Udo Waldhoff

Udo Waldhoff

  Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff hat mit tatkräftiger Unterstützung von Schützenbrüdern der St. Dionysius Schützenbruderschaft die große Infotafel am Dorfplatz gründlich überarbeitet und wetterfest gemacht. Die letzte Überarbeitung fand im Jahr 2014 statt.  Die Infotafel für aktuelle Mitteilungen der Buker Vereinswelt und der Gemeinde Altenbeken wurde zum Teil auseinander gebaut und in der Scheune von Johannes Bölte gesäubert, das Holz abgeschliffen, grundiert und mit einer Holzschutzfarbe gestrichen.  Die Materialien wurden von der Gemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt. Das freie Mittelteil der Infotafel aus Holz, wurde mit einer Metallplatte versehen, die Bernhard Bannenberg kostenlos zur Verfügung stellte, um das „tackern“ von Infoblättern zu vermeiden. Zukünftig können auf der Metallplatte der Infotafel nur noch Aushänge mit Magnetknöpfe bzw. mit Klebestreifen befestigt werden, wie bereits auf den Flächen hinter den Glasscheiben.
Die Anwohner des Dorfplatzes sind hocherfreut über den ehrenamtlichen Dienst zur Verschönerung des Dorfmittelpunktes.

Sonntag, 04 Oktober 2020 18:28

Ein Fest für Gottes Schöpfung in Buke

Am 1. Sonntag im Oktober zelebrierte Pastor Bernhard Henneke in der Buker Pfarrkirche St. Dionysius eindrucksvoll die Heilige Messe zum Erntedankfest.
U.a. sagte er: „Uns Menschen ist die Schöpfung von Gott anvertraut, damit wir sie behüten und bewahren.
Jeder von uns ist dazu aufgerufen, mit den Ressourcen der Erde sorgsam und nachhaltig umzugehen.
Als Menschen sind wir Teil von Gottes Schöpfung“.
Am Ende des Gottesdienstes wurde im Rahmen des Erntedankfestes die Aktion Minibrot angeboten. Die Minibrote wurden gegen eine Spende der Messteilnehmer sehr gut angenommen.
Der Erlös geht an das Projekt:
„Wir reden nicht nur, wir helfen!“
Ursprung und Bedeutung des Erntedankfestes.
Schon in vorchristlicher Zeit wurden in den verschiedenen Religionen und Kulturen Opfer- und Erntefeste gefeiert. Die Menschen waren sich dessen bewusst, dass eine gute Ernte nicht allein in ihrer Hand lag und würdigten dementsprechend die Schöpfung und die Natur.
Noch bis in die frühe Neuzeit war der größte Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig und musste für das tägliche Brot hart arbeiten. Die Menschen wussten, dass eine reiche Ernte, die sie über den Winter bringen würde, nicht selbstverständlich war und sie als Teil von Gottes Schöpfung verantwortungsbewusst mit ihr umgehen mussten.
Mit den Erntedankfeiern brachten die Menschen nicht nur die Freude über die eingefahrene Ernte, sondern auch den Dank über Gottes Fürsorge zum Ausdruck.
Mit der Industrialisierung hat der ursprüngliche Sinn des Erntedankfestes an Bedeutung verloren. Viele Obst- und Gemüsesorten sind durch den weltweiten Handel das ganze Jahr über verfügbar.
In den letzten Jahrzehnten und besonders in den zurückliegenden Monaten hat dennoch weltweit ein Umdenken stattgefunden.
Das Umweltbewusstsein vieler Menschen ist gestiegen und Themen wie Klimawandel, Globalisierung, Umweltverschmutzung, Massentierhaltung, Raubbau an den überlebenswichtigen Ressourcen dieser Erde, Verschwendung von Lebensmitteln und gleichzeitige Hungersnöte spielen eine immer größere Rolle.
„Jeder von uns ist zum Erhalt der Schöpfung aufgerufen, damit unsere Nachkommen auch noch eine lebens- und liebenswerte Erde vorfinden!“

Donnerstag, 01 Oktober 2020 16:47

Buke im Jahr 1870

Ortsheimatpfleger präsentieren Jahreskalender für 2021

 Die Heimatpfleger aus Altenbeken und Buke Rudolf Koch und Udo Waldhoff geben auch für das kommende Jahr einen Heimatkalender heraus.

