Rudolf Koch

Rudolf Koch

Altenbeken-Buke: Unter Federführung des Hauptmanns Reinhard Simon von der St. Dionysius Schützenbruderschaft und des Ortsheimatpflegers Udo Waldhoff sowie durch tatkräftige Mitwirkung, insbesondere der Jungschützen, wurde der Eichborn grundlegend in ehrenamtlicher Arbeit saniert. Die gesamte Wegführung mit Wasserrinnen und Randbefestigungen wurde neu gestaltet, ausgekoffert und das historische Pflaster neu verfugt. Hierbei wurde die ehrenamtliche Arbeit durch den Bauhof der Gemeinde Altenbeken mit Baumaterialien großzügig unterstützt.Im Jahre 2002 wurde in einer beispielhaften Eigenleistungsmaßnahme der Buker Dorfgemeinschaft, unter Leitung des damaligen Ortsheimatpflegers Heinrich Bölte, der historisch bedeutsame Eichborn mit alter Waschstelle saniert und eine Mariengrotte neu errichtet und am 22. September 2002 vom damaligen Pastor Thomas Wulf in einer feierlichen Zeremonie eingeweiht. Für die Errichtung der Grotte mit Erstellung der historischen Waschstelle und Einfassung des Quellteiches und des Bachlaufes, wurden seinerzeit Kosten in Höhe von 35 000 Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgte über Spenden und Eigenleistungen. Seitdem liegt die Pflege des Eichborns bei verantwortlichen Schützenbrüdern der Westkompanie und deren Familienangehörigen. In regelmäßigen Abständen finden Marienandachten dort statt.

Das Bild zeigt: v. l. n. r.: Heinrich Bußmann, Konrad Dommes, Fabian Kanne, Andre Drewes u. Udo Waldhoff. --- Foto: Johannes Nolte

Udo Waldhoff  erhielt für seine vielfältigen, jahrzehntelangen Verdienste insbesondere im kirchlichen Ehrenamt den päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“. Im Rahmen der Festmesse zum Schützenfest überraschte Präses Pfr. Bernhard Henneke alle Anwesenden mit dieser außergewöhnlichen, da seltenen Ordensverleihung. Der mit der Ehrung vollkommen überraschte Udo Waldhoff gehört seit 1988 ununterbrochen dem Kirchenvorstand, in dem er seit 1991 das Amt des stellvertr. Kirchenvorstandsvorsitzenden engagiert ausfüllt, an. Hierbei war er nicht nur federführend beteiligt bei Renovierung und Umgestaltung der Pfarrkirche und dem Umbau des Pfarrheims, sondern er übernahm in all den Jahren auch diverse Zusatzaufgaben, die über den Rahmen dieses Ehrenamt hinausgingen. So war und ist er für die Priester der Pfarrei Buke, wenn kirchlicherseits Hilfe und/oder Unterstützung benötigt wird, erster Ansprechpartner, der die anstehenden Aufgaben erledigt oder, falls es ihm selbst nicht möglich ist, aufgrund seiner weitreichenden Kontakte entsprechend koordiniert. 

Bei den Schützen der „St. Dionysius“ Schützenbruderschaft Buke engagiert der Geehrte sich als 1. Brudermeisters (seit 2007). Dieses Amt hatte er auch schon von 1997 bis 2000 inne, nachdem er sich von 1992 bis 97 als 2. Brudermeister aktiv in der Vorstandsarbeit bei den Schützen einbrachte. In seinem Amt kümmert er sich nicht nur um seine satzungsgemäßen Aufgaben, die in den kirchlichen Belangen der Bruderschaft liegen, sondern neben vielfältigem anderen Engagement ist ihm ein Herzensanliegen der Kontakt zu den älteren und kranken Mitgliedern, die sich gesundheitsbedingt nicht mehr so aktiv am Dorf- und Vereinsleben beteiligen können. Neben diverser Arbeit in anderen Vereinen u.a. Beisitzer im Vorstand des Fördervereins der 8. Husaren Buke prägt der Geehrte nun auch seinen Heimatort, in dem er seit dem 01. Jan. 2014 offiziell und tatkräftig das Amt des Ortsheimatpflegers übernommen hat.

 Im Bild von links 2.Brudermeister Martin Rüther, Ehrenpräses Pfr. Martin Göke, Oberst Hans Norbert Keuter, 1.Brudermeister Udo Waldhoff, Präses Pfr. Bernhard Henneke, amtierende Majestäten Johannes und Petra Bölte.

