Rudolf Koch

Rudolf Koch

Das alte Spurplan-Drucktasten-Stellwerk von Siemens, das am 1.Dezember 1963 in Betrieb genommen wurde, hat ab dem 1. April 2019 ausgedient und wurde in den Morgenstunden um 4,00 Uhr abgeschaltet. Dadurch konnten vom 1. bis 5. April keine Züge rund um Altenbeken verkehren und es musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden.

Der Fahrdienstleiter, der in den ersten Tagen im Jahre 1963 - also vor 56 Jahren - hier seinen Dienst verrichtete, war Franz Franke + (Bild) .Der letzte Fahrdienstleiter,  der in den Tagen vor Schließung das Stellwerk AF noch "bewachte" war Friedhelm Aust aus Neuenbeken. Er war es dann auch, der im Beisein von Kollegen die Tür zum stillgelegten Drucktasten -Stellwerk AF dann für immer verschloss. Mit Wehmut war auch der Gemeindeheimatpfleger Rudolf Koch zur Stelle, dem als Lokomotivführer über 30 Jahre vom Stellwerk  die Weichen gestellt wurden und deshalb dieses Ereignis im Bild festhielt. Nun wurden die Betriebsstellen Altenbeken, Langeland und Himmighausen ab dem 5. April 2019 um 12,00 Uhr vom Elektronischen Stellwerk Hamm (Hzf)) gesteuert.

Somit ist kein Fahrdienstleiter mehr in Altenbeken beheimatet, sie wurden pensioniert oder verrichten auf anderen Stellen ihren verantwortungsvollen Dienst.  Nun sind auf dem Bahnhof Altenbeken nur noch Servicekräfte (die früheren Aufsichtsbeamten) beschäftigt. Alle anderen Dienststellen  sind Laufe der Jahrzehnte aufgelöst und von ca. 1000 Eisenbahnern, die in Altenbeken beschäftigt oder verwaltet wurden, sind noch cirka fünf übrig geblieben. Die Zeiten, wo mehrere Generationen in der Eisenbahnergemeinde ihren "Dienst" verrichteten sind nun endgültig vorbei. Mit Wehmut blicken viele Eisenbahnpensionäre , die als Lokomotivführer, Lokschlosser , Betriebsarbeiter beim Bahnbetriebswerk, Zugführer, Stellwerkmeister, Signaltechniker, Fahrkartenverkäufer, Bahnmeister, Fahrbahnmitarbeiter, Weichenwärter, Gepäckangestellte sowie die Rottenführer etc. ihren Dienst verrichteten auf ihre Bahnzeit zurück. Ja - da wurde Altenbeken mit Recht noch Eisenbahnergemeinde genannt - doch diese Zeiten sind nun leider

vorbei.

Nun wurde in diesen Tagen wieder ein Zeugnis der Vergangenheit in Altenbeken beseitigt - das landwirtschaftliche Gebäude Claes. Dieser Bauernhof wurde 1655 erstmals unter dem Namen Martin Massens urkundlich erwähnt. Um 1730 war der Name "Massens" auf dem Hof ausgestorben und die Meierstätte ging dann in den Besitz der Familie Drewes über und danach durch Heirat auf die Familie Claes. Der letzte Besitzer, der bis Oktober 1988 die Landwirtschaft noch betrieb, war Josef Claes. Nach dessen Tod, wohnte seine Schwester noch im Bauernhaus, doch als sie es verließ, wurde es nun abgerissen.

Dienstag, 19 März 2019 09:59

Der Frühling kommt

Der Frühling ist im Anzug - auch in Altenbeken - dieses zeigt ein Foto des Heimatfreundes Winfried Marx.

Unbekannte haben in unserer Gemeinde mehrere Gebäude in der Ortsmitte mit Sprühfarbe beschmiert. Es taucht dabei immer die Zahl "187" auf. Den Tatzeitraum beziffert die Polizei mit Freitagabend den 15.März bis Samstagmorgen. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro.

Das alte Spurplan-Drucktasten-Stellwerk von Siemens aus dem Jahr 1963 hat ab dem 1. April ausgedient. Altenbeken wird dann vom Elektronischen Stellwerk in Hamm aus geschaltet.

