Rudolf Koch

Rudolf Koch

Sonntag, 27 November 2016 00:00

100 Jahre Kindergarten in Altenbeken

Seit dem Jahre 1914 wirken die Schwestern vom "Kostbaren Blut" im Nachbardorf Neuenbeken. Zwei Jahre später - also vor 100 Jahren - im Jahre 1916 eröffneten sie in Altenbeken einen Kindergarten. Der damaligen Pfarrer Franz Ewers hatte zuerst den großen Saal des Jugendheimes zur Verfügung gestellt und später den ehemaligen Turnraum im Untergeschoss, daneben wurde ein kleiner Spielgarten angelegt. Da kein eigenes Schwesternhaus vorhanden war, kamen sie täglich von Neuenbeken zu ihrer Einsatzstelle ins Jugendheim. Erst im Jahre 1929 ließen sich vier Schwestern vom Kostbaren Blut als dauerhafter Konvent in Altenbeken nieder. Sie wohnten im Hause von Martha Meirich in der Ortwaldstraße, hier sind sie am 4. Januar 1929 feierlich von Dompropst Dr. Linneborn eingeführt. Im Mai 1936 konnte das Haus Tegethoff in der Ortwaldstraße erworben und als Schwesternhaus eingerichtet werden. Schwester Kleta als Leiterin und Schwester Blanda haben 80 bis 100 Kleinkinder betreut und damit die Familien erzieherisch unterstützt. Spielzeug gab es noch nicht und auch die Einrichtung war sehr dürftig. Die politische, aber auch die kirchliche Gemeinde waren seinerzeit im ersten Weltkrieg 1914/18 nicht in der Lage die erforderlichen geldlichen Mittel aufzubringen, sogar die Beheizung des Jugendheimes verursachte damals erhebliche Schwierigkeiten und Kosten. Aus diesen Gründen musste der Kindergarten sogar kurz vor Weihnachten 1917 vorübergehend geschlossen werden. Als sich nach den Kriegs - und Inflationsjahren die Verhältnisse wieder besserten, stellte dann die Gemeinde die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung und nahm eine geringfügige Gebühr von 0,50 Pfennig - 1,00 Mark. Nach Schwester Blanda, der mehrere Helferinnen zur Seite standen, (siehe Bild aus den Anfangsjahren) wirkten dann in späteren Jahren als Leiterinnen:

Schwester Felicia von 1931 - 1932,

Schwester Regina von 1932 - 1935,

Schwester Felicia und Schwester Johanna von 1936 - 1948.

Schwester Bertram von 1948 bis 1957.

Danach wirkte hier ab 1957 wieder Schwester Felicia bis zum 20. Dezember 1974. Nachfolgerin im Amt war dann Schwester Agatha. Im März 1958 wurde mit dem Bau eines neuen Hause begonnen, die Kosten betrugen 130.000 DM. Am 9. November 1958 ist es vom damaligen Pfarrer Wilhelm Sudhoff feierlich eröffnet worden. Doch Jahre später war auch dieses zu klein und am 16. September 1985 ist dann eine weitere vierte Gruppe in den unteren Räumen des Pfarrheimes eingerichtet. Vier Jahre später war die Kinderzahl, besonders durch den Zuzug von Aus - und Übersiedlern wieder stark angestiegen. Aus diesen Grund ist am 7. August 1989 ein 2. Provisorium in der Pfarrbücherei als 5. Gruppe geschaffen. Dieses konnte jedoch kein Dauerzustand sein, so dass man beschloss, einen zusätzlichen Kindergarten zu bauen. Als Grundstück wählte man die Gärten der früheren Posthäuser an der Adenauerstraße in eine Größe von 2374 Quadratmeter. Am 22. Januar 1991 wurde mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen und am 1. September 1992 konnte der 3gruppige Kindergarten bezogen werden. Die feierliche Schlüsselübergabe durch Architekt Willi Wiemers an Pfarrer Hubertus Wiedeking erfolgte am 17. November 1991. Die Kosten beliefen sich auf ca. 1,1 Millionen DM. Schwester Agatha, die vom Januar 1975 bis zum 31. Juli 2004 den Kindergarten als Leiterin vorstand - also fast 30 Jahre - war die letzte Ordenschwester, die dieses Amt ausführte. So endete die fast 90 Jahre dauernde Erziehungsarbeit der Ordensschwestern. Heute werden die Kindergärten zum 100. Geburtstag von "weltlichen" Kindergärtnerinnen geführt und betreut.          

