Udo Waldhoff

Udo Waldhoff

Dienstag, 27 Juli 2021 15:07

Ortseingangstafeln in Buke überarbeitet

 Schützenbrüder der St. Dionysius Schützenbruderschaft unter Leitung von Jungschützenmeister Julian Micus und mit fachmännischer Unterstützung von Klaus Keuter wurden jetzt alle vier Ortseingangstafeln des Ortes überarbeitet bzw. restauriert.
Die „Visitenkarten“ an den Zufahrtsstraßen des Ortes wurden wieder einmal nach sieben Jahren ehrenamtlich von den „Jungschützen“ gesäubert, abgeschliffen, grundiert und mit einer wetterfesten Holzschutzfarbe gestrichen. Zudem wurden die Querbalken mit einem Kupferblech gegen Feuchtigkeit abgedeckt, um auch die „Lebensdauer“ der Tafeln zu erhöhen.
Die Materialkosten für die notwendigen Arbeiten wurden von der Gemeindeverwaltung unbürokratisch übernommen.
Die Aktion verlief wieder einmal unter dem Motto: Schützenbrüder und insbesondere die Jungschützen können nicht nur feiern, sondern engagieren sich auch ehrenamtlich für die Dorfgemeinschaft und die Heimatpflege. Darüber freut sich in besonderer Weise auch Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff.

Fotozeile: (v.l.) Michael Keuter, Max Michael Schwarz, Fabian Kanne, André Drewes und Julian Micus

Foto: Udo Waldhoff

In zahlreichen Vereinen engagiert-   -Vorbildlicher Schützenbruder und Mitbürger -  Bernhard Sendermann war ein „Stiller Held“ des Alltags.  Große Betroffenheit und tiefe Trauer in der Buker Dorfgemeinschaft und insbesondere bei den Schützen der St. Dionysius Schützenbruderschaft.  Bernhard Sendermann ist im gesegneten Alter von 92 Jahren im Kreise seiner Familie gestorben. Sendermann war 72 Jahre lang Mitglied der St. Dionysius Schützenbruderschaft. Insgesamt bekleidete er 30 Jahre das verantwortungsvolle  Amt des Fähnrichs, welches er mit großer innerer Begeisterung, Leidenschaft und christlicher Überzeugung ausgeübt hat und gehörte somit auch dem Vorstand an, zuletzt als Oberfähnrich. In dieser langen Zeit hat er sich beispielhaft für die Umsetzung  der Schützenideale von -Glaube-Sitte und Heimat eingesetzt.  Für seine Verdienste wurde Bernhard Sendermann im Jahr 1997 nach Beendigung seiner Amtszeit zum Ehrenfähnrich ernannt. Der damalige Oberst Hans Bussmann nannte Bernhard Sendermann in seiner Laudatio einen „Buker Juwel“, womit sich nur annähernd der stets beispielhafte und unermüdliche Einsatz von Bernhard Sendermann für das Wohl der Dorfgemeinschaft und dessen Bürger in Worte fassen lässt. Er war Träger hoher und höchster Auszeichnungen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften wie des Hohen Bruderschaftsordens, des St. Sebastianus Ehrenkreuz und die Verleihung des Schulterbandes zum St. Sebastianus Ehrenkreuz im Jahr 1999 durch Diözesanbundesmeister Hans Besche aus Schwaney.  Auch als Ehrenfähnrich nahm er bis zuletzt, soweit es seine Gesundheit zuließ,  aktiv am Bruderschaftsleben teil. Er war Ehrenunteroffizier der befreundeten Schützenbrüder aus Altenbeken und der Maspern-Kompanie des Paderborner-Bürger-Schützenvereins. Die Verbundenheit zu seiner Heimat und zu seinem Heimatdorf dokumentierte Sendermann auch durch jahrzehntelange Mitgliedschaften in mehreren Vereinen des Ortes, sowie eine 73 jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Buke, 48 Jahre Mitglied in der EGV-Abteilung Buke, 31 Jahre Mitglied im Rassegeflügelzuchtverein Buke und Umgebung und jahrzehntelange Mitgliedschaft bei den Buker 8. Husaren. Für die St. Dionysius Kirchengemeinde war Bernhard Sendermann von 1979 bis 1985 ein engagiertes Mitglied des Kirchenvorstandes.  Im Jahr 2015 wurde Bernhard Sendermann im Kreishaus zu Paderborn  von Landrat Manfred Müller für besonders ehrenamtliches Engagement zum „Stillen Helden“ des Alltags im ausgezeichnet.  In der Laudatio sagte der Landrat u.a. folgendes:  „Hier verneigt sich ein ganzes Dorf vor Ihnen und dieser Verbeugung schließen wir uns mit Hochachtung an und sagen: DANKE!   In der Antragstellung der Dorfgemeinschaft zur Auszeichnung heißt es u.a.: Bernhard Sendermann war jahrzehntelang ein uneigennütziger Kümmerer im Dorf. So pflegte er über viele, viele Jahre das Buker Ehrenmal an der Kirche und den Dorfplatz. Im Sommer sorgte er stets für Blumen, mähte den Rasen und schnitt die Hecken. Im Winter sorgte er dafür, dass am Ehrenmal und auf dem Kirchplatz alle sicher unterwegs sein konnten. Ebenfalls lag ihm über Jahrzehnte die Pflege des Friedhofs am Herzen. Alles ehrenamtlich, unaufgefordert und unentgeltlich. Zwanzig Jahre lang (bis 1998) half er einem in seiner Nachbarschaft lebendem, hilfsbedürftigen Ehepaar bei den täglich anfallenden  Arbeiten und Besorgungen. 15 Jahre kümmerte er sich mit einem weiteren Schützenbruder darum, dass bei Beerdigungen , Prozessionen ect. die mobile Mikrofonanlage der Kirchengemeinde einsatzbereit war.