Zentrale Bahnstrecke nach Altenbeken wird im April für fünf Tage gesperrt

Umstellung auf ein elektronisches Stellwerk erfolgt Anfang April. Busse werden für Ersatzverkehr eingesetzt. Zwischen dem Morgen des 1. April und mittags am 5. April fahren keine Züge zwischen Paderborn und Altenbeken. Von Ausfällen betroffen sind laut Deutscher Bahn und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) die Zuglinien RE 11 (RRX), RB 72, RE 82, RB 84, RB 85, RB 89 und S 5 sowie der Fernverkehr im Abschnitt Hamm bis Kassel-Wilhelmshöhe und teilweise auch darüber hinaus. Schienenersatzverkehre werden eingerichtet. Grund für die Streckensperrung sind Umstellungen im Altenbekener Bahnhof und entlang der Strecke für den Umstieg auf das elektronische Stellwerk in Hamm. In Altenbeken geht damit mal wieder eine Ära in der Eisenbahngeschichte zu Ende. Seit 1963 war das Stellwerk östlich des Bahnhofsgebäudes in Betrieb, doch die Drucktasten-Technik ist laut Deutscher Bahn zu altmodisch. Markant ist noch heute die Kennung "Af" am Stellwerk-Turm, sie steht für "Altenbeken Fahrdienstleiter"

Mit einem Stellwerk werden Weichen und Signale entlang der Strecken gestellt, das althergebrachte Drucktastenstellwerk konnte nur maximal sechs Kilometer entfernte Punkte erreichen. Die neue elektronische Technik bezeichnet Bahnsprecher Torsten Nehring nun als "modernste Baustufe". An der Strecke werden bereits Kabel, Signalfundamente und neue Signale eingebaut.

Technik muss getestet werden

In der Zeit der Sperrung müssen laut Bahn sämtliche Gleise von Paderborn über Benhausen, Altenbeken, Langeland bis Himmighausen und Buke durchgehend gesperrt werden. Es werden für die Nahverkehrslinien Schienenersatzverkehre eingerichtet. Damit Reisende eine Alternative für den ausfallenden Fernverkehr Richtung Kassel-Wilhelmshöhe haben, bietet der RE 11 täglich zwei zusätzliche Fahrten zwischen Willebadessen und Kassel-Wilhelmshöhe sowie der RE 17 eine zusätzliche Fahrt zwischen Warburg und Kassel-Wilhelmshöhe an. An den fünf Tagen verkehren keine Züge von Paderborn in Richtung Kassel und Hannover. In dieser Zeit wird die neue Technik ausgiebig getestet. Nach Freigabe der Strecke am 5. April sollen die Schaltungen von Hamm aus vorgenommen werden können. Für den im Folgenden geplanten Rückbau der alten Kabelanlagen seien keine Sperrungen geplant, heißt es von der Bahn. Im Bahnhof Altenbeken sowie in Langeland wird in kleinen Gebäuden, die Fertiggaragen ähneln, die Technik untergebracht. Die bisherigen Mitarbeiter des Altenbekener Stellwerks (siehe Foto) wechseln entweder in den Ruhestand oder übernehmen andere Aufgaben.

Hier sehen wir Kinder vor der Katholischen Volksschule in Altenbeken aus dem Jahr 1919. Lang - lang ist es her. Wer erkennt seinen Opa wieder? Lehrer war vor 100 Jahren  Herr Johannes Altrogge, (oben rechts im Bild) der 64 Schüler unterrichten musste., wie auf dem Bild zu erkennen ist. Er wurde geboren am 8. Oktober 1871 in Willebadessen und kam 1898 als Lehrer nach Altenbeken. Er starb am 3. Januar 1967 im Alter von 95 Jahren.

Montag, 25 Februar 2019 17:54

Narrenhände beschmieren Tisch und Wände

Diesen Volksspruch, der auch schon vor Jahrhunderten gebraucht wurde, ist in der heutigen Zeit sehr akut. Graffiti und andere Sachbeschädigungen nehmen ungeahnte Ausmaße an. Die "moderne" Graffiti- Unsitte nahm ihren Ausgang in den 1960er Jahren in New York und sie breitete sich rasch auf der ganzen Welt aus. Natürlich auch in unseren Heimatort Altenbeken sieht man immer wieder diese Schmierereien. Auch das Wahrzeichen unsere Gemeinde - der Bekeviadukt -  wurde nicht verschont.

