Rudolf Koch

Rudolf Koch

Eine Kuriosität, die viele Jahrzehnte die Gemüter der Altenbekener Bürgerinnen und Bürger erhitzte war, dass sich der Verwaltungsamtssitz des „Amtes Altenbeken“ in Bad Lippspringe befand. Als Anfang des 18. Jahrhunderts das Amt Lippspringe gegründet wurde, gehörten hierzu die Gemeinden: Benhausen, Marienloh, Neuenbeken, Buke, Schwaney und Altenbeken. Am 28. Januar 1921 schied Lippspringe als selbständige Stadt aus dem Amtsverbund aus und die übrigen Gemeinden bildeten das Amt Altenbeken. Amtsbürgermeister – also Verwaltungschef – war seinerzeit (bis 1939) Amtmann Peter Hachmann. Da Altenbeken die Räumlichkeiten fehlten und auch von der Amtsverwaltung keinerlei Anstrengungen unternommen wurden, blieb der Amtssitz in Lippspringe. Mehrere Vorstöße der Altenbekener Gemeindevertretung das Amt in den Eggeort zu bekommen, scheiterten. Auch während der Nazizeit wurden mehrere Eingaben und Anträge unternommen, durch den Weltkrieg blieb es dann aber dabei. Erst nach dem Zusammenbruch (1945) ging man endlich resoluter daran, den Amtssitz nach Altenbeken zu verlegen. In einer Sitzung vom 28. Dezember 1946 hatte Amtsbürgermeister Claes die Mitglieder der Amtsvertretung eingeladen und es wurde mit 13 Stimmen dafür und 4 Neinstimmen der Verlegung nach Altenbeken zugestimmt. In der gleichen Sitzung wurde als neuer Amtsdirektor Dr. Josef Rose gewählt. Dieser löste Amtsdirektor Peter Hachmann ab, der im 3. Reich pensioniert und dann von der Militärregierung wieder eingesetzt wurde, obschon er schon das 70. Lebensjahr erreicht hatte. Dem neuen Amtdirektor wurde die Bedingung gestellt auch seinen Wohnsitz in Altenbeken zu nehmen und einer Amtsverlegung mit allen Mitteln zu unterstützen. Es wurde ferner eine Arbeitsgemeinschaft der politischen Parteien, kurz ARGE genannt, gebildet, dessen Ziel es war, den Beschluss der Amtsvertretung auf höherer politischer Ebene zu vertreten.

Die Bemühungen waren Anfang 1947 erfolgreich !!

Es wurden ab Anfang des Jahres energische Schritte unternommen - die Bezirksregierung Minden wurde konsultiert und am 13. April waren die Spitzen der Verwaltung Regierungspräsident Heinrich Drake aus Minden, Oberkreisdirektor Wilhelm Gerbaulet aus Paderborn, sowie der Landrat Josef Büssemeier gekommen, um sich an Ort und Stelle von den Anliegen der Altenbekener ein Bild zu machen – und es klappte. Der Regierungspräsident entschied, dass einer Verlegung des Amtssitzes nach Altenbeken nichts mehr im Wege stehe.

Drake sagte wörtlich: (laut Niederschrift Gemeindeangestellter Leifeld)

„Nachdem der Kampf nun 27 Jahre gedauert hat, freut es mich, dass ich der Gemeinde endlich zu ihrem Recht verhelfen kann. Ich sehe die Nöte ein und kann mit diesem Beschluss eine rege Arbeit in ihre Hände legen“.

Nach dieser Zusage musste schnellstens gehandelt werden !

Von dem damaligen Kreistagsmitglied Bernhard Wittmann, der als Initiator der Aktion erwähnt werden muss, wurden sechs Lastkraftwagen und die dazu gehörigen Hilfskräfte organisiert, und in aller Eile – man konnte ja nie wissen – wurde das „Amt“ nach Altenbeken geholt. ( siehe auch alte Rechnung über den Umzug im Anhang).

Die Bediensteten waren von dem Umzug völlig überrascht. Die Akten wurden auf Wagen verladen, Schreibtische und Aktenschränke ebenso und die Straße vor der Amtsverwaltung war total blockiert von Lastkraftwagen und Bauernfuhrwerken.

„In Altenbeken fanden wir ein Chaos vor“ so ein früherer Verwaltungsbeamter, „ die Akten waren ohne vorher gebündelt zu sein, auf der Kegelbahn des „Westfälischen Hofes“ in Altenbeken abgeladen und wir hatten monatelang zu tun, die Sache wieder in den Griff zu bekommen“. Die Verwaltung selbst wurde zunächst in einer Etage des Hotels untergebracht, bis dann die frühere „Alte Schule“ notdürftig für die Verwaltungsarbeit umgebaut wurde.              