Sein handwerkliches Geschick erwies sich bei vielen Restaurierungsarbeiten im kirchlichen und kulturellen Bereich als Segen. Abschließend sagte Landrat Müller zu Bernhard Sendermann bei der Auszeichnung: „Mit seinem besonderen Charisma und seinen hervorragenden menschlichen Eigenschaften ist er ein außergewöhnlich beliebter Mitbürger

Sonntag, 11 Juli 2021 14:19

In Buke wurden 4 neue Bänke aufgestellt

 Vier neue Ruhebänke aus heimischen Nadelholz des Eggewaldes dienen seit kurzem Spaziergänger und Wanderfreunde aus nah und fern an markanten und historischen Plätzen des Dorfes zur Rast und zum verweilen. Auf Initiative des Ortsheimatpflegers Udo Waldhoff und mit tatkräftiger Unterstützung der Schützenbrüder Steven Walton und Bernd Bannenberg wurden die neuen Ruhebänke jetzt aufgestellt. Die vier Bänke wurden aufgestellt am Dorfplatz, am Kreuz Tofall, am alten Dorfkump und am Haus der ehemaligen Bäckerei Goeken am Wiesenweg.
Wobei eine morsche Bank am alten Dorfkump ausgetauscht wurde.
Auf der Rückenlehne der Bänke wurde der Namenszug „Eggedorf Buke“ eingraviert.
Besonders erfreuen sich mittlerweile viele Wanderfreunde aus nah und fern über die neuen Rastmöglichkeiten, die den überregional bekannten und viel bewanderten Viaduktwanderweg begehen.
Aber auch Dorfbewohner nutzen die Bänke zur Ruhe und zum Plausch mit Nachbarn und Freunden und sind für die „gute Sache„ sehr dankbar! so Udo Waldhoff.
Ermöglicht wurde das Aufstellen der Bänke durch finanzielle Unterstützung des Landes NRW in Form eines Heimatschecks und durch Arbeiten in Eigenleistung, insbesondere der Schützenbrüder.
Das Bild zeigt die neue Bank auf dem Dorfplatz mit  Steven Walton, Udo Waldhoff, Bernd Bannenberg
Im Hintergrund steht ein Fachwerk aus dem Jahr 1986, welches seinerzeit zur 750 Jahrfeier des Dorfes dort errichtet wurde.
Foto: Simone Flottmeier

