Montag, 01 Februar 2021 10:48

Das Lehmkuhlenkreuz wurde frei geschnitten

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Das Lehmkuhlenkreuz, nahe der Westgrenze Altenbekens, steht an der Landstraße Richtung Neuenbeken. Am 12. Juli 1847 verunglückten hier in einer Lehmkuhle tödlich die beiden Altenbekener Johann Born, 22 Jahre, und August Maes, 20 Jahre. Sie hatten den Auftrag Lehm für einen Fach­werkbau zu graben und wurden bei dieser Arbeit von einstürzenden Lehmmassen lebendig begraben. Die Familien errichteten als Erinnerung an diesen schweren Unglücksfall Anfang des Jahres 1848 ein Kreuz an dieser Stelle mit folgender Inschrift:

„Den Tag und die Stunde weiß niemand,

wann der Menschensohn kommt

selbst den Engeln des Himmels ist er verborgen.

Im Jahre des Heils 12, Juli 1847 verunglückten hier die beiden hoff­nungsvollen Söhne:

Johann Born, 22 Jahre alt und August Maes, 20 Jahre alt.

Man bete ein Vaterunser für ihre Seelen.

33 Jahre später wurde das Kreuz erneuert und mit der alten Inschrift ver­sehen. Als auch dieses Kreuz morsch war, ließ man im Jahre 1924 das dritte Mahnmal, welches von dem Stellmacher Josef Drewes angefertigt wurde, an dieser Stelle errichten. Beim Ausbau der Landstraße Altenbeken – Neuenbeken wurden erhebliche Eingriffe in die Natur vorgenommen. Auch das Lehmkuhlenkreuz  und zwei alte Linden, die dieses Mahnmal beschatteten, mussten dem Autoverkehr weichen.

Nach Fertigstellung der Straßenbauarbeiten beschloss der Altenbekener Kirchenvorstand auf Anregung des damaligen Pfarrers Wilhelm Sudhoff ein neues Kreuz zu errichten. Das Fundament baute der Terazzomeister Friedrich Klahold, und der Landwirt Josef Driller besorgte das Eichenholz. Das Kreuz wurde dann von dem Zimmermann Franz Kurze angefertigt und die Kupferabdeckung arbeitete der Heizungsmeister  Bernhard Frei­enstein. Den Korpus, der von Studienrat Adalbert Kleiner, Peckelshein, aus Ton angefertigt wurde, stiftete die Firma Größchen.

Im Herbst 2000 wurde es auf Initiative des Ortsheimatpflegers von einer Gruppe Jugendlicher, die derzeit im Rahmen eines kreisweiten Beschäfti­gungsprogramms „Arbeiten und Lernen“ in Altenbeken beschäftigt sind, restauriert. Es wurde abgebaut, im Bauhof abgeschliffen sowie neu lackiert und an alter Stelle wieder aufgebaut. Nun wurde am Hang Strauch – und Buschwerk beseitigt, so dass dieses Kreuz, auch von dem eiligen Autofahrer an der stark befahrenden Kreisstraße wahrgenommen wird.  

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