Freitag, 25 November 2016 00:00

Advent

Die jüdische Familie Ikenberg wohnte viele Jahre in Altenbeken. Doch dann kam ein Schreiben von der Geheimen Staatspolizei, dass am 13. Dezember 1941 tausend Juden „evakuiert“ werden sollen.

„Die zur Abschiebung bestimmten Juden sind am 10. Dezember 1941 in ihren Wohnungen abzuholen und bis 16,00 Uhr nach Bielefeld zum Kyffhäuser am Kesselbrink (Großer Saal“) zu überführen. Die Transporte sind mit der Eisenbahn durchzuführen. Bargeld, Wertgegenstände sind einzuziehen. Die Judenwohnungen sind zu versiegeln.- soweit einen Ausschnitt aus dem Schreiben der Geheimen Staatspolizei in Münster - Außenstelle Bielefeld vom 12. November 1941.

Gemeinsam mit Juden aus Bad Lippspringe und Paderborn, insgesamt 76 aus den vier Hochstiftkreisen, musste sich auch die Altenbekener Familie Ikenberg bis 11,30 Uhr erst einmal an der Sammelstelle Paderborn einfinden, dem Städtischen Schlachthof am Tegelweg.

Der um 14,30 Uhr am Hauptbahnhof Paderborn eingesetzte Zug mit Juden aus dem Kreis Büren nahm die Wartenden am Nordbahnhof, abseits von städtischer Besiedlung, auf.

In Begleitung von zwei Oberwachtmeistern und vie Hauptwachmeistern erfolgte der Transport nach Bielefeld. Um Aufsehen zu vermeiden hatten die Beamten ausdrücklich Zivilkleidung zu tragen. Im Saal der Gaststätte "Kyffhäuser" sammelten sich die ersten Opfer, die von der Gestapo zur weiteren bürokratischen Abwickelung der Deportation übernommen wurden:

Identifizierung und Leibesvisitation, Durchsuchung des Gepäcks, Beschlagnahme von Geld, Wertgegenständen, sowie persönlicher Dokumenten. In der Regel wurden hierfür zwei bis drei Tage angesetzt. Bis zum Abtransport warteten die Opfer unter katastrophalen sanitären Bedingungen im "Kyffhäuser", dessen Boden nur notdürftig mit Stroh bedeckt war.

Vom Kesselbrink erfolgte am 13. Dezember 1941 der Abtransport mit Autobussen der Städtischen Verkehrsbetriebe zum Hauptbahnhof Bielefeld Der Transportzug mit Juden aus dem Regierungsbezirken Münster und Osnabrück traf gegen 15,00 Uhr ein. In den nahezu von 1000 Menschen überbelegten Abteilen müssen die in Paderborn Zugestiegenen einen Platz suchen. Bei dieser langen qualvollen Fahrt von Bielefeld über Hannover, Stendal, Berlin, Schneidemühl, Marienburg, Königsberg, Tauroggen und Mitau, die drei Tage währt, ist schnell das Trinkwasser verbraucht. Als der Zug am 16. Dezember 1941 am Bahnhof Skirotava, etwa 8 Kilometer von Riga entfernt, ankommt, herrschen Temperaturen um Minus 12 Grad. Nach Ankunft treiben die SS-Männer mit Hunden die Ankommenden für den langen Fußmarsch in das Ghetto Riga zusammen. Auf dem Weg werden bereits Alte und Kranke, die nicht weiter können, geprügelt, erschossen und liegen gelassen.

