Rudolf Koch

Rudolf Koch

In einem feierlichen Gottesdienst wurde jetzt Pfarrer Bernhard Henneke, Altenbeken in der St. Michael Kirche Sennelager in das Amt des Bezirkspräses des Bezirksverbandes Paderborner - Land eingeführt. In seiner Predigt betonte der neue Präses, das die Schützen gestaltete Elemente im Gemeindeleben seien. Sie schützen die Werte der Menschlichkeit und treten für die Gesellschaft ein. Es sei nun seine Aufgabe auf Entwicklungen hinzuweisen, die diese Elemente verletzen.

Die Heimatpflege in Altenbeken, Buke und Schwaney gratulieren Herrn Pfarrer Henneke und wünschen viel Erfolg bei seiner Arbeit für das Schützenwesen.

Bahnwärterhäuschen standen am Schienenstrange Altenbeken-Warburg, die wie kleine, grün umrankte Waldpensionen anmuteten, vor denen in nächster Nähe die roten Rehe ästen und die Hasen ihre Männchen machten. Wärterhäuschen, deren Schranken sich nur heben, wenn gelegentlich ein schweres Holzfuhrwerk oder ein leichter Karren mit dürrem Reisig die Schienen kreuzten. Der Grenzposten der Direktion Wuppertal mit der Nummer 28 gehörte sicherlich nicht zu ihnen. Grenzposten sind eben immer besondere Posten, umwittert von Unruhe, Unrast und Gefahr. Und so war es auch mit diesem Buker Posten, der hart an der Bundesstraße 64 lag und schon immer ein Sorgenkind der Bahnverwaltung war und vorerst auch bleiben wird. In mehreren Windungen kriegten die blanken Gleise vorüber. Während die Sicht in Richtung Altenbeken ein paar hundert Meter beträgt, verschwanden die Schienen zum Bahnhof Buke schon einen guten Steinwurf weiter hinter einem Durchstich. Aus beiden Richtungen fällt die Bundesstraße zum Wärterhäuschen sehr kurz und stark ab, so dass es hier besondere Sicherheitsvorkehrungen der Bundesbahn bedurfte, um Unfälle möglichst zu vermeiden. Infolge der kurzen und schlechten Sicht gab man diesem Posten eine doppelte Warnanlage, ein normales Läutewerk und eine zusätzliche Klingelanlage, die bereits durch Schienenkontakt ausgelöst wurde, sobald ein Zug den Bahnhof Buke eben verlassen hatte. Mehr als 120 Züge donnerten hier im Laufe des Tages in Berg- und Talfahrt vorüber. Doppelt so oft trat der Wärter, der meist Schwerkriegsbeschädigte oder alt war, an das Windewerk, um die Schranken niederzulegen oder wieder hoch zu recken. Durchschnittlich 12 Stunden dauerte der verantwortungsvolle Dienst, der am Posten 28 wirklich Männer mit eisernen Nerven und kühlem Kopf verlangte. Keine Minute des Tages und keine Stunde der Nacht ruhte der Verkehr auf dieser alten Heerstraße. Oft stauten sich die Kraftwagen und Fuhrwerke auf beiden Seiten des Bahnüberganges zu langen Kolonnen. Wie oft forderte unwilliges Hupen das Öffnen der Schranken, wie oft musste der Wärter Grobheiten oder Flüche einstecken, die ihm von Fahrern mit schlechter Kinderstube zuflogen. Aber die meisten übersahen die Gefährlichkeit dieses Überganges und verstanden nicht, dass die Schranken noch geschlossen blieben, wenn ein Zug vorbeigefahren war. Wenn aber kurz darauf ein Gegenzug aus Richtung Warburg vorbei brauste und die Schlagbäume sich unverzüglich hoben, duckten die Fahrer, die eben noch schimpften, beschämt hinter ihr Steuerrad, um dem lächelnden Augen des Beamten, der nur seine Pflicht tat, möglichst flott zu entkommen. Die rot-weißen Schranken am Posten 28 hatten eine merkwürdige Anziehungskraft. Wegen des starken Straßengefälles zur Bahn hin unterschätzten manche Fahrer die Entfernung, bremsten zu spät und drückten die starken Schranken ein. Oftmals versagten auch die Bremsen. Zumeist verblieb es hier bis jetzt bei Sachschäden. Da die Bundesbahn mit der Unvorsichtigkeit der Menschen und der Unzuverlässigkeit ihrer Maschinen rechnete, verfügte der Posten 28 über doppelte Schlagbaumreserven, die oft erneuert werden mussten. Die Schranken selbst hatten eine vorbildliche Beleuchtung, die aus einem Standlicht und einer automatischen Scheinwerferanlage bestand. er Schwellenübergang zwischen den Schienen beim Posten 28 war ein Kapitel für sich. Jeder Fahrer, und war er Theologe, wird hier einen Fluch auf den Lippen gehabt haben, der berechtigt ist. Zweieinhalb Mann teilten sich den verantwortungsvollen Dienst am Posten 28, der zur Bahnmeisterei Willebadessen gehörte. Rund 25 Jahre hatte Bahnwärter Schreiber aus dem Walddorfe Kühlsen hier die Schranken geöffnet und geschlossen und täglich einen Weg von 16 km zurückgelegt. Seine Buker Bahnerlebnisse würden einen stattlichen Band füllen können. Sauber und adrett stand das Wärterhäuschen an der unruhigen Bundesstraße. Astern blühten vor den kleinen Fenstern, und im Gärtchen ringsum prunken Studentenblumen zwischen Gemüse und Suppengrün. Bunt war das Leben hier, hart und lang der Dienst. Aber die Wärter liebten ihn und mochten kein anderes Häuschen eintauschen gegen dieses Sorgenkind, den Posten 28.