So hatte ein jahrzehnte langer Kampf endlich zum Erfolg geführt – Altenbeken war Amtssitz!! Später wurde dann ein eigenes Gebäude - das heutige Rathaus - gebaut.

Wegen des Orkans "Kyrill" am Donnerstag, den 18. Januar 2007 - also vor 10 Jahren - der auch Altenbeken nicht verschonte, war der Zugverkehr in der Eisenbahngemeinde Altenbeken zusammengebrochen.

In der Schneise bei der Rehbergbrücke war ein Baum auf die Oberleitung gefallen und löst sogar einen Brand aus. Die Feuerwehr hatte viel zutun und die Reisenden mussten alle den Zug verlassen und wurden in die Altenbekener Eggelandhalle gebracht. Von hier aus wurde dann organisiert, wie es weiterging und die Reisenden wurden hier mit Getränken ect. betreut. Der Zugverkehr ruhte bis zum nächsten Tag in den Abendstunden. (siehe auch unter Historie einen Bericht mit Bilderrn vom Buker Ortschronisten Hans Norbert Keuter.)

Samstag, 14 Januar 2017 00:00

Als es im Eggewald furchtbar hell wurde.

Vor 10 Jahren - im Oktober 2007 - zog der Orkan Kyrill durch unsere Eggewälder und eine halbe Millionen Bäume knickten um. Eine Woche lang war der Wald für Spaziergänger geschlossen. Der Buker Ortschronist Hans Norbert Keuter hielt diese Naturkatastrophe in Bildern fest. Siehe auch im Anhang.

Freitag, 13 Januar 2017 00:00

Sternsinger in Schwaney.

Schwaney:

Am Wochenende um den 07. Januar 2017 waren wieder 42 kleine Könige, trotz der Unbilden des Wetters, unterwegs um den Segen der Weihnacht in die Familien zu bringen. "20*C+M+B+17" haben sie an die Haustüren geschrieben - Christus Mansionem Benedicat - Christus segne dieses Haus, auch im neuen Jahr 2017. Wie einst die Sterndeuter zur Krippe nach Betlehem gingen, kamen unsere Sternsinger zur Krippe in die Pfarrkirche, von wo sie ausgesendet wurden. Für die diesjährige Aktion "Gemeinsam für Gottes Schöpfung - in Kenia und Weltweit" haben die Sternsinger um einen Spende für Kinder erbeten, die besonders unter Wetterextreme leiden. Sie wurden überall herzlich empfangen und erhielten für das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" 4.100 Euro. Die Sternsinger von Schwaney sagen danke.

Im Sonntagsgottesdienst stellten sich die Sternsinger sich den Gottesdienstteilnehmer vor. Die KLJB machte anhand von Bildern deutlich, wie Menschen, die am wenigsten dafür können, aufgrund von Wetterextremen leiden. "Papst Franziskus knüpft an die Gedanken des heiligen Franz von Assisi an und ermutigt uns, sich etwas Zeit zu nehmen, um den ruhigen Einklang mit der Schöpfung wiederzugewinnen, um über unseren Lebensstil und unsere Ideale nachzudenken." Mittlerweile werden die Folgen des falschen Umgangs mit der "herrlichen Mutter Erde" immer deutlicher. Der Klimawandel findet bereits jetzt statt. Starkniederschläge mit Überschwemmungen, Sturmfluten oder Waldbrände sind die deutliche Zeichen. Der sog. Treibhauseffekt läuft zwar auch unabhängig vom Menschen ab, wird aber durch ihn gefährlich verstärkt. Durch die Erderwärmung nehmen Wetterextreme an Häufigkeit und Intensität zu. Jede und jeder einzelne sowie die Regierenden sind aufgerufen ihren Beitrag zum Schutz des Klimas und unseren gemeinsamen Lebensraumes zu leisten. Unsere Kinder und Enkel könnten uns fragen, warum wir nicht mehr getan haben, um das Klima und die Schöpfung zu bewahren. Das Sammelergebnis in den einzelnen Ortsteilen: Altenbeken 5.155,35 Euro - Buke 2.450,07 Euro - Schwaney 4.100 Euro.  Ludwig Schenk , Ortschronist Schwaney. Foto: Lena Dunsche.

Samstag, 07 Januar 2017 00:00

Die Sternsinger brachten den Segen Gottes.