Von 13 Familienangehörigen aus Altenbeken überlebten die Verfolgung in verschiedenen Konzentrationslagern nur zwei - nämlich die Töchter Ilse und Rosa.

Hierüber ist auch eine Broschüre herausgegeben worden. Sie ist in der Altenbekener Buchhandlung Kuhfuß und beim Ortsheimatpfleger Rudolf Koch erhältlich

Die Deportation von der jüdischen Familie Ikenberg aus Altenbeken in das Ghetto Riga am 10. Dezember 1941 vor 75 Jahren. 

Hierüber wurde nun eine 2. Auflage des Heftes über diese Deportation zur 75jährigen Wiederkehr dieses grausamen Ereignisses von Ortsheimatpfleger Rudolf Koch herausgebracht. Mitautorin war die Paderborner Historikerin Dr. Margit Naarmann.

Das Heft ist beim Ortsheimatpfleger und in der örtlichen Buchhandlung Kuhfuß für 5,80 Euro zu erwerben.

Hier ein Ausschnitt zur Historie :

Zur ersten Deportation aus dem Hochstift in das Ghetto Riga wurden Minna Ikenberg, ihre Söhne Josef und Walter, die Töchter Ilse und Rosa sowie Thekla Rose, geb. 22.8.1887 in Altenbeken, eine Schwester von Minna Ikenberg, aufgefordert. Gemeinsam mit Juden aus Lippspringe und Paderborn, insgesamt 76 aus den vier Hochstift-Kreisen, musste sich die Familie Ikenberg am 10. Dezember 1941 bis 13.30 Uhr an der Sammelstelle Paderborn einfinden, dem Städtischen Schlachthof am Tegelweg. Der um 14.30 Uhr am Hauptbahnhof Paderborn eingesetzte Zug mit Juden aus dem Kreise Büren nahm die Wartenden am Nordbahnhof, abseits von städtischer Besiedlung, auf. In Begleitung von zwei Oberwachtmeistern und vier Hauptwachtmeistern erfolgte der Transport nach Bielefeld. Um Aufsehen zu vermeiden, hatten die Beamten ausdrücklich Zivilkleidung zu tragen. Im Saal der Gaststätte „Kyffhäuser“ sammelten sich die ersten Opfer, die von der Gestapo zur weiteren bürokratischen Abwicklung der Deportation übernommen wurden: Identifizierung und Leibesvisitation, Durchsuchung des Gepäcks, Beschlagnahme von Geld, Wertgegenständen sowie persönlichen Dokumenten, sofern das nicht schon am Heimatort geschehen war. Bis zum Abtransport warteten die Opfer unter katastrophalen sanitären Bedingungen im „Kyffhäuser“, dessen Boden nur notdürftig mit Stroh bedeckt war. Vom Kesselbrink aus erfolgte am 13. Dezember 1941 der Abtransport mit Autobussen der Städtischen Verkehrsbetriebe zum Hauptbahnhof Bielefeld. Der Transportzug mit Juden aus den Regierungsbezirken Münster und Osnabrück traf gegen 15.00 Uhr ein. In den nahezu von tausend Menschen überbelegten Abteilen müssen sich die in Paderborn Zugestiegenen einen Platz suchen. Bei dieser langen qualvollen Fahrt über Hannover, Stendal, Berlin, Schneidemühl, Marienburg, Königsberg, Tauroggen und Mitau, die drei Tage währt, ist schnell das Trinkwasser verbraucht. Als der Zug am 16. Dezember am Bahnhof Skirotava, etwa 8 km südöstlich von Riga entfernt, ankommt, herrschen Temperaturen um Minus 12 Grad. Nach Ankunft treiben SS-Männer mit Hunden die Ankommenden für den langen Fußmarsch in das Ghetto Riga zusammen. Auf dem Weg werden bereits Alte und Kranke, die nicht weiterkönnen, geprügelt, erschossen und liegen gelassen. Der Abtransport der ehemals jüdischen Nachbarn war offenbar in breiten Kreisen der Bevölkerung bekannt geworden. Die Sicherheitsdienst-Hauptaußenstelle in Bielefeld berichtete darüber an die übergeordnete Dienststelle.

