Rudolf Koch

Rudolf Koch

Sonntag, 10 Mai 2020 16:25

Was ist Heimat?

Freitag, 08 Mai 2020 15:36

Buker Schützen

Auf diesem Wege möchten wir Euch allen noch einmal Informationen bezüglich der geplanten Veranstaltungen in der Zukunft geben.
Wie hinlänglich bekannt ist, hat uns und der gesamten Welt seit Wochen das Coronavirus mächtig zugesetzt. Was zuerst unvorstellbar war, trat ein. Um die Infektionsketten zu unterbinden, erließ unsere Bundesregierung ein generelles Veranstaltungsverbot bis zunächst Ende August 2020. Leider werden daher u.a. die traditionellen Prozessionen, Vogelschießen und das Schützenfest 2020 sowie unser Sommerfest 2020 nicht stattfinden können. Unser aktuelles Königspaar Martin und Rita sowie der gesamte Hofstaat bleiben dankenswerterweise im Amt und werden unsere Bruderschaft bei eventuell noch stattfindenden Veranstaltungen im Herbst bis zum kommenden Frühjahr vertreten. Dies gilt auch für unseren Jungschützenkönig Rene mit allen Prinzen.
Wir bedanken uns bei allen genannten für ihre Bereitschaft, in dieser außergewöhnlichen Situation unserer Bruderschaft auch weiterhin inihren Funktionen die Treue zu halten. Wir erleben gemeinsam eine uns völlig unbekannte Situation. Daher möchten wir Euch alle ermutigen, den Verordnungen der Behörden auch weiterhin Folge zu leisten. Nur gemeinsam kommen wir da wieder raus. Es wäre schön, wenn wir an den uns allen bekannten Terminen Fronleichnam und Schützenfest 2020 die Schützenfahnen hissen umso auch Solidarität gegenüber allen Helfern in der Krise zu zeigen. Sollte unsere Bundesregierung tiefgreifende Lockerungen veranlassen, werden wir zeitnah über dann evtl. mögliche Aktivitäten berichten. Bleibt gesund!
Mit herzlichem Schützengruß, Oberst: Hans Norbert Keuter
1.Brudermeister:  Udo  Waldhoff

Bei der "Viaduktblick - Bank " am Anfang des Dorfes, wurde die 100jährige Linde im Schatten der Alten Kirche zum Jahresbeginn gefällt. Leider war dieses erforderlich, da der Baum erkrankt war und eine Gefahr darstellte. Nachdem das Umfeld wieder hergerichtet wurde, bietet nun die Viaduktblickbank wieder den Friedhofs - und Viaduktbesuchern Zeit sich zu erholen. Im Herbst soll hier ein neuer Baum gepflanzt werden, so war von der Gemeindeverwaltung zu erfahren.

 

Sonntag, 26 April 2020 18:43

Der Mai kommt bald

Viele Bäume wurden am Westhang des Eggegebirges abgeholzt, da die meisten Fichten durch den Borkenkäfer zerstört wurden. Für die Wanderer/innen ergeben sich dadurch nun vom Eggekamm neue Aussichten und Blickwinkel. Dieses erlebte auch Heimatfreund Winfried Marx, als er bei herrlichen Wetter eine Frühwanderung über den Eggeweg machte. Auf dem etwa zwei Kilometer langen Wegstück zwischen  Rehberghütte und Schwarzen Kreuz entdeckte er eine Lücke zwischen noch verbliebenen Baumgruppen, von der er bis nach Paderborn blicken konnte. Die Ursache dieses neuen Aussichtspunktes betrübte ihn allerdings, denn als jahrzehntelanges aktives Mitglied des Altenbekener Eggegebirgsvereins war er oft in den heimischen Wäldern unterwegs. Früher konnte man durch schattige Fichtenwälder wandern, doch nun muss man wehmütig das Waldsterben erleben.

Dieses hielt er natürlich in einem Foto fest

Die Ortseingangstafeln verkünden in Schwaney , dass der Ort 1050 Jahre alt wird. Doch ob das auch gebührend gefeiert werden kann ist wegen der Corona - Krise fraglich. Es wurde am 17. April 2020 nämlich von der Politik in Berlin  beschlossen, dass größere Veranstaltungen bis zum 31. Oktober nicht stattfinden dürfen. Nun liest man schon an der Tafeln, dass zum Beispiel mehrere Feiern nicht stattfinden können. Das Organisationsteam der Feierlichkeiten im Ellertal wartet nun ab, wie sich die Epidemie entwickelt. Wie der Ortsvorsteher verlautet, müssten dann im nächsten Jahr die Veranstaltungen stattfinden.

 Hoffen wir für die Schwaneyer Bürgerinnen und Bürger das Beste !!