Ps.: Im Jahre 1986 - vor 30 Jahren - wurde das Wärterhäuschen, wo die Schranken noch per Hand bedient wurden -  abgerissen

Aus alten Unterlagen (neu aufgesetzt und ergänzt von Hans Norbert Keuter, Ortschronist Buke)

Schon um 1800 wurde im Durbeketal von den Altenbekenern Kalk gebrannt. Besonders beim Bau der Eisenbahn und des heimischen Viaduktes war der Baukalk heiß begehrt. Man sieht also, dass dieses über 150 Jahre alte wuchtige Bauwerk Zeuge ist von der Güte des Altenbekener Kalkes.

Der Unternehmer Johann Moritz baute am Bollaes zwei Schachtöfen für die Herstellung von Bau - und Düngekalk. Wenige Jahre später vergrößerte er seinen Betrieb durch den Bau von weiteren Kalköfen durch die Errichtung einer Ziegelei. Viele Altenbekener waren hier beschäftigt und deren Nachkommen können sich noch an den 62 Meter hohen Kamin mit einen Durchmesser von 4,35 erinnern. Um die erforderlichen Baustoffe zu transportieren wurde 1903 sogar ein Gleisanschluss erstellt, der heute noch zu erkennen ist.

Das Altenbekener Kalk - und Zementwerk wechselte im Laufe der Jahrzehnte mehrmals den Besitzer und am 10. November 1949 wurde es stillgelegt. Bei der Versteigerung kaufte dann die Gemeinde das Werk mit allen Gebäuden und die dazugehörigen 60 Morgen Land für 20.000 Mark. Alle Bemühungen einen neuen Käufer zu bekommen, blieben erfolglos. Da der wuchtige Schornstein im Kriege beschädigt worden war und eine Gefahr für die nahe vorbei führende Eisenbahnstrecke bedeutete, wurde er später gesprengt.

Das Bürohaus ist heute noch vorhanden, von wo aus die Leitung organisiert wurde, die wohl fünf Generationen in Altenbeken einen Arbeitsplatz gaben.

Hier baute später u. a. der Maschinenfabrikant Anton Driller seinen Betrieb.

 

Bernhard Große-Coosmann leitet nun 30 Jahre den EMGV Altenbeken. Am 1. Januar 1987 wurde er in sein Amt eingeführt. Er trat die Nachfolge von Egon Michaelis (links) an. In der Jahreshauptversammlung wurde er jetzt vom 1. Vorsitzenden Ulrich Grundmeier mit einer Urkunde und einem Präsent ausgezeichnet. Das Bild zeigt ihn beim "Dienstantritt" vor 30 Jahren. Hierüber freute sich auch der damalige 1. Vorsitzende Adalbert Schmitz (Mitte)

Foto: Rudolf Koch

Samstag, 21 Januar 2017 00:00

Buke...........tut gut !

