Rudolf Koch

Rudolf Koch

Über die Historie dieses Hauses berichtet Ortheimatpfleger Rudolf Koch:

Die Grundsteinlegung dieses Objektes fand am 29. Mai 1991 statt.

(siehe Pastor Richard Pothmann mit der Urkunde im Anhang)

Am 12. Januar 1992 - also vor 25 Jahren - wurde das evangelische Gemeindehaus nach knapp einjähriger Bauzeit seiner Bestimmung übergeben.

Zahlreiche Gäste waren erschienen, nicht nur beim Dankgottesdienst, sondern auch bei der symbolischen Schlüsselübergabe durch den Architekten Gerhard Raabe und der dann folgenden Einweihungsfeier.

(siehe Foto v.l.n.r. HoT Leiter Fred Behrens, Pastor Richard Pothmann, Architekt Gerhard Raabe und Superintendant Hans Joachim Ziemann)

Dieses zweistöckige Begegnungszentrum hat drei Funktionen, so wurde betont:

In den oberen Räumen sollen Aussiedlerfamilien (max. 60 Personen) untergebracht werden und die unteren Räume bietet die evangelische Kirche "allen" Jugendlichen der Gemeinde Altenbeken als HoT = Haus der offenen Tür an. Gleichzeitig steht dieser Bereich zu bestimmten Zeiten den Erwachsenen für Gruppenarbeiten zur Verfügung. Gedacht ist aber vor allem, nach den Worten von Pastor Richard Pothmann , an eine Integrationsmöglichkeit der Aussiedler in der Gemeinde. Großes Lob bekam der rührige Pfarrer von allen Seiten für seinen Ideenreichtum, seinen Mut und seine Beharrlichkeit, denn es handelt sich hier um eine Maßnahme, die 1,2 Millionen DM kostete. Hieran beteiligten sich das Land, der Kreis Paderborn, die Gemeinde Altenbeken und auch der Kirchenkreis Paderborn.

In Zukunft ist für die Programmgestaltung und die sinnvolle Nutzung dieses Hauses der neue "HoT - Leiter" Fred Behrens verantwortlich.

Natürlich bekam das evangelische Gemeindezentrum einen Namen - es wurde ein Mann geehrt, der in der Naziherrschaft hingerichtet wurde nämlich:

Dietrich Bonhoeffer Haus.

Im November 1994 zogen die letzten Aussiedler aus, und die oberen Räume wurden dann umgebaut und werden nun als Begegnungszentrum genutzt.

Heutiger Leiter des HoT in Altenbeken ist Wolfgang Dehlinger.

Montag, 06 November 2017 00:00

Martinsumzug in Schwaney

Wer war Sankt Martin? Die Geschichte des Heiligen

Der Heilige Martin von Tours kam im Jahr 316 nach Christus im heutigen Ungarn zur Welt. Schon als Jugendlicher mit 15 Jahren schloss er sich dem römischen Heer an. Während seiner Dienstzeit in Frankreich (damals hieß es noch Gallien) kam es an einem bitterkalten Wintertag des Jahres 334 vor dem Stadttor von Amiens zu einer Begegnung mit einem Bettler. Dieser bat den römischen Soldaten um eine Gabe. Martin hatte Mitleid mit dem armen Mann, dem niemand half. Kurz entschlossen durchtrennte er mit seinem Schwert seinen Mantel in zwei Teile und gab dem Bettler einen davon. In der folgenden Nacht erschien ihm der Überlieferung zufolge Christus im Traum und gab sich als der frierende Bettler zu erkennen, dem er die Hälfte seines Mantels geschenkt hatte.

Martin ließ sich taufen, wurde Schüler des Bischofs Hilarius von Poitiers, gründete ein Kloster und wurde zehn Jahre später gegen seinen Willen zum Bischof von Tours gewählt. Die Legende erzählt, dass er sich in einem Gänsestall versteckt hatte, um sich dem Bischofsamt zu entziehen, jedoch von den Gänsen durch ihr Geschnatter verraten wurde. Die heute gerade bei uns in Oberbayern so beliebte Martinsgans ist ein Symbol für diesen Teil der Martinsgeschichte. Als Bischof kümmerte sich Martin vor allem um die Missionierung im damals noch in weiten Teilen heidnischen Europa und gründete zahlreiche Pfarreien und Klöster. Statt in einer Residenz lebte er in einer Klosterzelle.

