Sonntag, 07 März 2021 09:53

Die Museumslokomotive feiert 80. Geburtstag.

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Am 6. März 1941 wurde die Dampflok 44-389 von der Firma Henschel & Sohn - Kassel an die damalige Reichsbahn ausgeliefert. Sie feierte also ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass wurde nun von Ortsheimatpfleger Rudolf Koch an den Bürgermeister Matthias Möllers das Betriebsbuch ausgehändigt in dem diese Daten festgehalten wurden.Hier traf man sich bei der "Geburtstags - Lokomotive" , die zur Zeit von der Diplom Restauratorin Dorothee Brück und Mitarbeitern restauriert wird.

Wie kam die Dampfmaschine überhaupt in die Eisenbahngemeinde?

Ab Mai 1976 zum Fahrplanwechsel ging die Ära der Dampflokomotiven zu Ende. Für die Altenbekener Eisenbahner war dieses schon ein trauriges Ereignis. Im früheren Bahnbetriebswerk Ottbergen wurden dann die Lokomotiven von den Lokschlossern in Teile zerlegt und verschrottet. Es kam der Wunsch auf eine dieser Giganten als Denkmal in Altenbeken aufzustellen. In einem Brief an das frühere Zentralamt in Minden mit Datum vom 26. Oktober 1976 erkundigte sich der 1. Vorsitzende der GDL Franz Wolf und sein Schriftführer Rudolf Koch u. a. über die Kosten.

"Seit mehreren Generationen haben Lokführer des BW Altenbekens (Lokbetriebswerk) auf der Baureihe 44 Dienst verrichtet, die jetzt in der letzten Fahrplanperiode endgültig im Bereich Altenbeken - Ottbergen außer Dienst gestellt worden ist.  Die Altenbekener Lokomotivführer hängen derartig an dieser typischen Baureihe, dass sie eine solche Lok sichtbar für Jeden aufstellen möchten. Es sind schon 10.000 DM vorhanden. (Spende von Fabrikant Anton Driller)................Selbstverständlich haben sich bereits Lokomotivführer bereit erklärt, in Freischichten die Lok aus Ottbergen zu holen und hier für ihre Pflege Sorge zu tragen."

Mit Datum vom 8. November 1976 schrieb das Zentralamt der Deutschen Bundesbahn zurück, dass sie gerne bereit wären den Erwerb einer ausgemusterten Dampflokmotive zu ermöglichen und das der Kaufpreis 14.800 DM zuzüglich 11% Mehrwertsteuer betragen würde. wörtlich dann weiter:

"Dieser äußerst kalkulierte Preis basiert auf den reinen Schrottwert. Die Tatsache, dass sie als Eisenbahner mit dem Kauf der Lok eine dauernde Erinnerung an die Dampflokära in Altenbeken schaffen wollen, wurde bei der Preisermittelung entsprechend berücksichtigt".

In dem Schreiben wurde weiterhin mitgeteilt sich eine Lok in Ottbergen reservieren zu lassen. Die Kosten für den Transport von Ottbergen nach Altenbeken könnte entfallen, da die Überführung von den Lokführern geschehen könnte.

Am 1. Dezember 1976 wurde dann die Vertragsurkunde und die Rechnung über Anzahlung zugeschickt. Der Schriftführer Rudolf Koch führte dann ein Gespräch mit der damaligen noch selbständigen Volksbank unter Leitung von Werner Klahold. Hier waren im Vorstand natürlich mehrere Eisenbahner, so auch der Vorsitzende Ferdinand Küting (selbst Lokomotivführer)  Sie spendete dann den symbolischen Kaufpreis von 16.300 DM und somit war Kauf die Materialkosten der Restauration, sowie die Überführung an diesen Standort gesichert. Der Kaufvertrag und sonstige Schreiben besonders aber auch die Überweisungsabschnitte der Geldbeträge wurden vom GDL Schriftführer aufbewahrt und geben Zeugnis vom Kauf der heutigen Museumslokomotive: 44- 389.

Die Lok wurde dann im Bahnbetriebswerk unter Leitung von Ferdinand Heinekamp restauriert, vorher wurde sie dann per Vertrag der Gemeinde übertragen. In den nachfolgenden Jahrzehnten bis 2005 wurde sie dann von der "Initiative Museumslokomotivr", die aus früheren Mitarbeitern des Bahnbetriebwerkes Altenbeken bestand, unter der Leitung von Heimatpfleger Rudolf Koch liebevoll gepflegt.

Aus Altersgründen wurden diese Arbeiten aufgegeben. Für technische Fragen und Gutachten steht die "Initiative Museumslokomotive" aber weiterhin zur Verfügung.

"Die Restaurierungsarbeiten sind im vollen Gange. Hauptsächlich geht es darum, den Rost zu entfernen und die historische Substanz zu erhalten", so erläutert Restauratorin Brück.

Darüber freut sich der Bürgermeister. " Die Museumslok gehört als Wahrzeichen zu Altenbeken , wie der Viadukt", betont er.

Das Bild zeigt v.l.n.r. : Bürgermeister Matthias Möllers , Diplom - Restauratorin Dorothee Brück und Ortsheimatpfleger Rudolf Koch mit den Betriebsbuch der Dampflok

Gelesen 236 mal Letzte Änderung am Freitag, 19 März 2021 14:37