Für Altenbeken ist es das 17. Exemplar und für Buke das sechste. Der Altenbekener Ortsheimatpfleger Rudolf Koch hat in seinem Kalender Wegekreuze, die in längst vergangener Zeit in der Gemeinde errichtet wurden, dargestellt. Sie geben Zeugnis ab von der Frömmigkeit und Gottverbundenheit der Vorfahren. Das älteste Kreuz, was man bewundern kann, steht am Hüttenberg, es wurde vor 250 Jahren errichtet. Die meisten Kreuze in Altenbeken werden zur Zeit noch von 85-jährigen Rudolf Koch selbst gepflegt.

Der Heimatpfleger von Buke, Udo Waldhoff, hat aus dem reichhaltigen Archiv von Ortschronist Hans Norbert Keuter, dessen Bilder überwiegend von ehemaligen Fotographen Josef Leniger stammen sowie von Buker Familien, zusammengestellt. Die Bilder zeigen u.a. Vereinsaktivitäten und Dorfansichten aus früherer Zeit, die Motive sind jeweils an die Jahreszeit angepasst.

Eine Aufnahme zeigt die Buker Husaren bei einem Treffen mit Dr. Rainer Barzel dem ehemaligen Bundestagspräsidenten vor dem Paderborner Rathaus in den 80er Jahren. „Viele freuen sich, wenn sie auf einem alten Bild, Familienangehörige wiedererkennen“, so Waldhoff.

Die Nachfrage nach den Jahreskalendern ist dementsprechend hoch. Unter den Käufern seien außerdem viele Sammler, die die Kalender seit vielen Jahren aufbewahren,.

Die Historischen Kalender sind bei den Heimatpflegern, in der Buchhandlung Kuhfuß in Altenbeken und bei Goeken backen im Combi-Markt Buke für 12,50 EUR zu erwerben. Der Erlös aus dem Verkauf beider Kalender ist wie immer für heimatliche Aufgaben und Projekte bestimmt.

Fotozeile: Udo Waldhoff (links) und Rudi Koch mit ihren selbst gestalteten Kalendern. Im Hintergrund ein Wegekreuz, das ebenfalls Motiv im Kalender ist. Aufgestellt wurde es im Jahr 1920 von einem Bauern, nachdem seine drei Söhne unversehrt aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt waren.

Foto: Ruth Koch

Montag, 21 September 2020 14:58

Wassersuche im Buker Wald

Die von den Egge-Wasserwerken Paderborn GmbH beauftragte Fachfirma für Brunnenbau, Schniedermeier Brunnenbau aus 33129 Delbrück-Boke, Bokerstraße 89, konnte bei Bohrarbeiten in der Gemarkung Buke am 10. September 2020 eine bisher erreichte Bohrtiefe von 58 Metern vermelden. Vom Buker Güterschuppen zum Staatsforst hin direkt am Waldrand (gegenüber Reuern Tannen) auf der linken Seite war bereits vor Tagen die Bohrstelle eingerichtet worden. Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung wurde eine Bohrung zur Überprüfung des Grundwasserstands vorgenommen. Die Leitung dieser Baustelle hatte Wassermeister Andreas Benstein (Schwaney) übernommen. Am folgenden Tag konnten die beiden Mitarbeiter der Bohrfirma mit Unterstützung von zwei 500 PS starker Kompressoren die Bohrtiefe bis auf 64 Meter bestätigen. Die Fördermenge lag zunächst bei rund 10 Kubikmeter/Stunde. Zunächst soll weitergebohrt werden, da eine Fördermenge von 60 Kubikmeter/Stunde angepeilt ist.

 

Montag, 31 August 2020 09:39

Freiluftgottesdienst in Buke

Am Sonntag, 30. August feierte die St. Dionysius Gemeinde Buke bei spätsommerlichen Wetter einen feierlichen Freiluftgottesdienst mit Pastor Bernhard Henneke auf dem Kirchplatz.
Das Hochamt wurde musikalisch mit- gestaltet von den Buker Husaren.  Alle Gottesdienstteilnehmer waren unter Einhaltung der aktuellen Corona Bedingungen sichtlich froh, dass unter freiem Himmel mal wieder kräftig mitgesungen werden durfte.
  Fotos: Elisabeth Bannenberg, Udo Waldhoff

Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic und Rudolf Koch ausgezeichnet

„Säulen der Gesellschaft“

 Seit nunmehr 25 Jahren setzen sich Michael Pavlicic als Kreisheimatpfleger und sein Stellvertreter Rudolf Koch dafür ein, die regionale Kultur zu erhalten und zu gestalten. Für ihr Engagement wurden sie am Freitag den 21. August von Landrat Manfred Müller im Dionysius-Haus in Elsen geehrt.

