Vor 75 Jahren schwiegen im Eggedorf Buke die Waffen

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

 Während am 8. Mai 1945 in Deutschland die bedingungslose Kapitulation erfolgte, endete mit dem Einmarsch der Amerikaner am 4. April 1945 für die Menschen in unserer Region der 2. Weltkrieg. Amerikanische Einheiten auf dem Weg von der Rhein-Überquerung bis zur Elbe erreichten an diesem besagten Tag das Eggegebirge. Während es nach den Überlieferungen der Ortschronisten in Schwaney und anderen Orten noch Widerstand gab, zeugten weiße Bettlaken, die aus den Fenstern der Buker Bürger hingen, für ein friedliches Signal. Von Westen kommend, hatten sich US-Einheiten der 83. Inf. Division dem Ort Buke genähert und sofort Kontrolle übernommen. Während der Amerikaner in der Gastwirtschaft Bendfeld zu Buke sein Meldebüro einrichtete, wurde, unmittelbar zuvor, vor dem Hause Potthast noch ein deutscher Soldat erschossen. Von Januar bis März 1945 hatte es fast täglich Fliegeralarm gegeben und so wurde in ungewisser Erwartung, wie es wohl weitergeht, am 1. April 1945 der Schulunterricht gänzlich eingestellt. Grollender Geschützdonner Ende März und Anfang April 1945 störte den österlichen Frieden und hinter vorgehaltener Hand war vom nahen Einzug der Amerikaner die Rede. Man hoffe, dass die in den Dörfern noch einquartierten SS-Einheiten weiter zogen, damit es zu keinem Widerstand und sinnlosen Kämpfen mehr kam. Und so kam es auch. Kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner, zogen die SS-Einheiten über den Eggegebirgskamm weiter.

Langsam, aber sicher, kehrte wieder Ruhe im Ort Buke ein, denn die Menschen hatten einen furchtbaren Krieg erlebt, der von September 1939 bis Mai 1945 Millionen Menschen den Tod brachte.

Auf einen Flugblatt wurden alle Ortschaften auch die Buker Bürgerinnen und Bürger informiert, wie sie sich beim Einmarsch der amerikanischen Truppen zu verhalten hatten. (siehe oben)

Gelesen 490 mal