Auch in unserer Gemeinde waren die Sternsinger unterwegs, um Spenden zu sammeln. Diesmal geht es unter andern besonders um den Klimawandel und was er zum Beispiel in der Region Turkana im Nordwesten Kenias verursacht. Die Familien dort haben nichts zum Klimawandel beigetragen, müssen aber mit den schlimmen Folgen wie der zunehmenden Trockenheit leben. Die Sternsinger helfen ihnen, damit zu leben und sich anzupassen.

Sonntag, 25 Dezember 2016 00:00

Frohe Weihnachten und ein gesundes Jahr 2017

 Wir freuen uns, dass Sie unsere Heimatseite besucht haben. Bleiben Sie uns auch im Jahr 2017 treu. Wir werden uns bemühen auch im kommenden Jahr "Aktuelles" und "Historisches" für Sie bereit zu halten. Vor allen Dingen bleiben Sie gesund!!

Sonntag, 25 Dezember 2016 00:00

Schützen aus Buke besorgen Weihnachtsbäume

Jedes Jahr, kurz vor dem Weihnachtsfest, machen sich die Schützenbrüder Franz-Josef Schreier,Dieter Aufenanger, Heinrich Bußmann und Udo Waldhoff auf den Weg in die Egge, um die im Sommer bereits ausgesuchten Tannenbäume pünktlich zu Weihnachten in die Pfarrkirche zu holen.
Mit dem Traktor von Heinrich Bußmann werden sie dann aus dem Wald zur Kirche transportiert.
Die vier Schützenbrüder hoffen nun, dass die Tannenbäume in der Kirche für weihnachtlichen Glanz sorgen.
Foto: Schützenbruder Johannes Lübbemeier.

Sonntag, 18 Dezember 2016 00:00

Frohe Festtage und für 2017 alles Gute

Eine gute Fahrt über den Altenbekener Viadukt und in das Jahr 2017 wünschen wir allen Heimatfreunden/innen, die diese Seite besuchen.

Samstag, 17 Dezember 2016 00:00

Plattdeutscher Heimatkreis Schwaney

Der Plattdeutsche Heimatkreis hat   rechtzeitig zur vorweihnachtlichen Zeit eine CD mit Anekdoten und   Kurzgeschichten rundum die Weihnachtszeit aufgenommen. „Damit können wir   unseren Anspruch, die plattdeutsche Sprache für die Nachwelt zu erhalten,   weiter festigen“, sagt Margret Bade, erste Vorsitzende.  Nur noch wenige   ältere Menschen beherrschen die plattdeutsche Sprache noch einigermaßen gut.   Deshalb sei es umso wichtiger, die Sprache für nächste Generationen zu erhalten,   so Bade. Nicht weniger als zehn Schwaneyer haben sich für das Heimat-Projekt   zur Verfügung gestellt und ihr gutes Platt zum Besten gegeben. Bereits im   vergangenen  Jahr wurde eine CD mit Kurzgeschichten aufgelegt und die   Resonanz war über die Grenzen Schwaneys sehr groß. „Deshalb ist uns die   Entscheidung, eine weitere Weihnachts-CD aufzunehmen, natürlich sehr leicht   gefallen“, sagt Ortsvorsteher Hermann Striewe. Auf dem Cover ist die   kirchliche Krippe zu sehen, von Ludwig Schenk entsprechend aufbereitet. Die   CD ist für fünf Euro im Markantmarkt Rehermann-Rüther erhältlich
Sonntag, 11 Dezember 2016 00:00

Vier neue Messdiener/innen in Schwaney

Von : Ortsheimatpfleger Frank Striewe: Am Samstag, den 03. Dezember 2016, wurden im Rahmen des Familiengottesdienstes vier neue Messdiener/innen in der Pfarrei St. Johannes Baptist Schwaney feierlich in ihr Amt eingeführt. In den vergangenen Wochen waren sie von Andreas Stein und Gemeindereferent Andre Hüsken auf ihre neue Aufgabe vorbereitet worden. Als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Messdiener legte ihnen Pfarrer Bernhard Henneke ein Kreuz um und sie wurden der Kirchengemeinde vorgestellt. Zugleich wurden während des Gottesdienstes zwei Messdiener/innen, die im Laufe des vergangenen Jahres ihr Amt als Ministrant beendet hatten, von Gemeindereferent Andre Hüsken am Altar verabschiedet. Für ihre geleistete Arbeit erhielten sie als Dankeschön einen Geschenkgutschein und eine Urkunde. (siehe Bild) Gegenwärtig leisten 22 Jungen und Mädchen aktiv den wichtigen Dienst am Altar für unsere Kirchengemeinde.

Das Gruppenfoto im Anhang zeigt die neuen Messdiener/innen mit Pfarrer Henneke von links: Konstantin Weber, René Hucht, Jonas Lang und Tessa Katt mit Pfarrer Bernhard Henneke