Rudolf Koch

Rudolf Koch

Dienstag, 02 August 2016 00:00

Sommerfest in Buke

An der Stelle - Mühlenweg - Ecke Pfarrer Dalkmann Straße steht schon lange ein Kreuz aus Sandstein. Im Sockel steht eingemeißelt: "Mein Jesus Barmherzigkeit." und auf lateinisch lesen wir" 0 Crux ave spesunica".   In früheren Jahren ging einmal im Jahr die Bittprozession hierhin. Im Laufe der Jahrzehnte verwitterten die Sandsteine des Kreuzes so sehr, dass sich die Familie Anton und Änne Rüther entschlossen hier ein neues Kreuz zu errichten. Dieses wurde nun im Zuge der Bittprozession, die am Dienstag, dem 12. Mai 2015 stattfand, von Pfarrer Bernhard Henneke eingesegnet.

Nun wurde auch das Umfeld noch schöner hergerichtet und ist zu einem Schmuckstück für das Eggedorf an der Landstraße nach Buke geworden.

Ein schönes Bild bot sich dem Fotografen, als eine junge Reiterin am Viadukt im Schatten der alten Kreuzkirche in Altenbeken in Richtung Oberförsterei ritt. Nicht nur Wanderer und Radler sind in Richtung Durbeke unterwegs, um in den Wäldern rund unseres Eggedorfes zu entspannen.

Dieses Haus gehörte in früheren Jahren zur Frankschen Eisenhütte und diente als Lagerhaus. Im Jahre 1935 kaufte der Unternehmer Willi Walecki das Grundstück mit dem Altbau und nutzte es als Wohnhaus. In einen Nebengebäude errichte er eine "Lackfabrik". Diese musste aber wegen starker Geruchsbelästigung später geschlossen werden. Als die Familie dann nach Paderborn verzog, vermietete er dieses Haus und es wurde hier im Jahre 1959 ein offizielles Kneip - und Kurheim eingerichtet. 1964 kaufte dann eine Frau Reinel die Immobilie und eröffnete in dem Haus eine Gaststätte und Hotel . Nach Schließung des Gastbetriebes wurde es als Altenheim für sieben bis acht ältere Bewohner umgerüstet. Im Jahre 1980 erwarben dann die Eheleute Siegfried und Monika Chrobasik das Haus, bauten es um und richteten hier 1982 eine Pflegeabteilung für sieben Schwerstpflegebedürftige ein und betreuten durchschnittlich etwa 13 bis 15 Heimbewohner. Dann ist das Haus 1985 an den staatlich anerkannten Altenpfleger und diplomierten Heimleiter Wolfgang Freiberg und seiner Ehefrau verkauft worden. 3 Jahre später investierte die Familie Freiberg ca. 900.000 DM für weitere Umbauten und einen Anbau für zusätzlich 14 Betten, sodass dann ca. 33 ältere und pflegebedürftige Menschen hier betreut werden konnten. Eine parkähnliche, schöne Gartenanlage auf dem ehemaligen Hüttengelände, sowie Terrassen erlaubten den Heimbewohnern gemütliche Stunden im Freien. Im Jahre 1994 übernahm Familie Lynen dieses Alten - und Pflegeheimes, zuletzt wurde es von Sohn Stephan und seiner Gattin Therese geleitet. Das Haus hatte 32 Pflegeplätze, diese waren aufgeteilt in 16 Einzel - und 8 Doppelzimmer. Alle waren behindertengerecht eingerichtet und ermöglichten auch Rollstuhlfahrer/Innen komfortables Wohnen. Doch nun wurde es leider zum 30. Juni 2016 geschlossen und über 30 Voll - und Teilzeitkräfte verloren ihren Arbeitsplatz. "Gründe hierfür waren gesetzliche Auflagen baulicher Art , die bis zum 1. Januar 2018 realisiert werden mussten. Der Aufwand hierfür war aber wirtschaftlich nicht vertretbar, sodass eine Weiterführung als Alten - und Pflegeheim nicht möglich war", so der scheidende Heimatleiter.

von: Ludwig Schenk:

Durch die Unterstützung der KfD Schwaney wurde Anschaffung möglich

Ein neues weißes Messgewand für die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Schwaney wurde am Patronatsfest am 24. Juni 2016 vom Leiter des Pastoralen Raumes, Pfarrer Georg Kersting, (siehe Bild) feierlich geweiht.