 

Donnerstag, 21 Februar 2019 14:35

Der 22. Februar ein Schicksalstag für Altenbeken

Der 22. Februar - ein Schicksalstag für die Altenbekener Bürgerinnen und Bürger, denn nachdem der Viadukt notdürftig wieder hergerichtet und wieder befahrbar war, wurde ein erneuerter Angriff auf den Viadukt geflogen.

 16 Lancaster – Bomber drehten am 22. Februar 1945 gegen 16,00 Uhr von Westen her in das enge Beketal ein. Minuten später brach ein gewaltiges Inferno los, als 5,2 Tonnen schwere „Tallboys“ auf das angeschlagene Viadukt-Bauwerk herabstürzten und mit erdbebenähnlicher Wirkung das gesamte Gelände ringsum zerwühlten.. Eine der schweren Bomben traf die unter schwierigsten Umständen errichtete Stahlkonstruktion und zersplitterte sie regelrecht. Völlig zerschlagen wurden auch ein weiterer Brückenbogen. Damit war einer der wichtigsten Nachschubwege der deutschen Wehrmacht erneut unterbrochen.

Die verheerende Wirkung dieser Spezialbomben verursachten aber nicht nur Sachschäden.

Auch in einen Bunker unter dem Viadukt mussten 11 ukrainische Arbeiter, sieben junge Flakjunghelfer ihr Leben lassen, ein russischer Bergmann aus Russland verstarb an den Folgen . (heute steht hier ein Gedenkstein). Die Umgebung des Viaduktes bot wieder ein Bild der Verwüstung – die Alte Kreuz- Kirche war nur noch eine Ruine. Die Bombentrichter hatte einen Durchmesser von 30 Meter und waren 10 Meter tief.

 Im Dorf selbst in der Ortwaldstraße, Bahnhofstraße, Sagestraße, Bokelweg und am Schwarzen Weg waren mehrere Häuser getroffen worden. Zehn Tote lagen unter den Trümmern und über 100 wurden verwundet.

In den Abendstunden meldete der britische Rundfunk: “ Bomber eines Spezialkommandos zerstörten heute die Eisenbahnbrücke in Altenbeken. Damit wurde eine der wichtigsten Nachschubstrecken zur deutschen Westfront lahm gelegt“!

Donnerstag, 21 Februar 2019 14:29

Der 22. Februar ein Schicksalstag für Altenbeken

Der 22. Februar - ein Schicksalstag für die Altenbekener Bürgerinnen und Bürger, denn nachdem der Viadukt notdürftig wieder hergerichtet und wieder befahrbar war, wurde ein erneuerter Angriff auf den Viadukt geflogen.

 16 Lancaster – Bomber drehten am 22. Februar 1945 gegen 16,00 Uhr von Westen her in das enge Beketal ein. Minuten später brach ein gewaltiges Inferno los, als 5,2 Tonnen schwere „Tallboys“ auf das angeschlagene Viadukt-Bauwerk herabstürzten und mit erdbebenähnlicher Wirkung das gesamte Gelände ringsum zerwühlten.. Eine der schweren Bomben traf die unter schwierigsten Umständen errichtete Stahlkonstruktion und zersplitterte sie regelrecht. Völlig zerschlagen wurden auch ein weiterer Brückenbogen. Damit war einer der wichtigsten Nachschubwege der deutschen Wehrmacht erneut unterbrochen.

Die verheerende Wirkung dieser Spezialbomben verursachten aber nicht nur Sachschäden.

Auch in einen Bunker unter dem Viadukt mussten 11 ukrainische Arbeiter, sieben junge Flakjunghelfer ihr Leben lassen, ein russischer Bergmann aus Russland verstarb an den Folgen . (heute steht hier ein Gedenkstein). Die Umgebung des Viaduktes bot wieder ein Bild der Verwüstung – die Alte Kreuz- Kirche war nur noch eine Ruine. Die Bombentrichter hatte einen Durchmesser von 30 Meter und waren 10 Meter tief.

 Im Dorf selbst in der Ortwaldstraße, Bahnhofstraße, Sagestraße, Bokelweg und am Schwarzen Weg waren mehrere Häuser getroffen worden. Zehn Tote lagen unter den Trümmern und über 100 wurden verwundet.

In den Abendstunden meldete der britische Rundfunk: “ Bomber eines Spezialkommandos zerstörten heute die Eisenbahnbrücke in Altenbeken. Damit wurde eine der wichtigsten Nachschubstrecken zur deutschen Westfront lahm gelegt“!

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