Am 23. Juni 1915 - also vor 100 Jahren - starb der 1. Pfarrer der HL. Kreuz Gemeinde Altenbeken Heinrich Bokel. Sein Geburtsort ist Eikeloh - heute ein Ortsteil von Erwitte im Kreis Soest - ein Dorf mit ca. 500 Einwohnern. Am 31. Dezember 1845 wurde er hier als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Nach dem Besuch der heimischen Grundschule ging er anschließend zum Gymnasium nach Rietberg und zum Theodonarianum Paderborn. Dann studierte er in Paderborn und Münster Theologie. Am 21. März 1874 wurde er dann im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Der Kulturkampf zwischen Reichskanzler Otto von Bismarck und dem Papst Pius IV. ging scharf gegen die kath. Geistlichkeit vor. Er dauerte von 1871 bis 1878 und zwang den jungen Geistlichen erst in Eikeloh zu bleiben, da in dieser Zeit keine hl. Messen gefeiert werden durften und Priester verfolgt wurden. Nach dieser schlimmen Zeit wirkte er dann im Bistum Regensburg. Am 23. Dezember 1884 wurde er dann als Vikar nach Altenbeken versetzt. Zu dieser Zeit gehörte das Dorf noch zur Pfarrei St. Dionysius Buke. Als durch seine Bemühungen Altenbeken zu einer selbstständigen Pfarrei zu machen Erfolg hatten, ernannte ihn das Erzbistum Paderborn am 4. September 1894 zum ersten Pfarrer Altenbekens. Ihm ist es zu verdanken, dass die Gemeinde, welche durch den Eisenbahnbau an Einwohnern stark zugenommen hatte und die Alte Kirche am Anfang des Dorfes nicht mehr ausreichte, in der Dorfmitte die heutige HL. Kreuz Kirche zu bauen. Im Oktober 1905 war das Werk vollendet und konnte dann am 25. Oktober 1905 durch Bischof Dr. Wilhelm Schneider konsekriert werden. Ferner baute er ein neues Pfarrhaus (1907) und ein neues Jugendheim an der Kuhlbornstraße. Pfarrer Bokel starb nach segensreicher Tätigkeit am 23. Juni 1915 - also vor 100 Jahren - im Alter von 70 Jahren. Er wurde auf dem neuen Friedhof nahe der Kreuzkapelle - seiner ersten Wirkungsstätte als Vikar - zur letzten Ruhe gebettet. Zu Ehren dieses verdienten Pfarrers wurde auch eine Straße mit dem Namen Bokelweg nach ihm benannt.

 Das Bild zeigt: Vikar Heinrich Bokel bei der Alten Kirche und der Vikarie - dem Wohnsitz der Geistlichen um 1900. Mit im Bild: Küster Freitag und der spätere Pater Freitag als Kind .

 

Donnerstag, 28 Mai 2015 00:00

Weil unsere Heimat es wert ist

Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic und Stellvertreter Rudolf Koch auf der Frühjahrstagung der Ortsheimatpfleger und Ortschronisten in Delbrück-Westenholz für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt

von: Kreisverwaltung Paderborn (Öffentlichkeitsarbeit)

Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic aus Schloß Neuhaus und sein Stellvertreter Rudolf Koch aus Altenbeken werden sich auch in den kommenden fünf Jahren für die Bewahrung und Pflege des heimatlichen Kulturgutes einsetzen. Im Rahmen der diesjährigen Frühjahrstagung der Ortsheimatpfleger in Westenholz bestätigten die anwesenden 40 Heimatpfleger, Ortschronisten und Delegierten der Heimatvereine beide in ihrem Amt. „Wir leben in einem Raum mit einer hohen kulturellen Bedeutung, der es wert ist, dass wir uns um ihn kümmern“, sagt Pavlicic. Ihm mache die Arbeit sehr viel Spaß. Dabei setze er auch weiter auf die enge und mittlerweile 20-jährige Zusammenarbeit mit Rudolf Koch. Unterstützt werden beide künftig von Markus Müller aus Lichtenau-Holtheim, Konrad Lüke aus Nordborchen und Bernhard Troja aus Delbrück-Boke, die ab sofort in einem Beirat zusammenarbeiten.  Landrat Manfred Müller betonte, dass Heimatpflege ein aus der Verantwortung gegenüber der Schöpfung erwachsener Auftrag sei. „Heimatpflege sucht und gibt Antworten auf die Frage, was wir bewahren müssen, damit sich auch künftige Generationen ihres Herkommens und Werdens mit allen Sinnen vergewissern können“, so Müller. Er danke allen Ortsheimatpflegern, Ortschronisten und Vereinen, die diesen Auftrag mit großem Engagement annehmen würden. Das Beispiel Westenholz zeige, wie ein Ort durch entschlossenes, kluges gemeinschaftliches Handeln dorfwichtige Infrastruktur sichern könne. Das 600-jährige Westenholz habe die Grunderkenntnis, dass Arbeiten und Wohnen zusammen gehöre, beherzigt. Das helfe, das Dorf zu sichern. Auch Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz betonte, dass Heimatpflege davor bewahren könne, die Werte, „nach denen die Generationen vor uns gelebt haben, leichtfertig über Bord zu werfen“. Das Neue müsse selbstverständlich begrüßt, sich aber auch an der vorhandenen Kulturlandschaft messen lassen. „Wir haben hier ein wunderschönes Stück Natur, mit Menschen, die sich um all das mit Herzblut kümmern. Darauf können wir sehr stolz sein“, betonten Landrat und Bürgermeister. Pavlicic unterstrich, dass ein Generationenwandel einsetze. Zunehmend Jüngere setzten sich für die Heimatpflege ein. Auch Frauen seien, „wie überall, auf dem Vormarsch“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Viele würden erkennen, dass ein Engagement in der Heimatpflege dazu beitrage, den Ort so zu gestalten, wie man ihn für sich und seine Kinder wünsche. Wo die Wurzeln eines Ortes liegen, was ihn ausmacht und wo seine Zukunft liegen könnte, erläuterte Franz Sandmeyer am Beispiel von Westenholz, dem Ort der diesjährigen Frühjahrstagung. Neben einem Rückblick in die Geschichte des heute flächenmäßig größten Ortsteil Delbrücks, nahm Sandmeyer die Interessierten mit auf einen Rundgang durch den Ort. Sowohl der Westenholzer Dorfplatz als auch die Kirche St. Joseph waren Stationen der Besucher. Sandmeyer sprach auch Probleme wie Leerstand und Bröckeln der Infrastruktur an, die Dörfer im Zuge des demographischen Wandels erfahren. Der Wandel müsse gemeinsam gestaltet werden. Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz demonstrierte dann eindrucksvoll, was ein Berliner Journalist die Anmut der Provinz und den Liebreiz des Kleinen genannt hat: Für das anstehende Foto winkte er kurzerhand eine Hochzeitskutsche heran, die gerade vorbeifuhr und prompt für ein Foto hielt. Das strahlend weiße Gefährt als Metapher für den Willen, die Zukunft gemeinsam anzugehen, noch dazu vor tiefblauem Himmel. Besser hätten sie es wohl nicht treffen können. Die zweimal jährlich im Frühjahr und Herbst stattfindenden Kreisheimatpflegetagungen haben stets eine gute Resonanz. Sie sind für die Ortsheimatpflegerinnen und -pfleger, die Ortschronistinnen und -chronisten sowie Vorstände der Heimatvereine fester Bestandteil im Veranstaltungskalender. Sie bieten Gelegenheit, sich auszutauschen und über Entwicklungen und Initiativen sowie Kooperationsmöglichkeiten in der Heimatpflegearbeit informieren zu können.

Artikel:

Weitere Bilder: Frank Striewe, Heimatpfleger, Schwaney

An dieser Stelle - Mühlenweg - Ecke Pfarrer Dalkmann Straße steht schon lange ein Kreuz aus Sandstein. Im Sockel steht eingemeißelt: "Mein Jesus Barmherzigkeit." und auf lateinisch lesen wir" 0 Crux ave spesunica".   In früheren Jahren ging einmal im Jahr die Bittprozession hierhin. Im Laufe der Jahrzehnte verwitterten die Sandsteine des Kreuzes so sehr, dass sich die Familie Anton und Änne Rüther entschlossen hier ein neues Kreuz zu errichten. Dieses wurde nun im Zuge der Bittprozession, die am Dienstag, dem 12. Mai 2015 stattfand, von Pfarrer Bernhard Henneke eingesegnet. In seiner Ansprache ging er auf die Bedeutung von Kreuzen, besonders hier im Paderborner Land ein. Außerdem wies er darauf hin, dass der Nachbarort Altenbeken nach der Abpfarrung von Buke eine Heilig Kreuz Kirche in der Dorfmitte errichtete. So steht, das vom heimischen Tischler Harald Sawatzki gefertigte Kreuz, nun im Schatten der französischen Eiche, die der Landwirt Anton Rühter (Hossen) bei einem Besuch aus der Partnerstadt Betton vor ein paar Jahren mitbrachte und hier anpflanzte.