Pastor Bernhard Henneke hatte im Rahmen der JHV der Sakramentsbruderschaft Schwaney angeregt, ein neues „Weißes Gewand“ anzuschaffen. Nach seinen Vorlagen wurde in der Paramentenwerkstatt im Missionshaus in Neuenbeken die Kasel, die Stola und das Velum angefertigt. Die Kasel ist aus schlicht weißem Trevira/Wollstoff mit einem goldfarbenen Futter hergestellt. Die Stola enthält das Bild der Muttergottes sowie den Namenspatron St. Johannes Baptist. Die Seidenstücke sind mit Farben bemalt. Aus verschiedenen Garnen sind dann die Bildnisse aufgestickt worden. Das Wasser ist mit einer Silberkordel angedeutet und die Steine in Leder gearbeitet. Der Rosenkranz wurde aus echten Süßwasserperlen erstellt. Die Morgenröte bei der Muttergottes ist mit einem Goldfaden dargestellt. Im Nackenteil der Stola ist ein Doppelkreuz mit weißer und blauer Kordel aufgestickt, dass auch auf das Velum übertragen wurde. Durch das versetzte Auftragen der Bilder schaut Johannes zu Maria auf. Die Kosten für das Gewand betragen 2.600 €. Die Katholische Frauengemeinschaft Schwaney beteiligt sich mit einem erheblichen Anteil an den Kosten.Das „Weiß“ stellt in der Liturgie die Festlichkeit und die Klarheit des Lichtes dar. Der Priester trägt das weiße Gewand vornehmlich zu Ostern, Weihnachten, Muttergottesfesten und an bestimmten Gedenktagen der Heiligen.

Am Freitag, den 24. Juni 2016 wurden die letzten Schülerinnen und Schüler entlassen.

Ortsheimatpfleger Rudolf Koch erinnert sich:

Im Januar 1968 gründeten die noch selbständigen Gemeinden Altenbeken und Buke einen gemeinsamen Schulverband zur Errichtung einer Hauptschule mit Sitz in Altenbeken. Einen Monat später wurden auch die Kinder von Kempen/Feldrom hier eingeschult. Die Gemeinde Schwaney lehnte einen Beitritt zum Schulverband ab. Das neue Schuljahr begann am 9. August 1968 für die Klassen 5 - 9 und erster Rektor wurde Johannes Stodolka.

Die Hauptschule startete ihren Unterricht mit 247 Kindern in sieben Klassen. (Altenbeken: 178, Buke: 56 und 13 aus Kempen/Feldrom.) Es wurde eine neue Hauptschule gebaut, die bis zum Jahre 1970 von allen Kindern bezogen werden konnte. Das Schulgebäude im Ortsmittelpunkt wurde dann abgerissen. In diesem Jahr (1970) wurden dann auch 102 Kinder aus Schwaney in das neue Schulgebäude eingeschult. Wegen der Gebietsreform verließen aber die 11 Hauptschüler aus Kempen/Feldrom Altenbeken wieder.

1972 wurde eine Sporthalle gebaut und 1974 eine Schwimmhalle in Nähe der Hauptschule.

In den 80er Jahren nahmen die Schülerzahlen immer mehr ab. Viele Eltern schickten ihre Kinder zu Gymnasien oder Realschulen, ferner gingen die Geburtenzahlen stark zurück. Dieses änderte sich etwas durch den Zuzug aus den Ostgebieten. Doch ein paar Jahre später hatte man wieder Sorgen um den Erhalt der Hauptschule und gründete zusammen mit der Stadt Bad Driburg eine Gesamtschule. Die Hauptschule wurde bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1989 von Rektor Stodolka geleitet, dann übernahm bis Februar 2014 Rektor Hermann Knaup die Schulleitung. Die heutige Schulleiterin, Frau Barbara Göke, händigte nun zusammen mit Schulamtsdirektor Bondzio den letzten 34 Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse aus und es geht somit eine fast 50jährige Tradition in Altenbeken zu Ende.

