradies" für Wanderer, die ihn für entspannte Ausflüge in der Natur nutzten. Die Fotos von mir als Ortsheimatpfleger zeigen die "Baumleichen", die noch stehen und die dort  auf ihren Abtransport gefällten liegenden Stämme. 

Corona – dieses Wort ist aktuell allgegenwärtig und macht uns alle betroffen. Auch an Schwaney und unseren Veranstaltungen zum Dorfjubiläum geht dieses Thema und seine erheblichen Folgen nicht spurlos vorbei.
So sind wir sehr traurig und müssen euch mitteilen, dass die kommenden Veranstaltungen im Interesse und zum Schutz der Menschen auf Basis der von der Regierung verfügten Vorgabenabgesagt werden.

Dazu zählen zunächst folgende Veranstaltungen:
22.03.2020 Taizé-Gottesdienst fällt aus
27.03.2020 Jugend-Vereinsturnier fällt aus
01.05.2020 112 % Feuerwehr und Neubürgerempfang fällt aus
Die Segnung und Vorstellung des neuen Feuerwehrfahrzeugs findet ggfls. zu einem späteren Zeitpunkt statt.
15./17.05.2020 Theateraufführung der KFD in der Schützenhalle
Die Theateraufführungen der KFD werden auf einen späteren Termin verschoben. Die bereits erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite: www.kfd-schwaney.de
Für die weiteren Veranstaltungen ab Juni 2020 müssen wir abwarten, wie sich die Gesamtsituation in Deutschland entwickelt. Wir halten euch durch weitere Mitgliederinformationen, aber auch über die Internetseiten www.schwaney.de, www.heimatverein.schwaney.de, die Facebook-Seite „Schwaney“ sowie über Instagram unter „schwaneymeineheimat“ auf dem Laufenden.
Unsere dringende Bitte: Helft mit, dass diese Krisensituation von uns allen gemeistert wird und wir hoffentlich bald wieder zur Normalität zurückkehren können! Haltet euch an die Vorgaben der Regierung, bleibt zu Hause und bestärkt eure Familienangehörigen darin! Helft denen, die Hilfe in diesen Tagen benötigen! 

 

Denn nur gemeinsam sind wir dieser historischen Aufgabe gewachsen. Vereint und mit Zuversicht werden wir es schaffen.
Für unsere Heimat, für unsere Vielfalt, für unsere Zukunft. Bleibt gesund und passt aufeinander auf!
Euer Vorstand der Heimat- und Vereinsgemeinschaft Schwaney e.V. 

Samstag, 21 März 2020 10:32

Pfarrer Georg Kersting zur Coronakrise

Liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden unseres Pastoralen Raumes An Egge und Lippe,

der Corona-Virus ist auf dem Vormarsch. Die energischen Maßnahmen, die Weiterverbreitung des Virus einzudämmen, haben binnen weniger Tage unser Land und unser Leben verändert. Die allermeisten Mitbürger haben für die getroffenen Anweisungen Verständnis. Nicht wenige verunsichert die neue Situation und sie haben Angst. Als Christen ist hier unser Glaube gefordert. Bei allen Einschränkungen des kirchlichen Lebens, lade ich ein, den Herausforderungen mit Gottvertrauen und Entschlossenheit zu begegnen. Unser Erzbischof spricht uns in dieser schwierigen Lage in einer Videobotschaft Mut zu.