Martin von Tours starb im Alter von 81 Jahren eines natürlichen Todes und wurde am 11. November 397 in Tours unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt und später heilig gesprochen. Sankt Martin nimmt in der Kirchengeschichte auch deshalb eine besondere Stellung ein, weil er nicht wegen seines Todes als Märtyrer heilig gesprochen wurde, sondern weil er ein sittliches Leben führte und vielen Menschen durch seine Nächstenliebe und seine Barmherzigkeit half.

Montag, 30 Oktober 2017 00:00

Allerseelen

An Allerseelen (lateinisch in commemoratione omnium fidelium defunctorum) begeht die römisch-katholische Kirche das Gedächtnis ihrer Verstorbenen. Das Gedächtnis aller Seelen wird im Kirchenjahr am 2. November begangen, einen Tag nach dem Hochfest Allerheiligen. Durch Gebet, Fürbitte, Almosen und Friedhofsgänge gedenken die Menschen aller Armen Seelen im Fegefeuer und wenden ihnen Ablässe zu. In der römisch-katholischen Kirche hat der Allerseelenablass daher eine besondere Bedeutung.Wo die Gräbersegnung nicht bereits am Nachmittag von Allerheiligen stattgefunden hat, findet sie an Allerseelen statt, wohin sie eigentlich gehört. Da Allerseelen in der liturgischen Rangordnung den Hochfesten des Herrn gleichgestellt ist, verdrängt das Gedächtnis aller Seelen in Jahren, in denen es auf einen Sonntag fällt, den Sonntag im Jahreskreis.

Samstag, 28 Oktober 2017 00:00

Im November

Donnerstag, 19 Oktober 2017 00:00

Schießsport-Abteilung Schwaney

Dienstag, 10 Oktober 2017 00:00

Die Museumslok wurde vor 40 Jahren aufgestellt

Die Dampflokomotive am Museum wurde vor 40 Jahren am 14. Oktober 1977 aufgestellt. (siehe den Bericht unter Historie).

Zum Jubiläum hat Rudolf Koch eine 2. Auflage des Buches "Altenbekener Museumslokomotive" drucken lassen. Ferner hat er Ansichtskarten erstellt, die auch bei ihm oder in der Buchhandlung Kuhfuß erworben werden können.

Als die Restaurierungsarbeiten im Altenbekener Bahnbetriebswerk abgeschlossen waren, wurde eine Überführung zum jetzigen Standort organisiert. Ein direkter Transport war wegen der niedrigen Eisenbahnunterführungen nicht möglich. Sie musste deshalb erst per Schiene mit einer Lok nach Paderborn Nord überführt werden, dieses geschah in den Morgenstunden des 14. Oktober 1977. Für das Personal des Ausbesserungswerkes war es das Ereignis des Jahres, als die Lokomotive an der Rampe eintraf und Lok und Tender auf einen Tieflader gezogen wurden.

Dann ging die "Reise" los und viele "Schaulustige" waren entlang der Route anzutreffen. Für die Lokomotive war es ein Triumphzug, als sie ihre letzte Fahrt unter den Viadukt nahm - war sie doch viele Kilometer auf der über 150 Jahren alten Beketalbrücke gefahren. Von Paderborn die Steigung hinauf, mit schwerer Last am Haken verbrauchte sie bei 1200 Tonnen Zuglast 2 - 3 Tonnen Kohle. Ja die Heizer mussten schon was leisten, aber heute hatte sie es besser, sie brauchte sich auf der Gebirgsstrecke nicht abquälen - heute wurde sie gefahren. Die 17 Kilometer auf zwei riesigen Tiefladern waren für die vielen Fotografen ein schönes Motiv. Gezogen von jeweils 400 PS starken Bundesbahnschleppern traten Lok und Tender den Weg auf der Straße über Benhausen und Neuenbeken nach Altenbeken an. Am Nachmittag, nach rund 90minütiger Fahrt, war das Ziel erreicht.

