Udo Waldhoff

Udo Waldhoff

Trotz der Corona-Pandemie konnte in der St. Dionysius Gemeinde eine Messdieneraufnahme sowie eine Verabschiedung und Ehrung langjähriger Messdiener stattfinden. In einem feierlichen Messdiener - Gottesdienst wurden zwei neue Messdiener in die Gemeinschaft aufgenommen Daria Wischer und Mia Janitzek. Sie haben sich nach ihrer Erstkommunion für den Dienst am Altar entschieden. Aufgrund der Corona Abstandregelungen war es leider nicht möglich, dass zur Aufnahme die gesamte Gemeinde eingeladen werden konnte.

 Um den nachfolgenden Generationen das Leben und die dörflichen lebensnotwendigen Strukturen aus vergangenen Zeiten wach zu halten, wurden jetzt auf Initiative von Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff und Ortschronist Hans Norbert Keuter an drei weiteren markanten und historischen Plätzen Infotafeln aufgestellt. Drei Tafeln wurden bereits im Frühsommer diesen Jahres an dorfbildprägenden Orten des letzten Jahrhunderts aufgestellt, um die Geschichte des Ortes zu dokumentieren. Diesmal erinnern die Tafeln an den Ursprung der Bäckerei Goeken, heute Goeken backen, an das erste Wasserwerk und an das schon im Jahr 1973 abgerissene Fachwerkhaus der Familie Konrad und Theresia Drewes.
Die Bäckerei Goeken wurde 1898 von Georg Goeken, UrUrGroßvater des heutigen Goeken backen Unternehmers Benedikt Goeken, in einem Fachwerkhaus in der Ortsmitte eine kleine Hausbäckerei eröffnet. Im Jahr 1904 erbaute der Bäckermeister Georg Goeken dann am Wiesenweg 1 eine neue Bäckerei, die heute Goeken backen heißt und 600 Mitarbeitende in 58 Filialen beschäftigt. Der Enkel Georg Goeken wohnt heute noch mit seiner Ehefrau Christa, geb. Häger in dem Haus, der den Betrieb im Jahr 1968 von seinem Vater Josef übernommen hat. „ Damals wurden nur drei Mitarbeiter beschäftigt“ erinnert sich auch Matthias Goeken, der 1997 die Bäckerei von seinem Vater Georg übernahm. Die Betriebsstätte am Wiesenweg wurde aufgrund von Expansion auf Dauer -trotz vieler Erweiterungen- zu klein. Da seinerzeit für einen kompletten Neubau auf 10.000 qm im Gewerbegebiet Altenbeken keine Baugenehmigung von Seiten der Gemeinde zu bekommen war, siedelte der Betrieb Goeken backen nach Bad Driburg um, so Matthias Goeken, seit 2017 Landtagsabgeordneter der CDU im Düsseldorfer Landtag.
Auch Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff hat noch viele schöne Erinnerungen an die Bäckerei Goeken am Wiesenweg. „Ich bin damals als Schüler mit dem Opa von Matthias als „Bäckerjunge“ mit dem Verkaufswagen über die Dörfer gefahren und habe den Leuten die Backwaren an die Haustüren gebracht“, so Udo Waldhoff. Auf der Infotafel lässt sich im Detail nachlesen, wie sich aus kleinsten Anfängen die Bäckerei in den letzten 122 Jahren zur heutigen Größe entwickelt hat. In diesem Jahr noch etwas ganz besonderes Jubiläum zum Nikolaustag.  Das Ehepaar Georg und Christa Goeken organisieren und unterstützen bereits seit 1970, also seit fünfzig Jahren, das Tüten packen für die St. Dionysius Schützenbruderschaft zur Freude der Buker Kinder zum Nikolaustag.
Das Wasserwerk - erbaut1931 versorgte die Bewohner des Ortes seinerzeit mit Trinkwasser. In früheren Zeiten holten die Buker ihr Wasser aus Brunnen und Zisternen und aus dem Kump. Aber Anfang des neunzehnten Jahrhunderts reichte das nicht mehr aus. Nach einigen Wünschelrutengängen und Probebohrungen begann man 1929 mit den Planungen zum Bau einer zentralen Wasserversorgung. Die Gemeinde baute die Pumpstation dann am Waldrand im Mertensgrund. 1931 wurde sie in Betrieb genommen. Von dort aus wurde das Wasser in den Hochbehälter des Wasserwerks gepumpt und somit in die Wasserleitungen der Dorfbewohner weitergeleitet. 1987 kaufte der Landwirt und Grundstücksnachbar Anton Grußmann das inzwischen stillgelegte und unter Denkmalschutz stehende Wasserwerk mit dem dazugehörenden Grundstück von der Gemeinde Altenbeken. Mittlerweile kümmert sich Sohn Markus mit seiner Familie um die Pflege und den Erhalt dieser einst lebensnotwendigen und geschichtsträchtigen Einrichtung.
Auch hier sind für nachfolgende Generationen Hintergründe und Details auf der Infotafel beschrieben worden, wozu ein ein Wasserwerk in früherer Zeit gebraucht wurde.
Das Haus Drewes ( Töllens )
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wohnten Konrad und Theresia Drewes, geb. Klas aus Dahl - im Ort besser bekannt als Töllens - im Fachwerkhaus am Ortsausgang in der Nähe des Kreuzes Tofall. Konrad Drewes, Jahrgang 1874, starb schon mit 49 Jahren, seine Ehefrau Theresia, geb. Klas, Jahrgang 1882 wurde 82 Jahre alt. Das Ehepaar hatte sechs Kinder und siebzehn Enkelkinder, so Erklärungen von der Enkelin Anna Maria Drewes. Anton Schulze, ebenfalls ein Enkel des Ehepaares Drewes, erinnert sich noch. „Ich bin in diesem Fachwerkhaus mit meiner Zwillingsschwester Brunhilde noch geboren worden. Das war 1951“. Kurz darauf wurde das Haus von der Familie Johannes Tofall gekauft und im Jahr 1973 abgerissen. Es war ein Dorfbild prägendes Fachwerkhaus und deshalb steht hier die Infotafel auf dem freien Platz an der oberen Dorfstraßet und erinnert an die Geschichte der Familie und des Hauses Drewes (Töllens). Das Aufstellen der drei neuen Infotafeln ist durch Eigenleistung und die finanzielle Unterstützung des Landes NRW in Form eines Heimatschecks ermöglicht worden.
Das Foto zeigt: v.l. Bukes Ortschronist Hans Norbert Keuter, Bäckermeister Ehepaar Georg und Christia Goeken, Matthias Goeken, MdL und Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff vor dem Stammhaus der Bäckerei Goeken am Wiesenweg  mit der neu aufgestellten Infotafel
Im Anhang zeigen die Bilder: Jennifer und Markus Grußmann mit ihren Kindern Rika und Hennig
Enkel der Eheleute Konrad und Theresia Drewes. v.l. Marlies Nolte, Anton Schulze und Anna Maria Drewes (Im Hintergrund Tofalls Kreuz)

