Rudolf Koch

Rudolf Koch

Die Bahn wird im Zeitraum vom 05. Mai bis 14. Juni eine Weichenerneuerung auf knapp 5.000 Metern zwischen Altenbeken und Paderborn durchführen. Es werden Gleise, Schwellen und Schotter erneuert. Aufgrund dieser komplexen Arbeiten bleibt die Strecke in beide Richtungen für den Zugverkehr gesperrt. Dieses hat auch Auswirkungen auf den Verkehr unseres Eisenbahnknotens Altenbeken in andere Richtungen wie nach Herford, Hannover, Höxter, Kassel und Göttingen. Es wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Also - ist der Bahnhof Altenbeken in dieser Zeit hauptsächlich durch regen Busverkehr erreichbar.

Auch dieses sollte auf dieser Heimatseite einmal festgehalten werden!

Montag, 01 Mai 2017 00:00

Der Mai ist gekommen

Unter der Regie des Nahverkehrsverbundes (NPH) werden zwei Kleinbusse von 7,00 Uhr bis 20,00 Uhr zwischen beiden Kommunen pendeln. Das Projekt ist auf zwei Jahre befristet und kostet 293,000 Euro im Jahr. Betreiber ist das Verkehrsunternehmen "Go.on" - dessen Naturerbe - Bus fährt in Altenbeken den Heistermannweg, Sportplatz, Melmeke und Am Hammer an. Neben zentralen Haltepunkten wie die Ortsmitte in Bad Lippspringe oder den Bahnhof Altenbeken, sollen auch Naturliebhaber auf ihre Kosten kommen und zwar mit Fahrten zum Forsthaus Steinbeke, Forsthaus Durbeke, Andreaskloster und den Bekeviadukt.      Kosten: gesamte Linie 5,10 Euro - innerörtliche Fahrt 2,70 Euro.

 

Freitag, 07 April 2017 00:00

Heimatpflege tagte in Fürstenberg

Ihnen liegt die Natur- und Kulturlandschaft sowie das kulturelle Leben in den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Paderborn am Herzen: Den Ortsheimatpflegerinnen und – heimatpflegern sowie Ortschronistinnen und Ortschronisten aus dem Kreis Paderborn. Im Frühjahr und Herbst tagen sie auf Einladung von Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic, tauschen sich aus und stellen sich gegenseitig ihren Heimatort vor – diesmal ging es um den Bad Wünnenberger Stadtteil Fürstenberg.  Der stellvertretende Landrat Vincenz Heggen und Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther begrüßten über 50 Heimatpfleger in Fürstenberg und erklärten die Bedeutung der Heimatpflege für die Gesellschaft. Vincenz Heggen betonte, wie wichtig es für die Zukunftsfähigkeit ist, dass sich auch junge Menschen in der Heimatpflege ihres Ortes engagieren. Bernhard Nolte, Antonius Monkos und Clemens Henkel aus Fürstenberg führten die Heimatpfleger und Ortschronisten durch ihren Stadtteil. Sie berichteten, dass das Dorf und die Gemarkung Fürstenberg seit ihrer Gründung 350 Jahre lang zum Hochstift Paderborn gehörten und unter preußischer Verwaltung im 19. Jahrhundert dem Kreis Büren zugeordnet wurden.  Zur Führung gehörte auch das ehemalige Patrimonialgericht und Informationen über das Schloss des Grafen von Westphalen zu Fürstenberg.Das "alte" Fürstenberger Gerichtsgebäude des Grafen von Westphalen wurde im Jahr 1736 erbaut und repräsentiert die vom Mittelalter bis ins frühere 20. Jahrhundert geltende, frühere Zivil- und Kriminalgerichtsbarkeit des Paderborner Landes. Zwischen 1737 und 1848 wurden dort Zivil- und Kriminalfälle verhandelt. Besonders beeindruckt waren die Heimatpfleger und Ortschronisten vom Original-Gefängnisse mit seinen sieben Zellentrakten im Keller des Gebäudes. 

Nach der Besichtigung wurde die Tagung unter Leitung des stellvertretende Kreisheimatpflegers Rudolf Koch aus Altenbeken im Fürstenberger Jugendtreff mit allgemeinen Themen der Heimatpflege fortgeführt. Erik Beck, der wissenschaftliche Volontär des Kreismuseums Wewelsburg, informierte über seine Forschungen zur Publikation „Menschenschicksale“, die von Opfer und Widerstandskämpfer im Kreis Paderborn während des Zweiten Weltkrieges handeln soll.  

Jonas Eberhardt berichtete als  stellvertretende Leiter des Kreis- und Stadtarchivs Paderborn über die Aktivitäten der Anfang des Jahres zusammengelegten Archive.