 

Das Bild zeigt: v.l.r. Die Ministranten - Pfarrer Bernhard Henneke, Anton Rüther, Harald Sawatzki (Tischlermeister) Änne Rüther.

Das Bild zeigt die Unterzeichnung der Kapitulation - Urkunde. Endlich befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Als der Krieg zu Ende war, befanden sich in Altenbeken noch viele Kriegsgefangene und Fremdarbeiter. Sie hatten nun durch den Einmarsch der Amerikaner ihre Freiheit zurück erhalten. Um sich Lebensmittel und Kleidung zu beschaffen waren Einbrüche an der Tagesordnung. Auch Überfälle auf offener Straße waren an der Tagesordnung. Gerne wurden auch alleinstehende Bauerhöfe und sonstige Gebäude heimgesucht. Die deutsche Bevölkerung durfte daraufhibn eine unbewaffnete Bürgerwehr aufstellen, die dann mit mehreren Männern für Schutz sorgte. Erst im August 1945 wurde es etwas ruhiger, da die Fremdarbeiter zusammengezogen wurden und in Kasernen nach Pderborn einquartiert wurden. Für die Zivilbevölkerung war auch ab 22,00 Uhr Polizeistunde, die von der Militärpolizei überwacht wurde.Am 1. Oktober 1945 konnten die Kinder wieder die kath. Volksschule in Altenbeken besuchen. Fast ein Jahr war der Unterricht nur bedingt erfolgt.Im Unterdorf sah es sehr schlimm aus. Hier stand fast kein unbeschädigtes Haus mehr. Die Kreuzkapelle war nur noch eine Ruine und auf dem Friedhof sah es sehr schlimm aus. Da es kein Glas gab, waren die meisten Fernster mit Pappe oder Holz abgedichtet. Auch die Leitungen für Licht und Wasser waren stark beschädig. Die Umgebung des Viaduktes war mit vielen Bombentrichtern, die meist mit Wasser vollgelaufen waren übersäht. Die Kreisstraße und der alte Kirchweg waren nur bedingt passierbar. Auch auf vielen landwirtschaftlichen Felder, besonders auf dem Rühenfeld und Wienacken, reihte sich Trichter an Trichter. Kohle gab es nicht – so ging man in den nahen Eggewald, um sich Holz zu besorgen. Eine gute Adresse war auch das Bahnbetriebswerk in Altenbeken. Hier wurden die Dampflokomotiven entschlackt.. Manches gute Stück landete dann auf die mitgebrachte Kastenkarre. Wenn man Glück hatte, konnte man als Kind auch mehrere Stücke Lokkohle ergattern. In Altenbeken waren auch noch viele Gerätschaften, wie Werkzeuge, die bei der Reparatur des Viduktes gebraucht worden waren, viel Heeresgut und auch Baracken der Organiesation Todt (OT) sowie Gerätschaften der Flacksoldaten. Diese wurden schnell von vielen Altenbekener in Beschlag genommen.Jahre später mussten dann die Vermögensverhältnisse geklärt werden. Ein gefährliches Spiel war es auch, wenn die Kinder mit zurückgelassener Munition spielten. Der Schreiber dieser Zeilen, kann sich noch genau erinnern, dass Flakpatronen in Feuer zur Explosion gebracht wurden. Das hier nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder. Eine große Freude war es, als die ersten CARE- Pakete aus Amerika ankamen. Die Hilfsorganisation hatte den Namen: Cooperative for American Remittances to Europe - abgekürzt CARE. Bei den Kindern waren die Süßigkeiten sehr beliebt und der Bohnenkaffee, statt dem "Mukkefuck" für die Damen ein "Geschenk Gottes" !

Donnerstag, 30 April 2015 00:00

Das Lehmkuhlenkreuz wurde restauriert.