Dienstag, 07 April 2020 17:38

Pastoraler Raum an Egge und Lippe

Die Altenbekener Bevölkerung sehnte das Ende des Krieges herbei – hatte sie doch als wichtigen Eisenbahnknotenpunkt in den letzten Monaten des Krieges sehr leiden müssen. Der Viadukt, der Bahnhof und viele Wohnhäuser waren durch Bomben zerstört. Noch am 30. März 1945 um 17:20 Uhr erlebte Altenbeken – durch zwei Jagdbomber – seinen letzten und sechsten Angriff. Die Altenbekener saßen wegen der ununterbrochenen Alarme Tag und Nacht in Kellern und Wasserdurchlässen oder flüchteten in den Eggewald. In den Abendstunden des 3. April 1945 fühlten sich die Amerikaner mit Panzerspähwagen bis zum großen Viadukt vor – zogen sich dann aber wieder zurück. In der Nacht zum 4. April geschah nichts – endlich hatte die Zivilbevölkerung etwas Ruhe. Morgens um 8:00 Uhr wurde auf dem Bahnhof der Betrieb eingestellt. – es fuhr kein Zug mehr. Gegen 10:00 Uhr setzte starkes Maschinengewehrfeuer im Westen ein und es schlugen einzelne Artilleriegranaten ein. Die Altenbekener Bevölkerung saß voller Unruhe in den Kellern, Bunkern und Wasserdurchlässen. Man sah vereinzelt deutsche Soldaten und Waffen-SS im Ort, die sich aber nach einem kurzen Gefecht in Richtung Bollerborn, Driburger Grund und auf die Höhen des Eggewaldes zurückzogen. Die Soldaten wollten Altenbeken verteidigen und insbesondere bei der „Alten Kirche“ die Straße unpassierbar machen, um den amerikanischen Panzern den Weg zu versperren. Der damalige Chronist Dr. Schulze schreibt wörtlich in die Kriegschronik: „Was sollen aber die wenigen SS-Leute und Soldaten ohne schwere Waffen gegen Panzer ausrichten? Jeder vernünftige Mensch muss doch einsehen, dass Widerstand zwecklos ist. Der Krieg ist für Deutschland verloren – dieses muss doch jeder einsehen. Was hat dieses Land noch zu erwarten?“  

Nachmittags gegen 15:00 Uhr rückten dann amerikanische Panzertruppen in den Ort vor. Die so genannten „Verteidiger“ zogen sich zurück – doch am kleinen Wasserbogen am Schützenweg, in dem viele Altenbekener Bürgerinnen und Bürger Schutz gesucht hatten, kam es zu Schießereien. Im nahe gelegenen Driburger Grund waren nämlich Soldaten und SS-Leute in Deckung gegangen und gefährdeten damit die Zivilbevölkerung, die sich dort versteckt hielten. Den Altenbekenern im Wasserdurchlass wurde befohlen, die weiße Fahne, die man schon gehisst hatte, einzuziehen.

 Als man sich darauf hin nach draußen wagte, um dem Befehl der SS-Soldaten nachzukommen, wurde der Eingang von einem amerikanischen Panzer beschossen. Hierdurch waren mehrere Verwundete und Tote zu beklagen.

Es starben die 17 Jahre alte Klara Koch und der 47 Jahre alte Johannes Kemper. Johannes Eusterholz, 51 Jahre, verstarb an den schweren Verwundungen zwei Tage später. (siehe Bilder)

Den jungen SS-Leuten wurden schwere Vorwürfe gemacht, weil sie mit ihrer Verteidigungshaltung die Zivilbevölkerung gefährdet hatten und an den Toten Schuld trugen. Es waren vorher auch schon Flugblätter verteilt worden, welche die Soldaten darauf hinwiesen ihren Widerstand aufzugeben. (siehe Flugblatt oben)  So mussten in Altenbeken kurz vor Kriegsschluss unschuldige Menschen ihr Leben lassen.  Den ganzen Nachmittag bis 18:00 Uhr sowie am nächsten Tag rollten schwere Panzer durch Altenbeken in Richtung Buke und Rehberg. Die amerikanischen Soldaten richteten in Altenbeken eine Orts -Kommandantur ein und ließen eine Besatzungstruppe zurück, die jeden Tag neue Bekanntmachungen anschlug. Mehrfach mussten die Häuser ganzer Straßenzüge für nachrückende Truppen geräumt werden. Wenn dann die Soldaten die Wohnungen wieder geräumt hatten, sah es schlimm aus!

Am 8. Mai 1945 um 0,00 Uhr schwiegen die Waffen in Deutschland – die Deutsche Wehrmacht hatte kapituliert. Der damalige Chronist Dr. Heinrich Schulze schreibt als Schlusssatz über die Kriegstage und dem Ende in die Kriegschronik:                                                                                                       

 " Hoffen wir, dass nie wieder Krieg über die nächsten Generationen hereinbricht!"

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