Geboren wurde er am 6. Dezember 1934 in Ottenhausen (Kreis Höxter) Hier verbrachte er auf dem Bauernhof seines Vaters seine Kindheit, besuchte ab 1941 die Volksschule und sein weiterer Bildungsweg war die Realschule Steinheim, das Leopoldinum in Detmold, wo er Ostern 1955 sein Abitur ablegte. Sein Studium der Philosophie und Theologie absolvierte er von 1955 bis 1960 in Paderborn, München und Innsbruck. Seine Priesterweihe empfing er im Hohen Dom zu Paderborn am 22. Juli 1960 durch den damaligen Erzbischof Dr. Lorenz Jäger.

Sein priesterliches Wirken war sehr vielseitig:

Nach der Priesterweihe war er 3 Jahre als Vikar in der Pfarrei St. Elisabeth zu Lippstadt tätig. Von Januar 1964 führte ihn sein Berufsweg ins Siegerland. Neben seiner Tätigkeit als Berufsschulpfarrer an den Kreisberufsschulen, war er zur gleicher Zeit als Subsidiar in St. Martin Wilnsdorf, St. Michael Siegen und St. Martin Netphen zuständig. Ferner war er Religionslehrer an der Pflege – und Pflegevorschule des Marienhospitals und Gefängnisseelsorger der JVA Siegen. Als Kolping-Bezirkspräses , Bezirkskaplan der Christlichen Arbeiterjugend, sowie als Präses des Jung-KKV ( Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung) in Siegen füllte Wiedeking leitende Positionen aus.                                                                                                                  

Am 15. August 1982 wurde er als Pfarrer in Hl. Kreuz Altenbeken eingeführt.

Seine Aufgaben waren in all den Jahren hier sehr zahlreich:

Als allseits beliebter Pfarrer betreute er ca. 3000 Pfarrangehörige.

Den älteren und behinderten Menschen in den beiden Seniorenheimen stand er als Seelsorger hilfreich zur Seite.                                                                                                             

Als Präses stand er allen kirchlichen Vereinen in der Pfarrgemeinde vor:

Schützen, Frauengemeinschaft, Caritas, Kirchenchor, Schönstattfamilie, Kolping und KAB. Sowohl in den kirchlichen als auch in den weltlichen Vereinen fand sein gern gehörtes Wort bei Ansprachen, Festreden und öffentlichen Veranstaltungen aufmerksame Zuhörer. Unter seiner Leitung wurden der Kindergarten St. Helena errichtet und der Kindergarten Hl. Kreuz ständig modernisiert. Der gesamte Innenraum der neugotischen Pfarrkirche erhielt in den Jahren 1996/97 eine neue Ausmalung, die holzgeschnitzten Hochaltäre und die anderen Sakralgegenstände wurden restauriert; Orgel und Kirchenbänke wurden dabei gründlich überholt. Eine neue Heizungsanlage wurde installiert. Der Kreuzweg erstrahlt nun wieder in seiner historischen Ausstattung. Auch die Kreuzkapelle in der Nähe des Viaduktes wurde in seiner Amtszeit innen und außen renoviert. Zahlreiche Pilgerfahrten führte er mit seinen Pfarrangehörigen im In – und Ausland durch. September 2004 trat der beliebte Geistliche nach mehr als 22 Jahren segensreichen Wirkens in der HL. Kreuz Gemeinde Altenbeken mit Erreichung der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand. Mit einem „großen Zapfenstreich“ wurde er seinerzeit von den örtlichen Vereinen verabschiedet. Sein priesterliches Wirken hatte er natürlich noch nicht aufgegeben. Erst wohnte er in Blomberg und war als Subsidiar im Pastoralverbund Lippe Süd tätig.Danach wechselte er nach Horn/Bad Meinberg und nahm Wohnsitz im Haus der St. - Elisabeth - Stiftung. Am 22. August 2010 feierte der langjährige Pfarrer der HL. Kreuz Gemeinde Altenbeken an seiner langjährigen Wirkungsstätte sein Goldenes Priesterjubiläum. In den vielen Jahren als Priester, hat er nun als Pilger nach über 80 Lebensjahren seine irdische Pilgerschaft vollendet.