Wenn man mit dem Auto die Landstraße 755 in Richtung Neuenbeken fährt, erblickt man ein Kreuz am Hang, das den seltsamen Namen "Lehmkuhlenkreuz" trägt. Ein Schild mit diesem Namen - angefertigt von Hobby-Schreiner Ronald Lange - weist darauf hin.

Wie kommt das Kreuz zu dieser Bezeichnung, so fragen viele Betrachter dieses Mahnmals?

Gemeindeheimatpfleger Rudolf Koch blätterte in der Chronik und berichtet:

Es erinnerte an den tragischen Tod von 2 jungen Altenbekener. Am 12. Juni 1847 kamen Johann Born, 22 Jahre und August Maes 20 Jahre hier zu Tode. In dieser Zeit wurden die Häuser in Altenbeken noch überwiegend in Fachwerkbauweise errichtet. Für die Herstellung der Wände wurde Lehm gebraucht und es wurden Höhlen gegraben, wo er dann abgebaut wurde. Bei dieser Arbeit stürzte die Lehmgrube ein und verschüttete sie und sie wurden, wie die Chronik berichtet "lebendig begraben und erstickten".

Die Familien errichteten zur Erinnerung an diesen schweren Unglücksfall Anfang des Jahres 1848 an dieser Stelle ein Kreuz mit folgender Inschrift:

"Den Tag und die Stunde weiß niemand,

wann der Menschensohn kommt

selbst den Engeln des Himmels ist er verborgen.

Im Jahre des Heils 12. Juli 1847 verunglückten hier die beiden hoffnungsvollen Söhne:

Johann Born, 22 Jahre alt und August Maes, 20 Jahre alt.

Man bete ein Vaterunser für ihre Seelen.

Im Laufe der Jahre wurde das Kreuz immer wieder erneuert. Etwas versetzt wurde es nach dem Ausbau der Straße. In den letzten Jahren wurde es immer wieder von Heimatpfleger Rudolf Koch gepflegt.

Den Namen "Lehmkuhlenkreuz" hat sich bei den Einwohnern Altenbekens bis heute erhalten.

             Das Bild zeigt v.l.n.r. Heimatfreund Alfons Schreckenberg und Ortsheimatpfleger Rudolf Koch bei der Restaurierung des Kreuzes.

                      Die Familie Struck in Altenbeken feiert in diesem Jahr Jubiläum. Die Hofstelle wird 325 alt. An der Stelle des ehemaligen Bauernhofes wurden schon im 16. Jahrhundert Eisensteine verhüttet. Auf dieser Singerschicht baute dann im Jahre 1690 der Bauer Johann Busch ein Bauernhaus in Fachwerkbauweise. Durch Heirat der Hoferbinnen änderte sich der Nachname über die Jahrhunderte. 1730 in Claes. dann Brockmann im Jahre 1867 und dann schließlich 1905 in Struck. Heute betreibt der Hoferbe Hubertus Struck keine Landwirtschaft mehr, sondern auf dem Hofgrundstück einen Entsorgungsbetrieb.

Ortsheimatpfleger Rudolf Koch und Heimatfreund Alfons Schreckenberg haben die Hinweistafel, die auf die optische Telegrafie auf dem Rehberg hinweist, repariert und wieder angebracht. Sie war bei einem Sturmschaden beschädigt worden. Die Wandertafel und die historischen Daten über die preußischen Nachrichtenübermittelung sollen später wieder aufgestellt werden.

 

Samstag, 25 April 2015 00:00

Kommunion 1919 - Franz Plaß

Aus dem Nachlass der Familie Plaß, Obere Sagstraße wurden der Heimatpflege sehr alte Dokumente, Bilder etc. zur Verfügung gestellt. Sie sind es wert einer größeren Öffentlichkeit zur Einsicht vorgestellt zu werden. Zum Teil sind sie über 100 Jahre alt, wie man erkennen kann. Ausgestellt wurde dieses Dokument zur Kommunion an Franz Plaß aus einer Ur-Altenbekener Familie stammend.

Der Text: ANDENKEN AN DIE ERSTE HEILIGE COMMUNION: FRANZ PLAß HAT DIE ERSTE HL: COMMUNION EMPFANGEN IN DER PFARR= KIRCHE ZU Altenbeken DEN 18. April 1909. Pfarrer Bokel.

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