Das Bild zeigt: Ortsheimatpfleger und Ortschronisten bei der Frühjahrstagung vor dem „Alten Gericht“ in Fürstenberg: oben Mitte v.l: stellvertretende Landrat Vincenz Heggen, Bürgermeister Christoph Rüther, stellv. Kreisheimatpfleger Rudolf Koch und Matthias Graf von Westphalen (Foto: Kreis Paderborn, Romana Papenkordt)

Montag, 03 April 2017 00:00

Dorfreinigung in Buke

Durchgeführt wird die Dorfreinigung im Auftrag der St. Dionysius Schützenbruderschaft Buke e.V.!

In diesem Jahr haben an der Aktion rd. vierzig Schützenbrüder, vor allem viele Jungschützen teilgenommen. Der gesammelte Müll und Unrat wurde auf dem von Markus Grußmann zur Verfügung gestellten Anhänger gesammelt und am Montag zum Gemeinde Bauhof zur Entsorgung gebracht.Nach getaner Arbeit ließ man in gemütlicher Runde bei Bratwurst und kühlen Getränken den Samstagnachmittag ausklingen und man freute sich darüber , dass man das Dorf und die Feldflur für das kommende Osterfest rausgeputzt hat.

Fotos: Martin Bölte, Text: Udo Waldhoff 

Mittwoch, 22 März 2017 00:00

Bundespräsident vereidigt.

In einer Feierstunde wurde jetzt am 22. März 2017 der neue Bundespräsident Frank Walter Steinmeier vereidigt. Seine Heimatgemeinde Brakelsiek ist sehr stolz auf den Sohn des lippischen Dorfes, wie auf dem Ortseingangschild zu erkennen ist.

Foto: Rudolf Koch

In einem feierlichen Gottesdienst wurde jetzt Pfarrer Bernhard Henneke, Altenbeken in der St. Michael Kirche Sennelager in das Amt des Bezirkspräses des Bezirksverbandes Paderborner - Land eingeführt. In seiner Predigt betonte der neue Präses, das die Schützen gestaltete Elemente im Gemeindeleben seien. Sie schützen die Werte der Menschlichkeit und treten für die Gesellschaft ein. Es sei nun seine Aufgabe auf Entwicklungen hinzuweisen, die diese Elemente verletzen.

Die Heimatpflege in Altenbeken, Buke und Schwaney gratulieren Herrn Pfarrer Henneke und wünschen viel Erfolg bei seiner Arbeit für das Schützenwesen.

Bahnwärterhäuschen standen am Schienenstrange Altenbeken-Warburg, die wie kleine, grün umrankte Waldpensionen anmuteten, vor denen in nächster Nähe die roten Rehe ästen und die Hasen ihre Männchen machten. Wärterhäuschen, deren Schranken sich nur heben, wenn gelegentlich ein schweres Holzfuhrwerk oder ein leichter Karren mit dürrem Reisig die Schienen kreuzten. Der Grenzposten der Direktion Wuppertal mit der Nummer 28 gehörte sicherlich nicht zu ihnen. Grenzposten sind eben immer besondere Posten, umwittert von Unruhe, Unrast und Gefahr. Und so war es auch mit diesem Buker Posten, der hart an der Bundesstraße 64 lag und schon immer ein Sorgenkind der Bahnverwaltung war und vorerst auch bleiben wird. In mehreren Windungen kriegten die blanken Gleise vorüber. Während die Sicht in Richtung Altenbeken ein paar hundert Meter beträgt, verschwanden die Schienen zum Bahnhof Buke schon einen guten Steinwurf weiter hinter einem Durchstich. Aus beiden Richtungen fällt die Bundesstraße zum Wärterhäuschen sehr kurz und stark ab, so dass es hier besondere Sicherheitsvorkehrungen der Bundesbahn bedurfte, um Unfälle möglichst zu vermeiden. Infolge der kurzen und schlechten Sicht gab man diesem Posten eine doppelte Warnanlage, ein normales Läutewerk und eine zusätzliche Klingelanlage, die bereits durch Schienenkontakt ausgelöst wurde, sobald ein Zug den Bahnhof Buke eben verlassen hatte. Mehr als 120 Züge donnerten hier im Laufe des Tages in Berg- und Talfahrt vorüber. Doppelt so oft trat der Wärter, der meist Schwerkriegsbeschädigte oder alt war, an das Windewerk, um die Schranken niederzulegen oder wieder hoch zu recken. Durchschnittlich 12 Stunden dauerte der verantwortungsvolle Dienst, der am Posten 28 wirklich Männer mit eisernen Nerven und kühlem Kopf verlangte. Keine Minute des Tages und keine Stunde der Nacht ruhte der Verkehr auf dieser alten Heerstraße. Oft stauten sich die Kraftwagen und Fuhrwerke auf beiden Seiten des Bahnüberganges zu langen Kolonnen. Wie oft forderte unwilliges Hupen das Öffnen der Schranken, wie oft musste der Wärter Grobheiten oder Flüche einstecken, die ihm von Fahrern mit schlechter Kinderstube zuflogen. Aber die meisten übersahen die Gefährlichkeit dieses Überganges und verstanden nicht, dass die Schranken noch geschlossen blieben, wenn ein Zug vorbeigefahren war. Wenn aber kurz darauf ein Gegenzug aus Richtung Warburg vorbei brauste und die Schlagbäume sich unverzüglich hoben, duckten die Fahrer, die eben noch schimpften, beschämt hinter ihr Steuerrad, um dem lächelnden Augen des Beamten, der nur seine Pflicht tat, möglichst flott zu entkommen. Die rot-weißen Schranken am Posten 28 hatten eine merkwürdige Anziehungskraft. Wegen des starken Straßengefälles zur Bahn hin unterschätzten manche Fahrer die Entfernung, bremsten zu spät und drückten die starken Schranken ein. Oftmals versagten auch die Bremsen. Zumeist verblieb es hier bis jetzt bei Sachschäden. Da die Bundesbahn mit der Unvorsichtigkeit der Menschen und der Unzuverlässigkeit ihrer Maschinen rechnete, verfügte der Posten 28 über doppelte Schlagbaumreserven, die oft erneuert werden mussten. Die Schranken selbst hatten eine vorbildliche Beleuchtung, die aus einem Standlicht und einer automatischen Scheinwerferanlage bestand. er Schwellenübergang zwischen den Schienen beim Posten 28 war ein Kapitel für sich. Jeder Fahrer, und war er Theologe, wird hier einen Fluch auf den Lippen gehabt haben, der berechtigt ist. Zweieinhalb Mann teilten sich den verantwortungsvollen Dienst am Posten 28, der zur Bahnmeisterei Willebadessen gehörte. Rund 25 Jahre hatte Bahnwärter Schreiber aus dem Walddorfe Kühlsen hier die Schranken geöffnet und geschlossen und täglich einen Weg von 16 km zurückgelegt. Seine Buker Bahnerlebnisse würden einen stattlichen Band füllen können. Sauber und adrett stand das Wärterhäuschen an der unruhigen Bundesstraße. Astern blühten vor den kleinen Fenstern, und im Gärtchen ringsum prunken Studentenblumen zwischen Gemüse und Suppengrün. Bunt war das Leben hier, hart und lang der Dienst. Aber die Wärter liebten ihn und mochten kein anderes Häuschen eintauschen gegen dieses Sorgenkind, den Posten 28.