Das Requiem wird am Samstag, den 5. November um 10,00 Uhr in der HL. Kreuz Pfarrkirche Altenbeken gefeiert, anschließend findet die Beisetzung inder Priestergruft auf dem Altenbekener Friedhof statt. Das Totengebet ist Freitag den 4. November um 18,00 Uhr in der Pfarrkirche.      

Am Samstag den 15. Oktober 2016 fand der Heimatgebietstag 2016 im LWL Freilichtmuseum Detmold statt. Heimatgebietsleiter Horst Dieter Krus begrüßte eine große Anzahl von Teilnehmern/Innen am Eingang und zuerst wurde ein Gruppenbild gemacht.Anschließend fand eine begleitete Führung zum Paderborner Dorf statt. Auch eine Planwagenfahrt wurde angeboten.Beim Eintreffen im Gasthaus "Im weißen Ross" wurden die Heimatfreunde/Innen vom Landrat des Kreises Höxter Friedhelm Spieker, sowie vom Leiter des LWL - Freilichtmuseums Prof. Dr. Jan Carstensen willkommen geheißen.Ein Rundgang durch das Paderborner Dorf durfte natürlich auch nicht fehlen.Das Museum schildert das ländliche Leben der Vergangenheit ! Ob der lippische Meierhof aus dem 16. Jahrhundert, das historische Fotoatelier von 1891 aus Rietberg oder die Tankstelle aus Siegen der 1960er Jahre. Dieses größte Freilichtmuseum Deutschlands zeigt auf mehr als 90 Hektar grüner Kulturlandschaft und in über 100 Fachwerkgebäuden 500 Jahre westfälische Alltagskultur. In diesem Jahr 2016 blickt das LWL Museum Detmold über den Schüsselrand, denn es werden in einer Sonderausstellung und an zahlreichen Geländestationen Klogeschichte(n) erzählt.

Ein gelungener Heimatgebiettag, der von Heimatgebietsleiter Horst Dieter Krus vorzüglich organisiert worden war. Herzlichen Dank dafür!

Rudolf Koch, stellv. Kreisheimatpfleger des Kreises Paderborn.

Der Altenbekener Ortsheimatpfleger Rudolf Koch hat hier zum größten Teil historische Ansichtkarten aufgenommen, besonders von früheren Gasthäusern und Hotels. Wer kennt noch die "Restauration zur Erholung" von Ferdinand Bülling - bei den Altenbekenern "Sommerfrische" genannt. Sie wurde 1905 eröffnet und die Karte stammt aus dem Jahre 1912. Wer kennt noch den "Teutoburger Hof", der bei den Bahnbauten ab 1851 die führende Gaststätte im Eggedorf war ? Hiervon gibt es noch eine über 100jährige Ansichtskarte. Historische Ansichtskarten von der Gaststätte "Zur Ulme" 1850 eröffnet - vom " Westfälischen Hof" eröffnet 1898 - heute beide geschlossen. Im früheren Seniorenheim "Haus Zur Egge" war sogar ab 1959 ein Hotel mit Gaststätte für mehrere Jahre angesiedelt. In Pörtners Gaststube war in den Anfangsjahren (1834) sogar ein Colonialwaren - Laden, der später von Joseph Rudolphi betrieben wurde. Die beliebte Gaststätte Friedenstal - 1928 gegründet - gibt es noch und wird von Karl Heinz und Hildegard Brauckmann betrieben. Eine alte Ansichtskarte ist hier natürlich auch mit aufgeführt. Das Bahnhofshotel aus dem Jahre 1903 ist noch erhalten, wie im Kalender zu bewundern ist und wo der Historische Kalender vorgestellt wird. Viele Eisenbahner und Postbedienstete kehrten nach Dienstschluss hier immer wieder gerne ein. Waren doch ca. 1000 Bedienstete bei Bahn und Post in Altenbeken beschäftigt . Das Titelblatt zeigt einen Blick auf Altenbeken mit der 1905 erbauten Pfarrkirche um 1920.