Pünktlich zum ersten Advent und zum Nikolaustag durften sich die Kinder der Grundschule und des Kindergartens „Eggenest“, unter Leitung von Frau Brigitte Böger über schöne Tannenbäume freuen.
Überreicht wurden sie von der St. Dionysius Schützenbruderschaft, vertreten durch den ersten Brudermeister Udo Waldhoff und Major Hans-Josef Lübbemeier. Dank der fleißigen Helfer Franz-Josef Schreier und Dieter Aufenanger konnten die Rotfichten aus dem Eggewald, nach vorheriger Rücksprache mit dem Revierförster, geholt werden und schmücken in Ihrer ganzen Pracht in der Vorweihnachtszeit nun Kindergarten und Schule.

Fotozeile ( v.l. ). Brigitte Böger, Dieter Aufenanger, Franz-Josef Schreier, Hans-Josef Lübbemeier und Udo Waldhoff

Es ist mittlerweile gute Tradition, dass der Verein „Bürger und Vereine für Buke e.V.“ um ihren Vorsitzenden Udo Waldhoff, pünktlich zur Adventszeit einen gut gewachsenen Tannenbaum auf den Dorfplatz aufstellt. Viele fleißige Helfer haben einen wunderschönen gespendeten Baum aus dem Vorgarten von Frau Hannelore Janutta zum Dorfmittelpunkt mit dem Hublader von Bernhard Bannenberg transportiert. Von dort aus strahlt er nun in der dunkelnen Jahreszeit eine vorweihnachtliche Stimmung ins Eggedorf hinein.
Für diese ehrenamtliche Tätigkeit sagen alle Buker herzlichen Dank.