Eine Kuriosität, die viele Jahrzehnte die Gemüter der Altenbekener Bürgerinnen und Bürger erhitzte war, dass sich der Verwaltungsamtssitz des „Amtes Altenbeken“ in Bad Lippspringe befand. Als Anfang des 18. Jahrhunderts das Amt Lippspringe gegründet wurde, gehörten hierzu die Gemeinden: Benhausen, Marienloh, Neuenbeken, Buke, Schwaney und Altenbeken. Am 28. Januar 1921 schied Lippspringe als selbständige Stadt aus dem Amtsverbund aus und die übrigen Gemeinden bildeten das Amt Altenbeken. Amtsbürgermeister – also Verwaltungschef – war seinerzeit (bis 1939) Amtmann Peter Hachmann. Da Altenbeken die Räumlichkeiten fehlten und auch von der Amtsverwaltung keinerlei Anstrengungen unternommen wurden, blieb der Amtssitz in Lippspringe. Mehrere Vorstöße der Altenbekener Gemeindevertretung das Amt in den Eggeort zu bekommen, scheiterten. Auch während der Nazizeit wurden mehrere Eingaben und Anträge unternommen, durch den Weltkrieg blieb es dann aber dabei. Erst nach dem Zusammenbruch (1945) ging man endlich resoluter daran, den Amtssitz nach Altenbeken zu verlegen. In einer Sitzung vom 28. Dezember 1946 hatte Amtsbürgermeister Claes die Mitglieder der Amtsvertretung eingeladen und es wurde mit 13 Stimmen dafür und 4 Neinstimmen der Verlegung nach Altenbeken zugestimmt. In der gleichen Sitzung wurde als neuer Amtsdirektor Dr. Josef Rose gewählt. Dieser löste Amtsdirektor Peter Hachmann ab, der im 3. Reich pensioniert und dann von der Militärregierung wieder eingesetzt wurde, obschon er schon das 70. Lebensjahr erreicht hatte. Dem neuen Amtdirektor wurde die Bedingung gestellt auch seinen Wohnsitz in Altenbeken zu nehmen und einer Amtsverlegung mit allen Mitteln zu unterstützen. Es wurde ferner eine Arbeitsgemeinschaft der politischen Parteien, kurz ARGE genannt, gebildet, dessen Ziel es war, den Beschluss der Amtsvertretung auf höherer politischer Ebene zu vertreten.

Die Bemühungen waren Anfang 1947 erfolgreich !!

Es wurden ab Anfang des Jahres energische Schritte unternommen - die Bezirksregierung Minden wurde konsultiert und am 13. April waren die Spitzen der Verwaltung Regierungspräsident Heinrich Drake aus Minden, Oberkreisdirektor Wilhelm Gerbaulet aus Paderborn, sowie der Landrat Josef Büssemeier gekommen, um sich an Ort und Stelle von den Anliegen der Altenbekener ein Bild zu machen – und es klappte. Der Regierungspräsident entschied, dass einer Verlegung des Amtssitzes nach Altenbeken nichts mehr im Wege stehe.

Drake sagte wörtlich: (laut Niederschrift Gemeindeangestellter Leifeld)

„Nachdem der Kampf nun 27 Jahre gedauert hat, freut es mich, dass ich der Gemeinde endlich zu ihrem Recht verhelfen kann. Ich sehe die Nöte ein und kann mit diesem Beschluss eine rege Arbeit in ihre Hände legen“.

Nach dieser Zusage musste schnellstens gehandelt werden !

Von dem damaligen Kreistagsmitglied Bernhard Wittmann, der als Initiator der Aktion erwähnt werden muss, wurden sechs Lastkraftwagen und die dazu gehörigen Hilfskräfte organisiert, und in aller Eile – man konnte ja nie wissen – wurde das „Amt“ nach Altenbeken geholt. ( siehe auch alte Rechnung über den Umzug im Anhang).

Die Bediensteten waren von dem Umzug völlig überrascht. Die Akten wurden auf Wagen verladen, Schreibtische und Aktenschränke ebenso und die Straße vor der Amtsverwaltung war total blockiert von Lastkraftwagen und Bauernfuhrwerken.

„In Altenbeken fanden wir ein Chaos vor“ so ein früherer Verwaltungsbeamter, „ die Akten waren ohne vorher gebündelt zu sein, auf der Kegelbahn des „Westfälischen Hofes“ in Altenbeken abgeladen und wir hatten monatelang zu tun, die Sache wieder in den Griff zu bekommen“. Die Verwaltung selbst wurde zunächst in einer Etage des Hotels untergebracht, bis dann die frühere „Alte Schule“ notdürftig für die Verwaltungsarbeit umgebaut wurde.              

So hatte ein jahrzehnte langer Kampf endlich zum Erfolg geführt – Altenbeken war Amtssitz!! Später wurde dann ein eigenes Gebäude - das heutige Rathaus - gebaut.