Ps.: Im Jahre 1986 - vor 30 Jahren - wurde das Wärterhäuschen, wo die Schranken noch per Hand bedient wurden -  abgerissen

Aus alten Unterlagen (neu aufgesetzt und ergänzt von Hans Norbert Keuter, Ortschronist Buke)

Schon um 1800 wurde im Durbeketal von den Altenbekenern Kalk gebrannt. Besonders beim Bau der Eisenbahn und des heimischen Viaduktes war der Baukalk heiß begehrt. Man sieht also, dass dieses über 150 Jahre alte wuchtige Bauwerk Zeuge ist von der Güte des Altenbekener Kalkes.

Der Unternehmer Johann Moritz baute am Bollaes zwei Schachtöfen für die Herstellung von Bau - und Düngekalk. Wenige Jahre später vergrößerte er seinen Betrieb durch den Bau von weiteren Kalköfen durch die Errichtung einer Ziegelei. Viele Altenbekener waren hier beschäftigt und deren Nachkommen können sich noch an den 62 Meter hohen Kamin mit einen Durchmesser von 4,35 erinnern. Um die erforderlichen Baustoffe zu transportieren wurde 1903 sogar ein Gleisanschluss erstellt, der heute noch zu erkennen ist.

Das Altenbekener Kalk - und Zementwerk wechselte im Laufe der Jahrzehnte mehrmals den Besitzer und am 10. November 1949 wurde es stillgelegt. Bei der Versteigerung kaufte dann die Gemeinde das Werk mit allen Gebäuden und die dazugehörigen 60 Morgen Land für 20.000 Mark. Alle Bemühungen einen neuen Käufer zu bekommen, blieben erfolglos. Da der wuchtige Schornstein im Kriege beschädigt worden war und eine Gefahr für die nahe vorbei führende Eisenbahnstrecke bedeutete, wurde er später gesprengt.

Das Bürohaus ist heute noch vorhanden, von wo aus die Leitung organisiert wurde, die wohl fünf Generationen in Altenbeken einen Arbeitsplatz gaben.

Hier baute später u. a. der Maschinenfabrikant Anton Driller seinen Betrieb.

 

Bernhard Große-Coosmann leitet nun 30 Jahre den EMGV Altenbeken. Am 1. Januar 1987 wurde er in sein Amt eingeführt. Er trat die Nachfolge von Egon Michaelis (links) an. In der Jahreshauptversammlung wurde er jetzt vom 1. Vorsitzenden Ulrich Grundmeier mit einer Urkunde und einem Präsent ausgezeichnet. Das Bild zeigt ihn beim "Dienstantritt" vor 30 Jahren. Hierüber freute sich auch der damalige 1. Vorsitzende Adalbert Schmitz (Mitte)

Foto: Rudolf Koch