Mittwoch, 10 Juni 2020 17:43

Historische Plätze des Ortes der Nachwelt sichtbar machen

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Buke. Auf Initiative von Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff und mit tatkräftiger Unterstützung des Ortschronisten Hans Norbert Keuter und Franz-Josef Bannenberg der St. Dionysius Schützenbruderschaft Buke, wurden jetzt an drei markanten und historischen Plätzen Infotafeln aufgestellt, um an frühere historische Gegebenheiten des letzten Jahrhunderts zu erinnern. Eine Infotafel ziert den heutigen zentralen Dorfmittelpunkt. Im Jahre 1981 wurde, nach Abriss des Hauses „Salmen", der komplette Dorfplatz nach den Plänen von Bernhard Hoischen, ehemaliger Tambourmajor der Buker Husaren, neu aufgestellt und ein Fachwerk am Dorfplatz errichtet.Das Fachwerk wurde nach Plänen des ehemaligen Vorsitzenden der 8. Husaren Buke und späteren Schützenoberst Josef Tofall von der Buker Tischlerei Anton Leniger erstellt.

Eine weitere Informationstafel wurde in der heutigen Freizeitanlage „Am Springe", in der Nähe eines Gedenksteins, aufgestellt, wo früher in unmittelbarer Nähe das Haus „Striewe", später Haus „Klenke" gestanden hat. Sie soll an eine furchtbare Katastrophe zum Ende des zweiten Weltkrieges erinnern. Der damalige Ortschronist, Lehrer Karl Schaffmeister und der damalige Pfarrer Friedrich Sarrazin berichteten in der Chronik Folgendes: „Am Sonntag, dem 26. November 1944 um die Mittagszeit nach dem Hochamt, sind in der Nähe der Bahnlinie Altenbeken/ Kassel 14 Personen durch Bombenabwürfe ums Leben gekommen."

Die dritte Infotafel wurde an Bukes ältester historischer Stätte „Der Eichborn" aufgestellt. Mit dem Wort „Eichborn" ist im dörflichen Sprachgebrauch – neben dem so genannten Quellsprung – auch ein 150 Meter langer alter Hohlweg gemeint. Nach Überlieferung war dieser der erste Weg im über 1000-jährigen Egge- und Kirchdorf Buke. Bis in das 19. Jahrhundert hinein wurde dieser Weg von den Ackerbauern befahren, um Wasser für das Vieh zu schöpfen und zur Feldarbeit zu kommen.

Im Jahr 2001/2002 wurde die alte Wasserstelle „Eichborn" im historischen Kern des Dorfes im Rahmen einer Dorferneuerungsmaßnahme reaktiviert. In diesem Zusammenhang wurde in beispielhafter Eigenleistung im Jahre 2002 eine Mariengrotte errichtet, unter der Leitung des damaligen Ortsheimatpflegers Heinrich Bölte. Die Pflege des Eichborns und der Mariengrotte liegt bei den verantwortlichen Schützenbrüdern der Westkompanie.

Ermöglicht wurde das Aufstellen der drei Infotafeln durch die finanzielle Unterstützung des Landes NRW in Form eines „Heimatschecks" und durch Arbeiten in Eigenleistung.

Personen auf dem Foto v.l.: Udo Waldhoff, Hans Norbert Keuter und Franz-Josef Bannenberg

Fotos: Hans-Josef Lübbemeier

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