Die getroffenen Maßnahmen haben allerdings weitreichende Auswirkungen auf das kirchliche Leben in unseren Pfarrgemeinden. Die Pfarrheime sind geschlossen. Das Leben der Vereine und Gruppen kommt in den nächsten Wochen zum Erliegen. Zunächst bis zum 19. April (Weißer Sonntag) finden darüber hinaus keine öffentlichen Gottesdienste in unseren Kirchen und Kapellen statt. Auch die Kar- und Ostertage können wir nicht in gewohnter Form feiern. Zum persönlichen Gebet bleiben unsere Kirchen zur gewohnten Zeit geöffnet. Hier liegen, wie gewohnt, auch weiterhin die Pfarrnachrichten aus. Am Fernsehen und über www.pr-ael.de kann man zu Hause Gottesdienste mitfeiern. Die Kirchenglocken unserer Kirchen werden täglich um 19:30 Uhr läuten und alle Zuhause zum persönlichen Gebet einladen. Über die Homepage des Bistums und des Pastoralen Raumes gibt es in der nächsten Zeit vermehrt Angebote zum Geistlichen Leben in der Fasten- und Osterzeit. Ich lade herzlich ein, wer für solche Angebote Ideen und Material hat, uns diese zukommen zu lassen. Die Priester werden in der kommenden Zeit in „privater Form“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit täglich die Heilige Messe feiern. Die für diese Zeit in den Pfarrbüros abgegebenen Messintentionen werden gehalten. Sie finden diese Intentionen für jeden Tag ohne Angabe einer bestimmten Kirche in den aktuellen Pfarrnachrichten. Natürlich können Intentionen auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Nehmen Sie dazu Kontakt mit dem Pfarrbüro auf. Die Pfarrbüros sind weiterhin zu den bekannten Zeiten besetzt, stehen aber wegen der Infektionsgefahr nicht für den Publikumsverkehr offen. Nehmen Sie per Brief, Telefon oder Internet Kontakt zu unseren Pfarrsekretärinnen auf.

Besonders einschneidend ist, dass die Feier der Erstkommunion und der Firmung nicht zu den festgelegten Zeiten stattfinden können. Dies wird auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Näheres muss noch überlegt werden. In einer sehr persönlichen Videobotschaft drückt unser Erzbischof Hans- Josef Becker sein Bedauern aus, dass die schönen religiösen Feste nicht in der nächsten Zeit stattfinden können. Taufen und Trauungen können nur im allerkleinsten Kreis (Täufling, Eltern, Paten bzw. Brautleute und Trauzeugen – und jeweils Zelebrant) stattfinden. Hier empfiehlt sich in der Regel eine Verlegung auf einen späteren Zeitpunkt. Krankenkommunion und Krankensalbung sind möglich, sollten aber auf wirklich dringende Spendungen reduziert werden. Die Priester, Gemeindereferenten und Helferinnen bei der Krankenkommunion sind gerne bereit, telefonisch Kontakt zu den Alten und Kranken aufzunehmen und diesen Kontakt zu halten. Wer dies wünscht, melde sich bitte in den Pfarrbüros. Der Empfang des Bußsakramentes (Beichte) ist weiterhin möglich in der Form des Beichtgesprächs. Wer dies wünscht, möge sich bitte im Pfarrbüro oder direkt bei einem Priester melden. Einschneidende Veränderungen gibt es bei den Beisetzungen. Sie können nur im kleinen Kreis direkt am Grab stattfinden. Seelenämter in den Kirchen und Trauerfeiern in den Friedhofskapellen können zur Zeit nicht stattfinden. Seelenämter können aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus wirksam einzudämmen, sollen alle möglichst auf soziale Kontakte verzichten. Dies trifft manche von uns besonders. Vielleicht benötigen Ältere Hilfe beim Einkaufen. Bei den Tafeln werden Lebensmittelspenden knapp. Wir laden ein, wer Hilfe braucht und wer Hilfe geben kann, sich in den Pfarrbüros zu melden. Wir werden versuchen, bei Bedarf etwas zu organisieren.

Die Coronakrise ist eine große Herausforderung, die wir versuchen wollen, menschlich und geistlich zu bewältigen. Wir begegnen unseren Ängsten, erleben mitunter leichtsinniges oder auch übervorsichtiges Verhalten, müssen uns neu organisieren, haben aber vielleicht auf einmal wieder mehr Zeit, weil Termine ausfallen und entwickeln aus der Situation heraus neue Eigenschaften und Fertigkeiten. Ich wünsche uns, dass wir alle diese Zeit gesund und wohlbehalten überstehen und dass wir uns bei aller räumlichen Distanz als Gemeinschaft verstehen, die einander im Blick hat.