Historische Vergangenheit soll nicht in Vergessenheit geraten   - Der Verein „Bürger und Vereine für Buke e.V.“, vertreten durch den Vorsitzenden Udo Waldhoff, hat sich seinerzeit u.a. zur Aufgabe gemacht, den Bereich der Heimatpflege, den Natur- und Landschaftsschutz und die Ausführung von kulturellen und historischen Maßnahmen zu fördern oder/ und zu erhalten. Jetzt wurden durch Mitarbeit des Ortschronisten Hans Norbert Keuter an drei markanten und historischen Plätzen des Dorfes Infotafeln aufgestellt, um an bauliche bzw. lebensnotwendige Einrichtungen der letzten Jahrhunderte zu erinnern.

Eine Infotafel wurde am Kirchplatz in der Nähe der Pfarrkirche aufgestellt, wo bis zum Jahr 1968 das alte Pastorat der Kirchengemeinde St. Dionysius Buke gestanden hat. Das Pastorat wurde um 1840 erbaut – an der damaligen Provinzial Straße Münster-Paderborn-Bad Driburg-Höxter-Goslar. Neben dem Pfarrhaus wurde noch eine Scheune mit einem Stall für das Vieh errichtet. Pfarrer Georg Brüggemeier war der letzte Geistliche in der Gemeinde, der zu seinem Lebensunterhalt auf ca. 25 Morgen landwirtschaftliche Fläche eine eigene Landwirtschaft unterhielt. Im Jahr 1842 zog Pfarrer Brüggemeier in das neue Pastorat ein. Als das Pastorat nicht mehr den baulichen und technischen Anforderungen entsprach, beschloss der Kirchenvorstand mit entsprechender Genehmigung des Paderborner Generalvikariats im Jahr 1967, einen Neubau im Mühlenweg zu errichten. Am 01. Februar 1968 konnte das neu gebaute Pfarrhaus bezogen werden. Pfarrer Joseph Dalkmann war mit seiner Schwester der erste Bewohner des neuen Hauses. Das alte dorfbildprägende Pastorat wurde im Jahr 1968 abgerissen.

Eine weitere Infotafel wurde am alten Dorfkump am Wiesenweg aufgestellt. Der alte Dorfbrunnen zählt zu den ältesten Zeugnissen Buker Geschichte. In seiner Urform war er die erste Wassergewinnungsanlage für die Bewohner des Dorfes. Bereits in der ersten Schwaneyer Stadtrechteurkunde aus dem Jahr 1344 wird er erwähnt. Dichte Kopfweidenreihen säumten den offenen Wassergraben, der entlang des Wiesenweges und von der Eichbornquelle gespeist, um den Brunnen herum verlief. Im Zuge einer schweren Dürre im Jahr 1874 war der Kump der einzige Gemeindebrunnen, der nicht ausgetrocknet, aber zu klein war, um alle Bewohner des Dorfes mit Wasser zu versorgen. Infolgedessen wurde er bis zu einer Tiefe von 12 Fuß (3,60 Meter) und einem Durchmesser von 9,5 Fuß (2,90 Meter) ERWEITERT; SO DASS ER ALLE Bewohner des Ortes mit genügend Wasser versorgen konnte. Mit dem Bau der Umgehungsstraße B64 im Jahr 1958 und der notwendigen Aufschüttung im Bereich des Wiesenweges, wurde der Kump, der auch zwischenzeitlich nicht mehr zur Wasserversorgung des Ortes diente, mit einer Stahlbetondecke abgedeckt, auch um eine Gefahr für spielende Kinder zu beseitigen. Danach verfiel der alte Kump in einen Dornröschenschlaf. Erst im Jahre 1986 war es die St. Dionysius Schützenbruderschaft, die sich für die Restaurierung des so bedeutenden alten Dorfkumpes tatkräftig einsetzte. Auf einer Bronzetafel, die an dem Bruchsteinmauerwerk des Brunnens befestigt wurde, steht folgende Schriftprägung: „DYK TON BUCK“ (dt. älteste Buker Wasserstelle). Am 06. September 1986 wurde die restaurierte Wasserstelle von 1344 im Rahmen eines Festaktes von Pfarrer Martin Göke geweiht. Derr ehemalige Pfarrer Joseph Dalkmann sagte in seiner Festansprache Folgendes: „Der geschichtsträchtige Dorfkump lebt wieder und ist endgültig in das Bewusstsein der Dorfbewohner zurückgeholt worden. Was Jahrzehnte achtlos zugebaut wurde, haben wir wiederentdeckt und soll nun an Mahnung bleiben, damit wir das Wasser, den Urquell des Lebens, erhalten.“