Zwei außergewöhnlich engagierte Kreisheimatpfleger sind am Freitagnachmittag im Dionysius-Haus in Elsen geehrt worden Das Bild zeigt (von links): Paderborns Bürgermeister Michael Dreier, Heimatgebietsleiter Hans-Werner Gorzolka, Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic, der stellvertretende Kreisheimatpfleger Rudolf Koch und seine Ehefrau Ruth sowie Landrat Manfred Müller

 Foto: Diana Ramme, Kreiskulturamt"

Seit Jahrzehnten schon stellt der Schloß Neuhäuser Pavlicic den Großteil seiner Zeit in den Dienst des Ehrenamtes und bekleidet unzählige Ämter – im Kreis Paderborn und weit darüber hinaus. „Der Tag von Michael Pavlicic scheint mehr als 24 Stunden zu haben“, scherzte Landrat Müller. „Wir leben in einem Raum mit einer hohen kulturellen Bedeutung, der es wert ist, dass wir uns um ihn kümmern“, beschreibt Pavlicic seine Motivation für die ehrenamtliche Arbeit. Zweimal jährlich lädt der Kreisheimatpfleger zu Tagungen ein, um gemeinsam mit den Ortsheimatpflegern und -chronisten aktuelle Themen der Heimatpflege zu erörtern, anzustoßen und voranzutreiben und Wissenswertes aus Heimatforschung und -geschichte zu konkretisieren.

Ehrung und 85. Geburtstag

Bei dieser Arbeit stets zur Seite steht Pavlicic sein Weggefährte und Stellvertreter Rudolf Koch aus Altenbeken. Auch Koch, der am Tag der Ehrung durch den Landrat seinen 85. Geburtstag feierte, ist mit Leib und Seele seinem Ort und der Region verbunden. Tausende Fotos und zahlreiche heimatkundliche Beiträge hat der passionierte Hobbyfotograf und Autor in der Vergangenheit genutzt, um die Ereignisse seiner Heimat zu dokumentieren.

„Seit Beginn an verfolgen Sie beide das Ziel, Werte, Traditionen und Bräuche, die Generationen vor uns gelebt haben, nicht leichtfertig über Bord zu werfen“, lobt Landrat Müller. Wichtige Säulen ihrer Arbeit waren deshalb in der Vergangenheit unter anderem die Mitarbeit bei der Resolution gegen die Schließung des Museums Kaiserpfalz in Paderborn.

Als Pavlicic und Koch vor 25 Jahren ihre Ämter erstmals übernahmen, gab ihnen der damals scheidende Kreisheimatpfleger Eckhart Hartmann mit auf den Weg: „Die Übernahme eines Ehrenamtes bedeutet stets einen Sprung in einen unerschöpflichen Arbeitsbereich.“ Doch haben Michael Pavlicic und Rudolf Koch diese jahrzehntelange Tätigkeit nie als Arbeit gesehen.

Weitere Ämter übernommen

Beide machen ihren „Job“ gern und sehen ihn als Einsatz und Engagement für die Allgemeinheit. „Wir brauchen Menschen wie Sie beide. Menschen, die als wichtige Säulen in unserer Gesellschaft mittragen und gestalten, was Heimat, Wir-Gefühl und Gemeinschaft ausmacht“, würdigt Manfred Müller das Engagement der beiden.

Wer das Amt des Kreisheimatpflegers ausübt, der übernimmt mit dieser Wahl automatisch zwei weitere Posten. Michael Pavlicic ist auch stellvertretender Vorsitzender des Vereins „die warte e.V.“, der verantwortlich ist für die Herausgabe der gleichnamigen Heimatzeitschrift der Kreise Paderborn und Höxter.

Außerdem sind sowohl Pavlicic als auch Koch Mitglieder der Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, die regelmäßig die Dörfer des Kreises Paderborn bereist. Zudem ist der rüstige Ur-Altenbekener Rudolf Koch seit mehr als 30 Jahren in der Eggegemeinde als Heimatpfleger aktiv.

Pavlicic kandidiert erneut

Beide wurden erstmalig am 1. März 1995 in ihre heutigen Ämter gewählt und stellten sich in der Vergangenheit mehrfach der Wiederwahl zum Kreisheimatpfleger und Stellvertreter zur Verfügung. In diesem Jahr steht satzungsgemäß im zweiten Halbjahr wieder die Wahl an.