Wegen des Orkans "Kyrill" am Donnerstag, den 18. Januar 2007 - also vor 10 Jahren - der auch Altenbeken nicht verschonte, war der Zugverkehr in der Eisenbahngemeinde Altenbeken zusammengebrochen.

In der Schneise bei der Rehbergbrücke war ein Baum auf die Oberleitung gefallen und löst sogar einen Brand aus. Die Feuerwehr hatte viel zutun und die Reisenden mussten alle den Zug verlassen und wurden in die Altenbekener Eggelandhalle gebracht. Von hier aus wurde dann organisiert, wie es weiterging und die Reisenden wurden hier mit Getränken ect. betreut. Der Zugverkehr ruhte bis zum nächsten Tag in den Abendstunden. (siehe auch unter Historie einen Bericht mit Bilderrn vom Buker Ortschronisten Hans Norbert Keuter.)

Samstag, 14 Januar 2017 00:00

Als es im Eggewald furchtbar hell wurde.

Vor 10 Jahren - im Oktober 2007 - zog der Orkan Kyrill durch unsere Eggewälder und eine halbe Millionen Bäume knickten um. Eine Woche lang war der Wald für Spaziergänger geschlossen. Der Buker Ortschronist Hans Norbert Keuter hielt diese Naturkatastrophe in Bildern fest. Siehe auch im Anhang.

Freitag, 13 Januar 2017 00:00

Sternsinger in Schwaney.

Schwaney:

Am Wochenende um den 07. Januar 2017 waren wieder 42 kleine Könige, trotz der Unbilden des Wetters, unterwegs um den Segen der Weihnacht in die Familien zu bringen. "20*C+M+B+17" haben sie an die Haustüren geschrieben - Christus Mansionem Benedicat - Christus segne dieses Haus, auch im neuen Jahr 2017. Wie einst die Sterndeuter zur Krippe nach Betlehem gingen, kamen unsere Sternsinger zur Krippe in die Pfarrkirche, von wo sie ausgesendet wurden. Für die diesjährige Aktion "Gemeinsam für Gottes Schöpfung - in Kenia und Weltweit" haben die Sternsinger um einen Spende für Kinder erbeten, die besonders unter Wetterextreme leiden. Sie wurden überall herzlich empfangen und erhielten für das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" 4.100 Euro. Die Sternsinger von Schwaney sagen danke.

Im Sonntagsgottesdienst stellten sich die Sternsinger sich den Gottesdienstteilnehmer vor. Die KLJB machte anhand von Bildern deutlich, wie Menschen, die am wenigsten dafür können, aufgrund von Wetterextremen leiden. "Papst Franziskus knüpft an die Gedanken des heiligen Franz von Assisi an und ermutigt uns, sich etwas Zeit zu nehmen, um den ruhigen Einklang mit der Schöpfung wiederzugewinnen, um über unseren Lebensstil und unsere Ideale nachzudenken." Mittlerweile werden die Folgen des falschen Umgangs mit der "herrlichen Mutter Erde" immer deutlicher. Der Klimawandel findet bereits jetzt statt. Starkniederschläge mit Überschwemmungen, Sturmfluten oder Waldbrände sind die deutliche Zeichen. Der sog. Treibhauseffekt läuft zwar auch unabhängig vom Menschen ab, wird aber durch ihn gefährlich verstärkt. Durch die Erderwärmung nehmen Wetterextreme an Häufigkeit und Intensität zu. Jede und jeder einzelne sowie die Regierenden sind aufgerufen ihren Beitrag zum Schutz des Klimas und unseren gemeinsamen Lebensraumes zu leisten. Unsere Kinder und Enkel könnten uns fragen, warum wir nicht mehr getan haben, um das Klima und die Schöpfung zu bewahren. Das Sammelergebnis in den einzelnen Ortsteilen: Altenbeken 5.155,35 Euro - Buke 2.450,07 Euro - Schwaney 4.100 Euro.  Ludwig Schenk , Ortschronist Schwaney. Foto: Lena Dunsche.

Samstag, 07 Januar 2017 00:00

Die Sternsinger brachten den Segen Gottes.

Auch in unserer Gemeinde waren die Sternsinger unterwegs, um Spenden zu sammeln. Diesmal geht es unter andern besonders um den Klimawandel und was er zum Beispiel in der Region Turkana im Nordwesten Kenias verursacht. Die Familien dort haben nichts zum Klimawandel beigetragen, müssen aber mit den schlimmen Folgen wie der zunehmenden Trockenheit leben. Die Sternsinger helfen ihnen, damit zu leben und sich anzupassen.