Die dritte Infotafel wurde an der Stelle des ehemaligen „Spritzenhauses“ an der Dorfstraße in der Nähe des Saal Bendfeld aufgestellt. Das Gebäude „Spritzenhaus“ wurde bereits vor 1900 errichtet. Kurz vor Gründung der Feuerwehr Buke im Jahr 1934, ließ der damalige Amtsbrandmeister das bisher von der Pesag genutzte Gebäude räumen und anschließend sanieren. Von nun an war es das Zuhause der Buker Feuerwehrleute. Es diente auch als Unterstand des 1958 angeschafften VW Bulli und der Spritze TS 8. Zudem lagerten im Spritzenhaus diverse Gerätschaften der Feuerwehr und der vorhandene Turm diente zum Aufhängen der nach Übungen bzw. Einsätzen zu trocknenden Schläuche. Zum Bestand gehörten u.a. 200 mB-Schläuche und 255 m C-Schläuche. Im hinteren Teil des Gebäudes war eine Ausnüchterungs- und Arrestzelle eingerichtet. Ein mit Gittern abgeteilter Raum diente so manchen „Zeitgenossen“ als kurzfristige Unterkunft. Wer u.a. seinerzeit beim „Schwarzschlachten“ erwischt wurde, hatte dort seine Strafe zu verbüßen. Das alte Spritzenhaus hat ein Stück Buker Geschichte miterlebt. Das traurigste Ereignis war der 26. November 1944. Die vielen Toten des Bombenangriffs auf Buke fanden hier bis zur Beerdigung ihre vorletzte Ruhestätte. Als die räumlichen Kapazitäten und der bauliche Zustand für die Feuerwehr nicht mehr ausreichten, erfolgte am 14. September 1966 die Grundsteinlegung für ein neues Feuerwehrgerätehaus neben der alten Knabenschule aus dem Jahr 1875 (heutiges Pfarrheim) an der Dorfstraße. Zugführer des 26 Mann starken Löschzuges war seinerzeit Anton Bannenberg (Heinemanns), der dieses Amt von 1959 bis 1975 innehatte. Amtsbrandmeister der Gemeinde Altenbeken war zu der Zeit der Buker Bäckermeister Joseph Goeken. Im Jahre 1978 wurde das Spritzenhaus abgerissen und das Grundstück wurde von der Familie Franz Bendfeld käuflich erworben.

„Ermöglicht wurde das Aufstellen der drei Infotafeln durch Eigenleistung und die finanzielle Unterstützung des Landes NRW in Form eines „Heimatschecks“, so Udo Waldhoff.

Foto: Infotafel am Kirchplatz, an der Stelle des alten Pastorats v.l.: Udo Waldhof, Pastor Bernhard Henneke und Hans Norbert Keuter

Foto: Elisabeth Bannenberg

In Treue der Heimat verbunden    -

  Der langjährige Ortsheimatpfleger Heinrich Bölte aus Buke vollendet am  23. Juni 2021  sein 90. Lebensjahr.

Heinrich Bölte ist fest mit seiner Heimat verwurzelt. In den Gemarkungen seines Heimatdorfes Buke, in Wald und Feld, stehen unübersehbar die von ihm gepflanzten und landschaftsprägenden Bäumen mit einladenden Ruhebänken. Bei vielfachen Eigenleistungen zur Dorfverschönerung und Strukturverbesserung war der Jubilar Initiator und führte Regie.