Wie und ob sie unter Corona-Bedingungen stattfinden kann, wird zurzeit noch erörtert. Fest steht bereits jetzt, dass Rudolf Koch dankbar auf 25 Jahre zurückblickt und sein langjähriges Amt niederlegen wird. Michael Pavlicic will dagegen für eine weitere fünfjährige Amtszeit kandidieren.

Mitglieder der St. Dionysius Schützenbruderschaft Buke und des Kirchenvorstandes haben den Info-Schaukasten und Bänke auf dem Kirchvorplatz gründlich überarbeitet. Der Info-Kasten und die Bänke wurden gesäubert, abgeschliffen, grundiert und mit einer wetterfesten Holzschutzfarbe gestrichen. Auf zwei Sitzbänken wurde zudem eine massive Eichenbohle montiert, die die Lebensdauer verlängert und das Sitzen auf der Bank angenehmer macht. Auch die Statue des Hl. Dionysius auf dem Kirchplatz wurde von Moos und Algen gereinigt. „Über die Auffrischung der Gegenstände freuen sich sichtlich die Kirchenbesucher und viele Wanderfreunde der Egge, die auf dem Kirchplatz immer wieder gerne Rast machen“, so KV-Vorsitzender Udo Waldhoff.

Foto: Hans Norbert Keuter

v.l. Udo Waldhoff, Christian Micus, Konrad Dommes und André Drewes

Montag, 17 August 2020 09:49

Krautbund-Segnung in Buker Pfarrkirche

Am Fest „Mariä Himmelfahrt“ wurden in der Pfarrkirche St. Dionysius Buke während der hl. Messe von Pastor Bernhard Henneke die Krautbunde gesegnet, die einige Tage zuvor von Buker Messdienern unter fachkundiger Anleitung von Silvia Neumann und ihrem Team zusammengetragen und gewickelt worden sind.
Nach dem Gottesdienst konnte jeder Besucher gegen eine freiwillige Spende ein geweihtes Krautbund mit nach Hause nehmen. Darüber waren die Kirchenbesucher hocherfreut.
Zum Abschluss wurden auf dem Kirchvorplatz unter freien Himmel noch einige Marienlieder gesungen. Auch das bereitete den Besuchern große Freude, da zur Zeit während der Messe aufgrund der aktuellen Situation nicht gesungen werden darf.