So konnten sieben Schülerinnen und Schüler ihre Fachoberschulreife mit Q-Vermerk erreichen. Das bedeutet, sie haben die 10. Klasse Typ B absolviert und ihr Notendurchschnitt berechtigt sie, die gymnasiale Oberstufe zu besuchen. Neun weitere Schülerinnen und Schüler haben durch den Besuch der 10. Klasse Typ B ihre Fachoberschulreife erlangt und alle anderen durch den Besuch der Klasse 10 Typ A ihren Sekundarabschluss I. erreicht.

Verabschiedet wurden:

Hintere Reihe v.l.: Chiara Schmidt, Sebastian Richter, Andreas Brauer, Sarah Boubakeur, Maximilian Ploch, Patrick Walker, Jessica Otto, Adam Horn, Jammy Gulba, Mike Langrock und Denis Schimpf

Vordere Reihe v.l.: Lehrer André Reisch, Martina Gauergof, Jaqueline Weiffen, Alica Offergeld, Alina Winsel, Luisa Pauls, Jenny Derksen, Lisa Kasperczyk, Kristian Tim, Nicole Vukkert, Liana Ruder, Nina Peschke, Dennis Heine, Sarah Peter, Laura Kasperczyk, Jonathan Raabe, Kristina Alekseev, Evelyn Hein, Frederik Vogelsang, Dominik Jetten, Malin Müller, Lehrerin Cornelia Rümmler, Christian Donitzky und Philipp Engel.

Auf dem Foto fehlen: Marcel Weck und Integrationshelferin Barbara Janowski

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Eheleute Albert und Klara Schiller von Bauer Schrader das Grundstück erwarben, stand das Kreuz an der Ecke der jetzigen Adenauerstraße/Bahnhofstraße und wurde „Feldmeggers Kruize“ genannt. Im Jahre 1898 wurde das Gasthaus „Westfälischer Hof“ eröffnet und in diesem Zuge das gusseiserne Kreuz an den heutigen Standort versetzt. Da das Kreuz damals aber bereits sehr alt war, wurde es in den 20er Jahren von Bernhard und Rosa Brockmeyer durch ein massives Eichenkreuz mit einem sehr schönen Terrakotta-Corpus ersetzt. Die Zimmerarbeiten führte Josef Brockmeyer, jüngster Bruder des Gastwirtes, aus. Bis Anfang der 60er Jahre diente das Kreuz als Stationsaltar bei der Fronleichnamsprozession, dann musste der Altar jedoch dem Autoverkehr weichen.

Nach dem Tod des Ehepaares Brockmeyer wurde das Kreuz von den Nachkommen weiter gepflegt. Trotz mehrerer Anstriche im Laufe der Jahre musste es jedoch dringend erneuert werden. Die Neueinweihung vollzog am 1. Mai 1990 Pfarrer Hubertus Wiedeking im Beisein der ganzen Familie und vieler Altenbekener. Musikalisch wurde die Feier umrahmt vom Eisenbahner-Männergesangverein. Nachdem nun weitere 25 Jahre ihre Spuren an Kreuz und Corpus hinterlassen hatten, war eine neuerliche Grundsanierung notwendig geworden. Die Farbarbeiten wurden durch den pensionierten Malermeister Franz Lübbemeier vorgenommen, der die losen Farbschichten abtrug und stabilisierte sowie Kreuz und Corpus fachmännisch mit einem insgesamt neuen Anstrich versah. Franz Lübbemeier hatte bereits in den vergangenen Jahren mehrere Kreuze und Mahnmale in und um Altenbeken unentgeltlich restauriert. Ortsheimatpfleger Rudolf Koch und Heimatfreund Alfons Schreckenberg schnitten den über die Jahre zugewachsenen Standort behutsam frei und legten ein einrahmendes Kiesbett an. Ferner wurde eine Informationstafel angebracht, die künftig die Nachwelt über die Historie dieses über 100 Jahre alten Kreuzes informieren soll, das nun wieder zu einem Schmuckstück im Dorfmittelpunkt von Altenbeken geworden ist.

Das Bild zeigt: Ortsheimatpfleger Rudolf Koch und Malermeister Franz Lübbemeier.

Foto: Dirk Lübbemeier.