Hier wurde sie von einer großen Menschenmenge empfangen und unter den Klängen der Bundesbahn-Sozialwerk-Kapelle wurde sie auf die Schienen gezogen. Der Gemeinderat hatte sogar zu einen Umtrunk eingeladen - es wurde also richtig gefeiert.

Die Lokomotive wurde immer von der Initiative Museumslokomotive unter der Leitung von Ortsheimatpfleger Rudolf Koch gepflegt. Sie bestand zum größten Teil aus früheren Lokomotivführern, die noch in früheren Jahren "Dampfrösser" führten.

Im Jahre 2006 hat sich diese ehrenamtliche und fachkundige Vereinigung aufgelöst und die Lokomotive ist zur Zeit in einem schlechten Zustand. Die Freunde und pensionierten Lokomotivführer, die 30 Jahre diese Museumslokomotive gepflegt haben, wissen genau, welche Arbeiten verrichtet werden müssen, auch Material, wie Lampen, Schrifttafeln etc. sind noch vorhanden. Wie der Presse zu entnehmen war, wurde schon ein Gutachten erstellt, hier wurde mitgeteilt, dass der Tender mit einem Tieflader in das frühere Bahn-Betriebswerk überführt werden soll, um hier restauriert zu werden.

Vor kurzem feierte der Plattdeutsche Heimatkreis Schwaney sein Sommerfest im Pfarrheim Schwaney. Wieder waren zahlreiche Schwaneyer und viele auswärtige Gäste gekommen, welche unsere Vorsitzende Margret Bade recht herzlich begrüßte.

Auch in diesem Jahr begleitete uns unser Musiker Heinrich Haxter mit seinem Schifferklavier bei den zahlreichen Liedern, bei denen alle kräftig mitsangen. Bei den Vorträgen und Geschichten auf Plattdeutsch gab es viel zu lachen, es waren aber auch ernste, zum Nachdenken anregende Beiträge dabei.

Nachdem sich alle am Grillbuffet gestärkt hatten, spielten die Musikanten der Waschbrett-Combo aus Hövelhof auf. Deren Bandbreite reicht vom alten Schlager bis hin zu modernen Liedern, u. a. von DJ Ötzi. Das Publikum war begeistert und forderte Zugaben, welche auch gegeben wurden.

Über die gute alte Zeit wurden viele Geschichten erzählt und Gespräche geführt. Aber auch aktuelle Themen wurden diskutiert.

Die schönen Stunden vergingen viel zu schnell. Ein Tag, der uns allen sicher in schöner Erinnerung bleiben wird.

Der nächste Heimatabend findet am 25. Oktober 2017 um 19.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus statt.

Bericht und Fotos: Frank Striewe

Donnerstag, 21 September 2017 00:00

Altenbeken Gestern und Heute Teil 2

Auf 494 Seiten dokumentiert Ortsheimatpfleger Rudolf Koch Altenbeken nun in einen 2. Band wie sich Altenbeken im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Nun sind weitere Straßen aufgeführt, die im ersten Buch keinen Platz mehr hatten. Wie sahen die Bahnhofstraße mit dem Schwarzen Weg, der Burgstraße und dem Gänseberg früher aus. Der Kirchweg, wo damals die Volksschule stand ist als Titelblatt ausgewählt worden. Die Bollerbornstraße , die ihren Namen von der historischen Quelle bekam und die Rehberg - und Ahornstraße, die auf der Höhe zur Egge führen. Auch Ortwald - und die Kuhlbornstraße, die früher über den Brand geführt wurde haben sich sehr verändert. Die Sagestraße mit dem Frankental werden nur noch Alteingesessene wieder erkennen. Hier war der 90jährige Ureinwohner Franz Fieseler sehr hilfreich. Natürlich sind auch wieder Bilder vom früheren Ortsheimatpfleger Heinrich Neuheuser gesammelt, die zum Teil vom ersten Fotografen in Altenbeken Johan Kriwett stammen, der um 1900 hier einen Laden betrieb. Auch Fotos hat der Drogist Kurt Blaschke hinterlassen. Viele - ca. 100 alteingesessene Altenbekener Familien wurden aufgesucht, auch dieses hat sich gelohnt - man musste sich wundern, wie viel Bildmaterial hier noch in den Schubladen lagerten.