Herzliche Grüße, auch im Namen des Pastoralteams, im Glauben und Gebet verbunden,

Ihr Pfarrer

Georg Kersting

Freitag, 20 März 2020 17:20

Das Corona - Virus

In der Presse und im Internet konnte man folgendes lesen, das mit großer Achtung auf dieser Heimatseite veröffentlicht wird:

"Das Corona-Virus stellt uns alle vor Herausforderungen und verändert unser Alltagsleben massiv. Sportvereine, Schulen und Kitas schließen, kulturelle Einrichtungen und Vergnügungseinrichtungen ebenso. Diese Herausforderungen treffen alle. Wir alle müssen unser soziales Leben einschränken, um das Virus einzudämmen.
Vor allem Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sind insbesondere vom Virus gefährdet und müssen ihren Bewegungsradius erheblich einschränken, wenn sie sich nicht unnötiger Gefahr aussetzen wollen.
Wir wissen, dass Schwaney ein funktionierendes soziales Umfeld hat und den meisten Betroffenen Familie, Freunde und Nachbarn helfen und die notwendigen Einkäufe organisieren. Keiner weiß jedoch, wie es in den kommenden Tagen und Wochen weitergeht und die Situation sich entwickelt. Umso mehr ist Solidarität und gemeinschaftliche Hilfe nötig.
Sollte es Menschen geben, die Unterstützung brauchen, wollen WIR diese als TuS "Egge" Schwaney gerne über eine EINKAUFSHILFE organisieren.

So funktioniert es:
1) Per Telefon unter: 0162 3855818 Bedarf anmelden (zwischen 11-13 Uhr)
2) Kontaktdaten (Name, Telefon, Adresse) nennen
3) Einkaufsliste aufgeben (Max. 50 Euro)
4) Geld bei Übergabe im Briefumschlag bereithalten"

Ps.: Hier gebührt den Organisatoren ein herzlicher Dank für ihr ehrenamtliches Engagement . Dieses ist keine Selbstverständlichkeit sich einzusetzen für Menschen , die Hilfe und eine Unterstützung brauchen.

Freitag, 06 März 2020 11:43

Bezirks - Jungschützentag in Altenbeken

Der Jungschützen - Tag in Altenbeken fällt auf Grund der Coronavirusentwicklung  aus. Hiermit folgen die Bruderschaften der Weisung der Landesregierung.

In Aachen haben der Nordrhein-Westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla einen ICE auf den Namen „Euregio Maas-Rhein“ getauft. Die Partnerschaft der Region Aachen mit Ostbelgien, den Provinzen Limburg, Lüttich und Limburg als Europaregion „Euregio Maas-Rhein“ ist seit 44 Jahren ein gelebtes Beispiel für grenzübergreifende Kooperation, die die Deutsche Bahn mit der Taufe des ICE zusätzlich würdigt

. Musikalisch begleitet wurde die Taufe durch das Bahn-Orchester Altenbeken, welches eigens zu dieser Veranstaltung nach Aachen gereist ist.

„Unsere Züge verbinden die Menschen quer durch Europa. Rund 150 europäische Städte sind mit der Bahn direkt von Deutschland aus erreichbar. Mit dem Namen ‘Euregio Maas-Rhein‘ symbolisiert dieser ICE das Zusammenwachsen Europas. Die ICE 3 sind unsere schnellsten Züge - und zwischen Berlin und München ebenso unterwegs wie zwischen Frankfurt und Amsterdam, Brüssel und Paris,“ so DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Der ICE „Euregio Maas-Rhein“ verbindet Köln und Brüssel in zwei Stunden.

Der Vorsitzende des Bahn-Orchesters Altenbeken Ferdinand Heinekamp überreichte dem Ministerpräsident NRW Armin Laschet ein Präsent. (siehe Bild)

Fotos: Wilfried Drewes

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