Objekte seinen hier genannt, wie z.B. die Friedhofskapelle, das Pfarrheim, das Ehrenmal, die Brunnenanlage am Dorfplatz und der Eichborn mit Mariengrotte. Alte historische Bauwerke und Kulturstätten der Nachwelt zu erhalten, das war Herzensangelegenheit in seinem heimatpflegerischen Leben. „In Treue der Heimat verbunden“, dieser Spruch auf der Buker Schützenfahne, die nach seinem Entwurf als Kulturwart der St. Dionysius Schützenbruderschaft gefertigt wurde, zählt zu den Idealen des Jubilars. Für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde immer aktiv – das war seine Devise. So gehörte er von 1964 bis 1975 dem Gemeinderat der damals noch selbstständigen Gemeinde Buke an, wobei er von 1964 bis 1969 das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters innehatte. Nach der kommunalen Neugliederung zählte Heinrich Bölte von 1975 bis 1979 zu den Mitgliedern des Rates der Gemeinde Altenbeken. Dreißig Jahre bekleidete er das Amt des Ortsheimatpflegers und siebzehn Jahre war er Buker Ortschronist. Hier wurden von ihm 15 Jahrbücher erstellt, in denen er die Geschehnisse in Buke ergänzend festgehalten hat.Darüber hinaus setzte sich Heinrich Bölte tatkräftig für die Erhaltung und die Förderung der Dorfgemeinschaft ein. So war er viele, viele Jahre Vorsitzender der Heimat- und Vereinsgemeinschaft Buke. In dieser Zeit ist es ihm gelungen, die verschiedenen Vereine und Gemeinschaften des Ortes zusammenzubringen und die dörflichen Aktivitäten zu koordinieren. Heinrich Bölte gehört seit 72 Jahren der St. Dionysius Schützenbruderschaft an, deren Ehrenkulturwart er ist. In Anerkennung seiner Verdienste um das Allgemeinwohl wurde ihm im Jahre 1997 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.  

Die Heimatpfleger und Chronisten sowie die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde danken Heinrich Bölte für seinen ehrenamtlichen Dienst und gratulieren ganz herzlich. Seiner lieben Ehefrau Josefa gebührt ebenfalls Dank dafür, dass sie ihm bei seiner vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeit stets unterstützt und den Rücken frei gehalten hat.

Seinen Ehrentag verbringt der Jubilar mit seiner Familie außerhalb von Buke.

 Foto: Heinrich Bölte vor der Mariengrotte im Eichborn

Mittwoch, 16 Juni 2021 14:58

Schützenmesse auf dem Kirchplatz in Buke

Die St. Dionysius Schützenbruderschaft Buke hat am eigentlichen Schützenfest Sonntag einen Freiluftgottesdienst gefeiert, mit anschließender Gefallenenehrung und Kranzniederlegung am Ehrenmal, zum Gedenken an die Kriegstoten der beiden Weltkriege sowie für die Verstorbenen der Bruderschaft und für die Opfer des Corona-Virus.
Die Heilige Messe wurde musikalisch begleitet von den Buker 8. Husaren unter der Leitung von Florian Gräf.
Zelebriert wurde die Messfeier von Präses Pastor Bernhard Henneke, der eindrucksvoll und mit mahnenden Worten auf das Motto des Schützenjahres 2021 „Was das Jahr auch bringt - Wir Schützen halten zusammen!“ einging. U.a. sagte er, „Vielleicht hat ja die Zeit der Pandemie auch dazu geführt, dass wir als Schützen unsere soziale Verantwortung noch einmal mehr ins Auge fassen und noch intensiver leben, damit Heimat wirklich ein Zuhause bleibt, in dem Menschen zusammenhalten und füreinander einstehen!“
Schützenoberst Hans Norbert Keuter erinnerte ebenfalls an die außergewöhnliche Zeit der Pandemie, wo lieb gewonnene Traditionen, Gratulationen, letzte Ehrerweisungen von Verstorbenen und die sozialen Kontakte miteinander nicht stattfinden oder aber nur in begrenztem Rahmen stattfinden konnten.
Am Nachmittag wurden vom Schützenvorstand den diesjährigen Thronjubilaren zuhause Blumensträuße und Urkunden überreicht.
Alles in allem ein schöner, aber ein weiterer denkwürdiger Schützenfestsonntag. Sollte es die Pandemie Entwicklung zulassen, ist für das erste Wochenende im September das traditionelle Sommerfest für Buker Bürgerinnen und Bürger geplant.
Die Bilder zeigen.