Viele Fotos in diesem historischen Bildband sind über 100 Jahre alt und sind interessante Dokumente im Vergleich zu dem heutigen Aussehen der Häuser. Im Jahre 1911 bei der Einführung der Straßennamen standen in der Eggegemeinde 258 Gebäude.

 

Das Buch kann beim Ortsheimatpfleger und in der heimischen Buchhandlung Simone Kuhfuß erworben werden.

Sonntag, 17 September 2017 00:00

Kreuzerhöhung in Altenbeken

Ein Blick in die Geschichte:

Am 17. September feierte die katholische Kirchengemeinde HL. Kreuz Altenbeken das Fest Kreuzerhöhung. Nach einem feierlichen Festhochamt, dass musikalisch umrahmt wurde vom kath. Kirchenchor, gingen die Gläubigen in einer Prozession zur Alten Kirche. Ein wunderschöner Altar war vor dem Portal des alten Gotteshauses aufgebaut, wo Pfarrer Georg Kersting den sakramentalen Segen spendete. Nach alter Tradition verschönte das Bahnorchester Altenbeken die Kreuzprozession mit Musik.

Im Anschluss wurden der neue Kirchplatz und die Gedenktafeln der verstorbenen Priester aus der Gemeinde gesegnet. Danach fand dann ein Pfarrfest mit Frühschoppen und Imbiss statt. Ab 14,00 Uhr war auch das Pfarrcafe geöffnet. Der Erlös ist für die Restauration der Kirche bestimmt.

Doch nun Daten aus früheren Jahrhunderten bis heute:

Die Kreuzverehrung hat in Altenbeken von altersher eine große Bedeutung. Die erste urkundliche Erwähnung über Kreuzprozessionen stammen aus dem 17. Jahrhundert. Im Jahre 1654 wurden Musiker der Universität Münster nach Altenbeken entsandt, die gegen Bezahlung bei der Prozession spielten. Außerdem kamen fünf Patres nach Altenbeken, um den Pfarrer bei der Beichte und Kommunion zu unterstützen. Aus der Zahl der benötigten Geistlichen ist zu ersehen, dass die Wallfahrt zu dieser Zeit einen außergewöhnlichen Umfang angenommen hatte und wohl mehrere Tausend Gläubige zur Kreuzkapelle pilgerten. Es ist überliefert, dass im Jahre 1654 auch der Paderborner Fürstbischof von der Reck an der Altenbekener Kreuzwallfahrt teilnahm. Die Prozession ging von der Kreuzkapelle aus und führte rings um das Dorf. Die Teilnehmer aus Buke, Schwaney, Lippspringe, Marienloh, Neuenbeken und Paderborn kamen gewöhnlich in Prozessionszügen zu Fuß nach Altenbeken.

Dass diese Prozession in all den Jahrhunderten eine große Anziehungskraft innerhalb der Bevölkerung Altenbekens gehabt hat, bezeugt ein Eintrag in die Chronik. So wird im Jahre 1959 die Länge des Prozessionszuges wie folgt beschrieben: „ Als die Spitze des Zuges den Hof Struck an der Abzweigung der Straße nach Buke erreicht hatte, haben erst die letzten den Kirchweg bei Brockmeyer verlassen.“

Im Jahre 1981 wurde die Sakramentsprozession zum Fest Kreuzauffindung (im Mai) zum letzten Mal gegangen. Im darauffolgendem Jahr fiel sie wegen der Firmung aus und im Jahre 1983 wurde dieselbe ganz abgeschafft, da sie von Papst Johannes der XXXIII. bereits 1960 aus dem liturgischen Kalender gestrichen wurde.

Nun findet die Prozession immer am Sonntag vor oder nach dem offiziellen Termin 14. September (Fest Kreuzerhöhung), statt.