Werte Wanderfreunde aus Schwaney, Altenbeken, Asseln, Bad Driburg, Buke und Umgebung, werte Gäste : Heute wollen wir gemeinsam an ein besonders grausames Ereignis vor fast exakt 75 Jahren erinnern. Genau hier starben in den Nachkriegswirren des II. Weltkrieges, am 20. Juli 1945, fünf unschuldige Menschen. Weitab der Dörfer Schwaney und Buke fühlten sich die Bewohner des Forsthauses Klusweide und die nach dem Bombenangriff auf Buke am 26. November 1944 hier einquartierten Bürger im früheren Forsthaus Klusweide nach Kriegsende sicher. Herumstreunende Banden machten jedoch das Eggegebirge unsicher und begingen hier in den frühen Morgenstunden des 20. Juli 1945 eine schreckliche Mordtat. Das was hier geschah, übertrifft sicher heute unsere Vorstellungskraft. Daher ist es umso wichtiger, die Ereignisse des 20. Juli 1945 nicht zu vergessen. Am frühen Morgen dieses 20. Juli 1945 hatte sich gegen 6 Uhr ein LKW mit einer Gruppe von etwa 6 - 8 Tätern (davon 2 weibliche), die wahrscheinlich in den Panzerkasernen in Paderborn untergebracht waren, aus Richtung Schwaney kommend, dem Forsthaus genähert und waren unbemerkt durch den Stall in das Wohnhaus eingedrungen. Einer der am Überfall beteiligten Täter war offensichtlich ortskundig. Er hatte eine auf Klusweide arbeitende Russin, die mit ihrer Situation unzufrieden war, öfters besucht. Alle Hausbewohner, bis auf die Frau des Revierförsters Peters, die in der Küche arbeitete, schliefen noch, als die Mörder in das Haus eindrangen. Sie schlugen Frau Peters und forderten sie auf, alle anderen zu wecken. Diese wurden dann mit gezogenen Pistolen auf die Veranda in der Nähe der Haustür getrieben, wo sie niederknien und sich reglos verhalten mussten. Auf dem Weg dorthin wurde Revierförster Fiege, der an Magengeschwüren litt und sich nicht so schnell bewegen konnte, durch einen Schuss in die Brust getötet. Danach durchwühlten einige Eindringlinge sämtliche Räume. Brauchbares wurde mitgenommen und Essbares zerstört. Nach etwa einer Stunde drängte einer der Plünderer, der wohl befürchtete, dass Schwaneyer Waldarbeiter sich dem Forsthaus näherten, zum Aufbruch. Mehrere Täter trieben die Bewohner in die Waschküche im Keller und gaben den Befehl, bis zehn Uhr dort zu bleiben und drohten jedem, der diesen Befehl nicht einhielt, zu erschießen. Einen Augenblick später rief einer der Mörder: "Alle kaputt"! Wahrscheinlich war es der ortskundige Täter, der erkannt worden war. Mehrere Täter schossen dann wiederholt - einer mit einem Gewehr, die anderen mit Pistolen - in die Waschküche hinein. Nach Ludwig Fiege, (geb. am 31.08.1895) der kurz vorher erschossen war, wurden jetzt die Klusweide-Bewohner teilweise auch durch Kopfschuss getötet. Frau Peters wurde durch einen Lungendurchschuß schwer verletzt. Unter schwierigsten Bedingungen konnte sie nach Driburg gebracht werden, wo sie dank der vorbildlichen ärztlichen Versorgung von Oberregierungs- und Medizinalrat Dr. Ferdinand Hoffschulte überlebte. Die Jugendlichen Renate Fiege und Karl Heinz Pennig überlebten, weil sie für tot gehalten wurden. Sie hatten teilweise unter den blutenden Toten gelegen. Renate Fiege fand danach zunächst Herberge in Buke. Revierförster Emil Peters erlitt einen Trommelfellriss.Insgesamt wurden 36 Geschosshülsen im Keller gefunden. Ludwig Fiege und dessen Sohn Franz Ludwig (geb. am 08.03.1931) sowie Franz Bielefeld, (geb. 1897 zu Wanne Eikel) und Maria Versen (geb. am 22.02.1926 zu Buke) sind in Buke beerdigt worden. Die Grabpflege übernimmt seit Jahrzehnten die Katholische Frauengemeinschaft Buke. Wolfgang Forstreuter wurde zunächst auf dem evangelischen Friedhof in Bad Driburg, später als ehemaliger Soldat auf dem Soldatenfriedhof Brakel zur letzten Ruhe gebettet. Nach dem Krieg wollte er Theologie studieren. Eine Nachforschung bzw. Verurteilung hatte nicht stattgefunden, die scheußliche Tat blieb für immer ungesühnt. Am 23.11.1974 wurde das mittlerweile im schlechten Zustand befindliche Gebäude im Rahmen einer Feuerlöschübung der Löschzüge Buke und Schwaney mit Hilfe von Brandbeschleunigern abgebrannt und später abgerissen. Die Leitung hatte der Amts-Brandmeister Joseph Goeken aus Buke. Die behauenen Steine des Mauerwerkes vom Forsthaus lies Heinrich Bölte als verantwortlicher Bauleiter zum Spring nach Buke bringen. Mit diesen Steinen fasste man den Quellbereich am Spring neu ein. Der letzte Revierförster des Reviers Klusweide war Oberförster Heinrich Kitzmann. Er stammte aus Memelwalde, Ostpreußen. Nach all diesen schrecklichen Geschehnissen war es für Buker Wanderfreunde unter der Führung des heutigen Ehrenvorsitzenden Wilhelm Winkler eine Herzensangelegenheit, dass sich der EGV Buke einige Jahre nach Vereinsgründung zur Errichtung der mittlerweile sehr bekannten Gedenkstätte Klusweide entschloss. Damals war die Erinnerung der Anwesenden noch sehr zeitnah, heute gibt es nicht mehr viele, die sich an den grauenvollen Tag direkt erinnern können. Persönlich bin ich sehr dankbar, mit einigen Zeitzeugen über diese schreckliche Tat gesprochen zu haben. Es waren u.a. Franz Versen, Ferdinand Mozin und Johannes Lütkemeier. Ich bitte Euch nun, gedanklich inne zu halten und an die Mordopfer Maria Versen, Ludwig Fiege, Franz Ludwig Fiege, Franz Bielefeld und Wolfgang Forstreuter von vor 75 Jahren sowie allen uns nahe stehenden und verstorbenen Menschen zu gedenken.

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