Schützenmesse, Schützenbrüder bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal,  Oberst Hans Norbert Keuter und Präses Pastor Bernhard Henneke
Fotos: Elisabeth Bannenberg und Martin Bölte
 

Samstag, 12 Juni 2021 10:36

Kreuz wurde in Buke erneuert

In Gedenken an alte Buker Pfarrkirche:

Das Kreuz an der Ausgrabungsstelle der alten Buker Dorfkirche, in der Nähe des Buker Friedhofs, war in die Jahre gekommen und bei kräftigen Wind auseinander gebrochen. So wurde durch finanzielle Unterstützung der Gemeinde Altenbeken und durch ehrenamtliche Initiative von Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff, sowie durch tatkräftige Mitwirkung einiger Schützenbrüder des Westkompanie der St. Dionysius Schützenbruderschaft Buke unter Leitung von Hauptmann Franz-Josef Bannenberg ein neues Kreuz aufgestellt.
Angefertigt durch Tischlermeister Harald Sawatzki, Buke.
Das Kreuz steht an der Stelle, an der die Buker 1691 eine Kirche errichteten. Sie wurde 1903 wegen Platzmangel auf Grund wachsender Bevölkerung abgerissen. An diese Kirche erinnern Reste der ausgegrabenen Fundamente und eine Gedenktafel. Die heutige St.-Dionysius-Kirche an der Dorfstraße wurde 1896 eingeweiht.
Somit erstrahlt das Kreuz sichtlich in neuem Glanz an historischer Buker Stätte. Die Geschichte des Dorfes Buke mit seiner Dionysius Pfarrkirche sind bis 1231 nicht bekannt. Es wird aber angenommen, dass zu den ältesten Kirchen im Paderborner Land auch die St. Dionysius Kirche in Buke zählte. Sie lag an einem wichtigen Straßenzug - am Hellweg nach Höxter. 1231 wird die „villa Buke“ dem Archidiakonat des Paderborner Domprobstes zugewiesen. Urkundliche Erwähnung findet 1325 ein Pfarrer von Buke. „Conradus sacerdos plebanus ton Buke.“
Am neu erstellten Kreuz: (v.l.) Steven Walton, Fabian Kanne, Tischlermeister Harald Sawatzki, Franz-Josef Bannenberg und Udo Waldhoff
Fotos: Elisabeth Bannenberg