Der Heimatpfleger von Buke, Udo Waldhoff, hat aus dem reichhaltigen Archiv von Ortschronist Hans Norbert Keuter wiederum frühere historische Aufnahmen in den Kalender aufgenommen.
Das Deckblatt des Kalenders zeigt eine Aufnahme der Hochzeit von Josef und Maria Köhling, geb. Böger aus dem Jahr 1932.
Das Haus Köhling ziert heute noch, nach Restaurierung in den letzten Jahren, den Mittelpunkt des Eggedorfes.
Weitere Aufnahmen des Kalenders zeigen u.a. die verschiedenen Aktivitäten der Bewohner und Ansichten des Dorfes in früherer Zeit. Wie z.B. der Karneval in den 60ger Jahren oder Häuser Am Springe vor der Bombardierung im zweiten Weltkrieg.
Die Fotos in dem Kalender sollen auch deutlich machen, wie sich das Leben im Dorf und die bauliche Entwicklung in den letzten fast hundert Jahren verändert haben.Die Historischen Kalender sind bei den Heimatpflegern, in der Tankstelle des Ortschronisten Hans Norbert Keuter, bei Goeken backen im Combi-Markt in Buke, im Raiffeisen-Markt in Buke und in der Buchhandlung Kuhfuß in Altenbeken für 13,50 € zu erwerben.
Der Reinerlös ist - wie immer- für heimatliche Projekte bestimmt.

Das Bild entstand vor dem Bahnhofshotel mit Gaststätte in Altenbeken - eröffnet 1903 - heutiger Besitzer Keith Gilbert. - Im Bild: Udo Waldhoff & Rudolf Koch

Zur Zeit werden von Ortsheimatpfleger Rudolf Koch Altenbeken mehrere Feldkreuze restauriert. Hierbei wird immer wieder festgestellt, dass viele Bürger über die Bedeutung und den Grund der Aufstellung dieser Mahnmale nicht im Bilde sind. Besonders das fast 100 Jahre alte Kreuz am Heuweg gab vielen Bürger/Innen Rätsel auf.

Nun werden und sind die Kreuze in verkürzter Form mit einen Hinweisschild versehen, die in der heimischen Firma Engels erstellt und die erforderlichen Metallarbeiten unentgeltlich von Metallbau Bannenberg in Buke gefertigt wurden.

Doch nun zur ausführlichen Historie:

Das erste Feldkreuz am Heuweg ist nach dem 1. Weltkrieg 1914/18 von dem Bauern Christian Brockmeyer (gen. Feldmegger) aus Dankbarkeit über die glückliche Rückkehr seiner Söhne Christian, Konrad und Bernhard aus diesem Krieg auf seinem Ackergrundstück errichtet worden. (siehe Bild)