Die Gedenktafel auf dem Alten Friedhof in Altenbeken wurde am 10. Juni 2016 von der Firma Diwo wieder restauriert. Bei dem über 100 Jahre alten historische Grabstein war das Kreuz beschädigt. Vielen Dank an Herrn Theo Grebe vom Kulturamt der Gemeindeverwaltung für die schnelle Hilfe.

Zur Geschichte des Museums:

Das Altenbekener Egge – Museum wurde am 5. Juni 1976 mit viel Prominenz u. a. Heinrich Pohlmeier MdL, Landrat Köhler, Oberkreisdirektor Henke feierlich eingeweiht. „ Das hier ist kein Museum für Heizungsfachleute, was man angesichts der vielen Ofenplatten und Öfen vermuten könnte, sondern ein Museum, welches das Alltagsleben der Vergangenheit und auch des geistigen Lebens vergegenwärtigen soll. Ausgangspunkt war die Eisengewinnung und die Eisenverarbeitung“, so der damalige Geschäftsführer der Vereinigung Westfälischer Museen Dr. Siegfried Kesselmeier. Bis es soweit war, dass dieses Egge – Museum am Pfingstsamstag des Jahres 1976 endlich der Öffentlichkeit übergeben werden konnte, war viel Engagement und viel Geld und Geduld nötig. Der Grundstein wurde schon viele Jahre vorher gelegt, als der ehemalige Bürgermeister Heinrich Menne begonnen hatte, alten Hausrat, Werkzeuge, landwirtschaftliche Arbeitsgeräte, aber vor allem Ofenplatten und Gegenstände der früheren Altenbekener Eisenhütte zu sammeln. Als der Bauer Josef Driller den alten „Bessenhof“ aufgab und aussiedelte, erwarb die Gemeinde 1964 das alte Hofgebäude für 90 000 DM und hatte damit ein Domizil für das „Egge Museum“ gegründet. Mit den Erwerb war es natürlich nicht getan, denn es mussten noch erhebliche Umbauarbeiten durchgeführt werden.

Bis zur Eröffnung mussten über 1/2 Millionen DM ausgegeben werden. An den Kosten beteiligte sich der Kreis Paderborn und der Landschaftsverband Münster. In den folgenden Jahren mussten wieder erhebliche Mittel investiert werden. Das Dach wurde neu eingedeckt, die Fenster erneuert und die Außenfassaden neu gestrichen . Anfang der 90ger Jahren dienten die Nebenräume dieser kulturellen Einrichtung vorübergehend sogar als Wohnung für Aussiedler aus den osteuropäischen Ländern. Um die Attraktivität des Museums als Anziehungspunkt für Besucher zu festigen und zu erweitern wurden in den Jahren 1999/2000 wieder umfangreiche Arbeiten am „Egge Museum durchgeführt. Mit einem Kostenaufwand von 360.000 DM wovon 50% durch das EU- Programm „Leader II“ gefördert wurden, ist dann hier eine multifunktionelle Einrichtung entstanden. Hier fanden Kleinkunstveranstaltungen, Ausstellungen, Konferenzen und sonstige Aktivitäten statt. Auch die Eisenbahnfreunde haben hier ihr Domizil aufgeschlagen, um ein Stück Eisenbahnergeschichte zu präsentieren. Am 1. Mai 2000 wurde das Museum dann nach erfolgreicher Renovierung unter reger Beteiligung der Altenbekener Bürgerinnen und Bürger sowie der Europaabgeordneten Mechthild Rothe neu eröffnet. "Altenbeken hat jetzt eine Kulturstätte von überregionaler Bedeutung", so der Bürgermeister Wessels. Die Räume wurden vom ev. Pfarrer Pothmann und dem kath. Pfarrer Wiedeking eingesegnet. Doch als das Kulturbüro Altenbeken verließ, das von Carsten Hormes erfolgreich betrieben wurde, ist es still um das Altenbekener Ofenplatten - Museum geworden. Diese Kultureinrichtung , die mittlerweile in 14 Städten in der Region Kabarett und Musik veranstaltet, war eine Bereicherung für Altenbeken. Auf Beschluss des Gemeinderates ist hier nun ein gastronomischer Betrieb - die so genannten Museumsstuben - eingerichtet.

 Das Bild zeigt den alten Bessenhof - eingefügt sind Bauer Josef Driller (links) und Bürgermeister Heinrich Menne (rechts)