Sonntag, 30 Mai 2021 19:22

Ehrenamtliche Aktivitäten in Buke

Es sind inzwischen vier Monate vergangen, seitdem das Impfzentrum in Salzkotten seine Pforten eröffnete und die ersten Senioren empfing. Diese Altersgruppe bevorzugt vor dem Corona-Virus zu schützen, war und mag ein inhaltlich und wichtiges Ziel zu sein, doch in der Praxis traten organisatorische Hürden auf: „Es beginnt mit dem Anruf der Hotline, der für viele Senioren eine Hürde darstellt, gerade wenn es beim ersten Anlauf nicht klappt oder die Wartezeit lang ist“, weiß der Brudermeister Udo Waldhoff von der Schützenbruderschaft Buke von den anfänglichen Problemen zu berichten. „Und es geht weiter damit, dass die meisten älteren Menschen weder eine E-Mail-Adresse noch einen Drucker haben, um sich diverse Unterlagen wie die Impftermin Bestätigung auszudrucken.“
So kam es, dass sich die St. Dionysius Schützenbruderschaft Buke und die Malteser Altenbeken zusammen getan haben, um einen ehrenamtlichen und kostenlosen Service anzubieten, der interessierte ältere Menschen unterstützt, einen Termin zu buchen, die Unterlagen auszudrucken und sie auch nach Salzkotten zu fahren. Zudem hat sich bei dieser Aktion auch gezeigt, was eine dörfliche Struktur ausmacht: Die vertraute Nähe zu Menschen, die von den Initiatoren angesprochen wurden und denen dadurch ein Zugang zur Impfung ermöglicht wurde, berichtet Udo Waldhoff.
„Nach gut 16 Wochen können wir sagen, es war die richtige Entscheidung, uns an dieser Stelle ehrenamtlich einzubringen. Die Menschen sind dankbar und freuen sich über jegliche Unterstützung, gerade wenn die eigenen Kinder weiter weg wohnen und nicht verfügbar sind“, bilanziert Bernhard Rüther von den Maltesern und Schützenoberst Hans Norbert Keuter, der zudem im Impfzentrum Salzkotten tätig ist.
Seit es dieses Angebot gibt, konnten 35 Impftermine organisiert und den Senioren die Fahrt ermöglicht werden.Die Fahrt nach Salzkotten begleiten Martin Rüther, Bernhard Rüther und Christoph Brockmann. Auch weiterhin stehen als Ansprechpartner die Ortsbeauftragte der Malteser, Sonja Naujocks, unter Telefon 0173/9096927 und Udo Waldhoff unter Telefon 05255-7800 oder 0176/84766267 zur Verfügung.
Impfberechtigte, die noch keinen Termin vereinbart haben, werden ebenfalls unterstützt. Es können die gesamte Terminvergabe begleitet oder einzelne Fragen zum technischen Ablauf geklärt werden.

Begleiten auch weiterhin Senioren auf dem Weg zum Impfzentrum in Salzkotten (von links): Martin Rüther, Brudermeister Udo Waldhoff, Schützenoberst Hans Norbert Keuter, Bernhard Rüher und Malteser-Ortsbeauftragte Sonja Naujocks.

Mit dem Geld soll die Freizeitanlage "Am Spring" aufgewertet werden. Es ist geplant den Quellenbereich zu renaturieren und den kleinen Park den Erholungscharakter für Besucher wieder zu beleben. „Die Pläne für die Neugestaltung gehen auf das Jahr 2014 zurück. Für Buke erfüllt sich also ein lang gehegter Traum“, erläutert Udo Waldhoff als Vorsitzender des Vereins „Bürger und Vereine für Buke“. Gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern, Nachbarn der Teichanlage und Altenbekens Bürgermeister Matthias Möllers erläuterte er dem heimischen Landtagsabgeordneten Bernhard Hoppe-Biermeyer (CDU) die Pläne. Vor gut 50 Jahren wurde der Bereich als Naherholungsgebiet angelegt. Insgesamt ist die Anlage aber in die Jahre gekommen. Einiges ist schon zurückgebaut. Das Quellwasser fließt in die Beke und der untere der beiden Teiche wurde ursprünglich von der Feuerwehr als Löschwasserteich genutzt. „Das Gelände bietet ein fantastisches Potenzial. Ich bin der Landesregierung für die Programme für den ländlichen Raum sehr dankbar“, freut sich Matthias Möllers.

Unter fachkundiger Anleitung von Magnus Kanne und unter Einhaltung der Corona Bestimmungen, haben einige Schützenbrüder und insbesondere Jungschützen der St. Dionysius Schützenbruderschaft einen schonenden Form- und Pflegeschnitt an der grünen Einfassung auf dem Buker Schützenplatz vorgenommen. Bevor die Heckenscheren zum Einsatz kamen, wurde das Gehölz sorgfältig nach evtl. früh brütenden Vögeln und Nestern abgesucht.
Jetzt erstrahlt der Schützenplatz wieder in einer ansehnlichen naturnahen Optik, eingebettet in Weideflächen am Wiesenweg, so dass der Frühling Einzug halten kann.
Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung, dass im Spätsommer evtl. noch eine kleine Schützenfeier für die Buker Dorfgemeinschaft stattfinden kann.
Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt!

Fotozeile: Schützenbrüder nach getaner Arbeit


Fotos: René Linse und Udo Waldhoff
Text: Udo Waldhoff

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