Als in den Kriegsjahren 1944/45 feindliche Fliegerverbände den Viadukt zerstörten, wurde auch das Kreuz ein Opfer der Bomben. Nach dem Krieg ließ dann Christian Grote aus der Ortwaldstraße ein neues Kreuz errichten. Als auch dieses Mahnmal morsch geworden war, erwarb Josef Struck, Scholandweg, einen Eichenstamm, der im Sägewerk Harry Müller zugeschnitten und von dem Kunsttischler Wilhelm Dommes fachmännisch als Kreuz hergestellt wurde. Die Aufstellung erfolgte dann im Jahre 1955 unter Mithilfe von Anton Winkler und Franz Grote, Ortwaldstraße. Als auch dieses Kreuz den Umwelteinflüssen zum Opfer gefallen war, stiftete die Enkelin, Cilly Keller, älteste Tochter des Gastwirtsehepaar Bernhard und Rosa Brockmeyer im Jahre 1980 ein neues Mahnmal. Dieses wurde von Zimmermeister Franz Kurze aus der Ortwaldstraße angefertigt. Im Jahre 1997 wurde dann das Eichenkreuz einer gründlichen Restauration unterzogen. Es wurde abgebaut und vom 2. Vorsitzenden der hiesigen EGV - Abteilung Hellmut Niggemeier abgeschliffen und mit einer neuen Lackschicht versehen. Ferner wurden als Wetterschutz zwei Eichenbretter   fachmännisch angebracht. Nachdem nun Karl Hermann Drewes einen neuen Sockel aus Anröchter Steinen gemauert hatte, wurde es am 23. Juni 1997 wieder aufgestellt. Im Jahre 2003 wurde ein neues Kreuz errichtet, das unentgeltlich von dem Hobbyschreiner Ronald Lange, gezimmert und die Kupferabdeckung fertigte Richard Schierdewahn.. Die Materialkosten übernahm die Enkelin Angela Brockmeyer, eine Tochter des Konrad Brockmeyer aus der Ortwaldstraße. In all den späteren Jahren wurde das Umfeld von Heimatfreund Kurt Heidemann gepflegt. Im August 2016 ist das Kreuz auf Anregung des Ortsheimatpflegers unentgeltlich von Mitarbeitern des Malerbetriebes Carsten Husemann mit einem neuen Anstrich versehen. Ferner ließ Rudolf Koch zusammen mit Heimatfreund Erich Aufenanger eine Hinweistafel erstellen, die nun auf die Historie des Mahnmals hinweist.

Montag, 08 August 2016 00:00

Flüchtlinge in OWL Kommunen

In OWL Kommunen sind zur Zeit (Stand: 1. Juli 2016) folgende Flüchtlingszahlen zu verbuchen: siehe die Zuweisungen in den einzelnen Städten und Gemeinden. Die Bezirksregierung in Marsberg prüft zur Zeit die Erfüllungsquote und verteilt danach die weiteren Zuwanderer. Man will, dass alle Städte und Gemeinden auf 90% kommen, so war in der Presse zu lesen. Unsere Gemeinde liegt zur Zeit bei 95,27 %.

 

Nun ist er vor kurzer Zeit 85 Jahre alt geworden, aber immer noch ist er seinem Heimatdorf Buke eng verbunden. So hat er jetzt wieder ein Buch heraus gegeben mit dem Titel:

Der Meisterling und Buker Geschichten:

In seinem Vorwort schreibt er die Sätze, dass Liebe und Treue zur Heimat voraus setzen, dass man die Heimat kennt. Wir müssen auch in Zukunft darauf achten diese liebenswerte Heimat und diese schöne Kulturlandschaft weiterhin zu schützen und zu pflegen sei. Was uns unsere Vorfahren hinterlassen und uns anvertraut haben zu bewahren sei unser aller Aufgabe und Pflicht. So beschreibt er ein Bild von dem früheren Mitbürger Heinrich Stiens, der im Dorfe "Meisterling" genannt wurde. Dieser sei eine Lichtgestalt gewesen mit einer besonderen Lebenseinstellung. Viele Jahrzehnte hat er das dörfliche Leben in Buke mitgestaltet und war bekannt als ein Mann mit besonderen Fähigkeiten und eigener Lebensphilosophie.Natürlich dürfen auch andere Buker Originale nicht fehlen und interessant beschreibt der Heimatfreund Bölte auch, wie es in im Bergdorf vor 100 Jahren war.

" Ein Volk, das sein Gedächtnis verloren hat,

kann keine Zukunft mehr erblicken:

Frag deinen Vater, er wird es dir erzählen;

Frag die Alten, sie werden es dir sagen."

so der Autor in seinem Buch.