Fotozeile: v.l. Udo Waldhoff, Franz-Josef Schreier, Dieter Aufenanger, Berni Bannenberg, Hans-Josef Lübbemeier, Bernhard Bannenberg

Foto: Johannes Sendermanm und Udo Waldhoff

Dienstag, 17 November 2020 15:08

In Buke kommt auch der Nikolaus

Samstag, 31 Oktober 2020 16:01

Aus Buker Chronik

Johannes Tofall hat die Gemeinde Buke bis zur Gebietsreform 1975 beispielhaft geprägt. Jetzt wird eine Straße nach ihm benannt. Um in das neue Kleingewerbegebiet zu fahren, fährt man ab sofort über die Johannes-Tofall-Straße. „Es könnte keinen besseres Namen dafür geben“ sind sich Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff und Ortschronist Hans Norbert Keuter einig. Kaum jemand hat das Dorf nach dem Krieg so geprägt und für die Zukunft entwickelt, wie es Johannes Tofall getan hat. Von 1945 bis zur Gebietsreform 1975 war der Landwirt und passionierte Jäger Bürgermeister des Eggedorfes. „In den sechziger und siebziger Jahren hat er sich maßgeblich dafür eingesetzt, dass in Buke ein Industriegebiet entstand und sich große namenhafte Firmen ansiedeln konnten. „So wurden vor Ort für die hier lebenden Menschen zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen“ so Waldhoff. Als Landwirt, Schwarzbunte-Holstein- und Schafzüchter vermittelte Johannes Tofall seinerzeit zwischen Gemeinde und Landwirten, die daraufhin Flächen für das Industriegebiet zur Verfügung stellten. Auch als Kommunalpolitiker hat sich Johannes Tofall über Jahrzehnte für die positive Strukturentwicklung des Dorfes eingesetzt. Von 1945 an war er Bürgermeister und bekleidete dieses verantwortungsvolle Amt bis zur Gebietsreform 1975. Danach übernahm Tofall die Aufgaben des Ortsvorstehers bis zu seinem Tod 1979. Unter seiner Federführung entstand Anfang der siebziger Jahre die Freizeitanlage am Spring, sowie drei neue Wohngebiete für Neubürger. Ferner wirkte er wesentlich beim Bau der Hauptschule Egge und des Hallenbades in Altenbeken mit und initiierte die Grundsteinlegung des Jagdparcours Buke in den Jahren 1969/70 im Dunetal. Dieser hat sich mittlerweile zu einer der beliebtesten Schießanlagen der Bundesrepublik für Jäger und Sportschützen entwickelt. Johannes Tofall war Mitbegründer der CDU-Ortsunion Buke im Jahre 1946, Kreistagsabgeordneter, Amtsbürgermeister und Ratsmitglied. Für den landwirtschaftlichen Berufsstand wirkte er ehrenamtlich in zahlreichen Gremien und Organisationen und vertrat dort die Interessen seiner Berufskollegen.Darüber hinaus bekleidete der passionierte Jäger 30 Jahre das Amt des Oberst der St. Dionysius Schützenbruderschaft Buke. Die Anerkennung seiner außergewöhnlichen Verdienste im Schützenwesen fand sichtbaren Ausdruck durch die Verleihung des St. Sebastianus Ehrenkreuzes durch den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Die grüne Uniform war sein Ehrenkleid. Zudem war Johannes Tofall 40 Jahre Mitglied des Kirchenvorstandes der St. Dionysius Pfarrgemeinde Buke und davon 15 Jahre stellv. Vorsitzender. „Trotz seiner zahlreichen ehrenamtlichen Verpflichtungen stand seine Haustür für die Bürger von Buke und darüber hinaus immer offen“, so Udo Waldhoff bei der Vorstellung der Johannes-Tofall-Straße.

Alle Angelegenheiten die das Dorf betrafen, liefen über seinen Schreibtisch. Nach dem Krieg hat sich Johannes Tofall selbstlos, tatkräftig und uneigennützig für die Unterbringung und Verpflegung der Flüchtlinge und Vertriebenen aus den Ostgebieten Deutschlands in Buke eingesetzt. Er kümmerte sich aufopferungsvoll um Nahrung und Kleidung für die Menschen und sorgte für deren Unterbringung bei Familien im Dorf. Später verhalf er den Menschen etwas Land zu erhalten, um in Buke eine neue Existenz zu gründen und Heimat zu finden. In Anerkennung seiner überaus großen Verdienste um das Gemeinwohl wurde Johannes Tofall im Jahre 1974 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Am 1. Juli 1979 verstarb Johannes Tofall im Alter von 80 Jahren. Mit der Benennung der Straße im neu erschlossenen Kleingewerbegebiet Buke schließt sich für die Familie Tofall, für Udo Waldhoff und Hans Norbert Keuter ein Kreis. „Johannes Tofall hat sich um das Dorf Buke und seine Bewohner außerordentliche Verdienste erworben“ so Udo Waldhoff. Nun werde die Verkehrsstraße im neuen Areal, dass sich in Sichtweite des Schützenplatzes der von Tofall so geliebten St. Dionysius Schützenbruderschaft befindet, seinen Namen tragen. Zur Einweihung der Johannes-Tofall-Straße sind (v.l.) neben Udo Waldhoff und Hans Norbert Keuter auch Familienangehörige des Namensgebers gekommen.

  Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff hat mit tatkräftiger Unterstützung von Schützenbrüdern der St. Dionysius Schützenbruderschaft die große Infotafel am Dorfplatz gründlich überarbeitet und wetterfest gemacht. Die letzte Überarbeitung fand im Jahr 2014 statt.  Die Infotafel für aktuelle Mitteilungen der Buker Vereinswelt und der Gemeinde Altenbeken wurde zum Teil auseinander gebaut und in der Scheune von Johannes Bölte gesäubert, das Holz abgeschliffen, grundiert und mit einer Holzschutzfarbe gestrichen.  Die Materialien wurden von der Gemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt. Das freie Mittelteil der Infotafel aus Holz, wurde mit einer Metallplatte versehen, die Bernhard Bannenberg kostenlos zur Verfügung stellte, um das „tackern“ von Infoblättern zu vermeiden. Zukünftig können auf der Metallplatte der Infotafel nur noch Aushänge mit Magnetknöpfe bzw. mit Klebestreifen befestigt werden, wie bereits auf den Flächen hinter den Glasscheiben.
Die Anwohner des Dorfplatzes sind hocherfreut über den ehrenamtlichen Dienst zur Verschönerung des Dorfmittelpunktes.

Sonntag, 04 Oktober 2020 18:28

Ein Fest für Gottes Schöpfung in Buke

Am 1. Sonntag im Oktober zelebrierte Pastor Bernhard Henneke in der Buker Pfarrkirche St. Dionysius eindrucksvoll die Heilige Messe zum Erntedankfest.
U.a. sagte er: „Uns Menschen ist die Schöpfung von Gott anvertraut, damit wir sie behüten und bewahren.
Jeder von uns ist dazu aufgerufen, mit den Ressourcen der Erde sorgsam und nachhaltig umzugehen.
Als Menschen sind wir Teil von Gottes Schöpfung“.
Am Ende des Gottesdienstes wurde im Rahmen des Erntedankfestes die Aktion Minibrot angeboten. Die Minibrote wurden gegen eine Spende der Messteilnehmer sehr gut angenommen.
Der Erlös geht an das Projekt:
„Wir reden nicht nur, wir helfen!“
Ursprung und Bedeutung des Erntedankfestes.
Schon in vorchristlicher Zeit wurden in den verschiedenen Religionen und Kulturen Opfer- und Erntefeste gefeiert. Die Menschen waren sich dessen bewusst, dass eine gute Ernte nicht allein in ihrer Hand lag und würdigten dementsprechend die Schöpfung und die Natur.
Noch bis in die frühe Neuzeit war der größte Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig und musste für das tägliche Brot hart arbeiten. Die Menschen wussten, dass eine reiche Ernte, die sie über den Winter bringen würde, nicht selbstverständlich war und sie als Teil von Gottes Schöpfung verantwortungsbewusst mit ihr umgehen mussten.
Mit den Erntedankfeiern brachten die Menschen nicht nur die Freude über die eingefahrene Ernte, sondern auch den Dank über Gottes Fürsorge zum Ausdruck.
Mit der Industrialisierung hat der ursprüngliche Sinn des Erntedankfestes an Bedeutung verloren. Viele Obst- und Gemüsesorten sind durch den weltweiten Handel das ganze Jahr über verfügbar.
In den letzten Jahrzehnten und besonders in den zurückliegenden Monaten hat dennoch weltweit ein Umdenken stattgefunden.
Das Umweltbewusstsein vieler Menschen ist gestiegen und Themen wie Klimawandel, Globalisierung, Umweltverschmutzung, Massentierhaltung, Raubbau an den überlebenswichtigen Ressourcen dieser Erde, Verschwendung von Lebensmitteln und gleichzeitige Hungersnöte spielen eine immer größere Rolle.
„Jeder von uns ist zum Erhalt der Schöpfung aufgerufen, damit unsere Nachkommen auch noch eine lebens- und liebenswerte Erde vorfinden!“

Donnerstag, 01 Oktober 2020 16:47

Buke im Jahr 1870

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